Gemeinsam Lösungen für die Außengastronomie im Bahnhofsviertel entwickeln

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Oberbürgermeister Josef und zuständige Dezernenten ziehen nach Rundgang positive Bilanz – rechtssichere und praktikable Lösungen im Fokus

ffm. Oberbürgermeister Mike Josef hat sich am Freitag, 18. September, gemeinsam mit den zuständigen Dezernenten Yannik Schwander, Dezernent für Verkehr, Mobilität und Logistik, Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen, Wohnen und Personal, und Martin-Benedikt Schäfer, Dezernent für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, bei einem Rundgang im Bahnhofsviertel ein Bild von der Situation der Außengastronomie gemacht. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen bei der Nutzung des öffentlichen Raums und die Frage, wie die Interessen von Gastronomie, Anwohnerinnen und Anwohnern sowie weiteren Nutzerinnen und Nutzern künftig besser miteinander in Einklang gebracht werden können.

„Heute ist deutlich geworden, dass es die neue Stadtregierung ernst meint mit der Unterstützung der Gastronomie im Bahnhofsviertel. Eine vielfältige und funktionierende Gastronomie trägt ganz wesentlich zur Belebung und Stabilisierung des Viertels bei. Unser Ziel ist deshalb, die unterschiedlichen Anforderungen an den öffentlichen Raum und die berechtigten Interessen der Gastronomie zusammenzudenken. Wir wollen eine rechtssichere, faire und praktikable Lösung entwickeln, die zugleich klare Rahmenbedingungen für die städtische Verwaltung schafft“, sagte Oberbürgermeister Josef. Zugleich stellte sich Josef ausdrücklich vor die Beschäftigten der Stadtverwaltung: „Bei allen unterschiedlichen Auffassungen über einzelne Entscheidungen gilt: Angriffe oder Beleidigungen gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt sind völlig inakzeptabel. Über unterschiedliche Positionen müssen wir sachlich miteinander sprechen.“

Die Nutzung des öffentlichen Raums ist in einer wachsenden Großstadt mit unterschiedlichen Interessen verbunden. Fußgängerinnen und Fußgänger, Rad- und Lieferverkehr, Anwohnerschaft sowie Gastronomie benötigen Raum. Im Bahnhofsviertel kommt der Außengastronomie darüber hinaus eine besondere Bedeutung zu: Belebte Straßen und attraktive gastronomische Angebote stärken den Wirtschaftsstandort und können zugleich zu mehr Aufenthaltsqualität und einem besseren subjektiven Sicherheitsgefühl beitragen.

„Das Bahnhofsviertel braucht ein vielfältiges, attraktives und qualitativ hochwertiges gastronomisches Angebot. Eine lebendige Außengastronomie trägt wesentlich zur Attraktivität und Aufenthaltsqualität des Bahnhofsviertels bei. Deshalb wollen wir die Gastronomen vor Ort unterstützen und gleichzeitig die Interessen aller am öffentlichen Raum interessierten Personengruppen wahren. Dabei stehen die Verkehrssicherheit und die gerechte Aufteilung des öffentlichen Raumes für mich klar im Fokus. Wo unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen, braucht es klare, rechtssichere und zukunftsorientierte Lösungen. Diese wollen wir gemeinsam mit allen Beteiligten sachlich und konstruktiv entwickeln“, erklärte Mobilitätsdezernent Schwander.

„Unser Ziel ist ein fairer Interessensausgleich, der die Belange der Gastronomen ebenso berücksichtigt, wie auch die Anforderungen an Sicherheit, Ordnung und einen für alle nutzbaren öffentlichen Raum. Klar ist auch: Vereinbarte Regeln müssen für alle gelten. Respektloses und aggressives Verhalten gegenüber städtischen Bediensteten, die geltendes Recht durchsetzen, ist nicht akzeptabel und stellt eine klare Grenzüberschreitung dar“, sagte der Mobilitätsdezernent.

Ordnungs- und Sicherheitsdezernent Schäfer betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines einladenden und gepflegten Umfelds: „Ein geordneter und aufgeräumter öffentlicher Raum trägt auch dazu bei, dass sich die Menschen sicherer in unserer Stadt fühlen. Dafür brauchen wir ein ordentliches städtisches Erscheinungsbild, klare Regeln und deren Einhaltung sowie eine gepflegte Außengastronomie. Deshalb freue ich mich über den Austausch mit den Gastronomen vor Ort. Denn es ist uns wichtig, dass wir gemeinsam praktikable Lösungen finden.“

„Wir bringen ein neues Förderprogramm für das Bahnhofsviertel auf den Weg. Damit sollen Grundstückseigentümer, Einzelhändler, Gastronomen und weitere ansässige Unternehmen gemeinsam Maßnahmen umsetzen können, die die Attraktivität des Stadtteils steigern. Gefördert werden sollen insbesondere Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Erweiterung des Gastronomie-, Unterhaltungs- und Kulturangebotes. Die Belebung des öffentlichen Raums und der Erdgeschosszonen gehört ebenso dazu wie die Einrichtung von sogenannten ‚Dritten Orten‘ mit sozialen und kulturellen Angeboten für den Stadtteil“, sagte Planungsdezernent Gwechenberger.

„Die positive Entwicklung des Bahnhofsviertels hat viele Facetten und wird ein Schwerpunkt der Arbeit des neuen Magistrats sein. Mit der Außengastronomie nehmen wir heute ein konkretes Thema in den Blick. Weitere werden folgen. Unser Anspruch ist, die Probleme nicht nur zu beschreiben, sondern gemeinsam mit den zuständigen Dezernaten, der Verwaltung und den Menschen vor Ort Lösungen zu entwickeln“, sagte Josef.

„Im Bahnhofsviertel besteht an verschiedenen Stellen Handlungsbedarf. Wir werden diese Themen deshalb konsequent weiterverfolgen und die notwendige Abstimmung innerhalb der Stadt vorantreiben“, sagte der Oberbürgermeister.

Fotos Marcus Gwechenberger, Martin-Benedikt Schäfer, Yasar Gür, Inhaber der Fetten Bulle, Mike Josef und Yannick Schwander im Gespräch während des Rundgangs, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes 

Marcus Gwechenberger, Martin-Benedikt Schäfer, Rahwa Bumba vom Lume Boutique Hotel, Mike Josef und Yannick Schwander während des Rundgangs im Gespräch, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes 



Marcus Gwechenberger und Martin-Benedikt Schäfer im Gespräch mit Yasar Gür von der Fettem Bulle während des Rundgangs, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes 

Nazim Alemdar (vorne rechts) in seinem Geschäft YokYok mit Yannick Schwander, Mike Josef, Martin-Benedikt Schäfer und Marcus Gwechenberger (v.l.), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Chris Christes 

Kontakt für die Medien

Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt am Main, E-Mail presse.info@stadt-frankfurt.de