Gedenkstätte KZ Dachau
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Vom 1. bis zum 5. September 2026 bieten der Jugendring Darmstadt e.V. und das Jugendbildungswerk der Wissenschaftsstadt Darmstadt erneut eine Gedenkstättenfahrt für junge Menschen an. Ziel der diesjährigen Fahrt ist die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 21 Jahren und ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Verbrechen des Nationalsozialismus. Die Fahrt umfasst sowohl ein Vorbereitungstreffen als auch eine Nachbereitung, um die Erfahrungen nachhaltig zu reflektieren. Für die Teilnahme können sich die Jugendlichen vom Schulunterricht beurlauben lassen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte können sich bis zum 26. Juni 2026 anmelden oder bei Fragen an das Jugendbildungswerk wenden: jugendbildungswerk@darmstadt.de.Bürgermeisterin Barbara Akdeniz betont die besondere Bedeutung solcher Angebote: „Es ist heute wichtiger denn je, dass sich junge Menschen mit der Geschichte des Nationalsozialismus beschäftigen. Da nur noch wenige Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Schoah leben und gleichzeitig in sozialen Medien vermehrt falsche Informationen kursieren, ist eine fundierte Auseinandersetzung unerlässlich. Gedenkstätten machen die Dimension der Verbrechen und das Leid der Betroffenen eindrücklich erfahrbar. Eine intensive Vor- und Nachbereitung hilft dabei, die gewonnenen Eindrücke einzuordnen und zu verarbeiten.“Auch der Vorsitzende des Jugendrings, Aaron Becker, unterstreicht die Relevanz: „Das Gedenken an das NS-Unrecht ist notwendig, um eine Wiederholung solcher Verbrechen zu verhindern. Angesichts eines wieder zunehmenden Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus ist es umso wichtiger, die Grundrechte zu schützen und sich für eine offene Gesellschaft einzusetzen.“Während des mehrtägigen Aufenthalts haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, sich vertieft mit historischen Inhalten auseinanderzusetzen und eigene Schwerpunkte zu setzen. Begleitet wird das Programm von pädagogischen Fachkräften der Gedenkstätte, die neben fundiertem Fachwissen auch vielfältige methodische Zugänge zur Beschäftigung mit dem historischen Ort vermitteln. Neben Führungen und inhaltlichen Einblicken sind auch kreative Formate vorgesehen, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Eindrücke reflektieren können.