Gemeinsamer Neujahrsgruß von Stadtverordnetenvorsteherin Arslaner und Oberbürgermeister Josef

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Liebe Frankfurterinnen und Frankfurter,

in den Tagen zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel schauen viele von uns auf das vergangene Jahr zurück und wagen zugleich einen Blick in die Zukunft. Wir wünschen uns sehr, dass in diesem Blick die Zuversicht überwiegt. Denn Anlass zur Sorge gibt es natürlich.

Die unterschiedlichen Entwicklungen dieser Welt im Jahr 2025 haben ihren Widerhall in unserer Stadt mit den diversen Herkunftsgeschichten ihrer Einwohnerinnen und Einwohner gefunden. In Gesprächen auf den Frankfurter Straßen und Plätzen, an den Arbeitsplätzen, in den Schulen, im Privaten und auch in unserer Stadtpolitik. Doch wir wollen, dass Frankfurt ein Ort bleibt, an dem das Trennende nicht die Überhand gewinnt. Unser Ziel ist es, das Verbindende zu suchen, aufeinander zuzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Menschen haben unterschiedliche Meinungen. Das ist gut so. Unsere gemeinsamen Werte schützen aber die Demokratie, die Freiheit und unsere Sicherheit. Rassismus und Antisemitismus dürfen bei allen Unterschieden deshalb keinen Platz in unserer Stadt haben.

In diesem Jahr haben wir eine besondere Gelegenheit, für Zusammenhalt und Demokratie einzustehen: Am 15. März findet die Kommunalwahl statt. Jede Stimme zählt – für Teilhabe und die Zukunft unserer Stadt. Nutzen Sie diese Chance, mitzugestalten, Ihre Perspektiven einzubringen und unsere Demokratie lebendig zu halten.

Eine Stärke unserer Stadt sind die internationalen Verbindungen, seien sie wirtschaftlicher, politischer oder persönlicher Natur. Die Städtepartnerschaft mit Philadelphia, die wir im vergangenen Jahr durch wechselseitige Besuche gefestigt haben, zeigt, wie wichtig es ist, gerade in Zeiten nationaler Differenzen auf kommunale Verbindungen zu setzen. Wir sind überzeugt, durch gemeinsame Projekte, insbesondere in den Schulen, wird diese Partnerschaft wachsen und die Freundschaft zwischen unseren Städten stabil bleiben.

Noch aus einem weiteren Grund ist 2026 für Frankfurt ein besonderes Jahr: Es ist das „Jahr des Engagements“. Wir wollen das Ehrenamt, das unsere Stadt lebendig und lebenswert macht, in seiner Vielfalt sichtbar und erlebbar machen. Zahlreiche Veranstaltungen werden über das Jahr verteilt stattfinden und in einer großen Abschlussfeier ihren Höhepunkt finden. Engagement zeigt sich nicht nur in großen Projekten. Es zeigt sich im Alltag: in Nachbarschaften, Schulen, Vereinen, Initiativen und überall dort, wo Menschen Zeit, Energie und Herz investieren, um anderen zu helfen. Diese vielfältigen Formen des Miteinanders machen Frankfurt liebenswert und widerstandsfähig.

Wir wollen uns 2026 nicht von Sorgen und Ängsten leiten lassen, sondern darauf vertrauen, dass die allermeisten Menschen das Gute wollen, in der Welt und ganz konkret auf der anderen Seite des Gartenzauns. Wenn wir den Menschen in unserem Alltag mit Offenheit und Wertschätzung begegnen, wenn wir in ihnen nicht das Schlechteste, sondern das Beste vermuten, dann mag das angesichts weltweiter Konflikte nur ein kleiner Schritt sein. Aber es ist der Schritt, den wir tun können. Und es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein gesundes und glückliches Jahr 2026. Lassen Sie uns Frankfurt gemeinsam weiter gestalten – eine Stadt, die verbindet und vielen Menschen Chancen bietet.

Herzliche Grüße

Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner Oberbürgermeister Mike Josef