Großes Haus Glückert

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Darmstadt

v.l.n.r. Generalsekretärin Dr. Julia Cloot und Präsident Ingo Schulze von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie Oberbürgermeister Hanno Benz und Stadtkämmerer André Schellenberg von der Wissenschaftsstadt Darmstadt bei der Unterzeichnung des Vertrages. Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung haben einen Vertrag über die Überlassung von Räumen im Großen Haus Glückert auf der Mathildenhöhe unterzeichnet.Damit kehrt die Akademie an ihren angestammten Sitz auf der Mathildenhöhe zurück – und die enge Verbindung zwischen der Stadt und einer der maßgeblichen literarischen Institutionen Deutschlands wird weiter gestärkt. Das Große Haus Glückert ist Teil des UNESCO-Welterbes Mathildenhöhe und ein zentraler Ort, an dem Geschichte und Gegenwart dieses einzigartigen Ensembles erfahrbar werden.„Mit diesem Vertragsabschluss bekennen wir uns nicht nur zum Schutz und zur Pflege eines herausragenden Kulturdenkmals, sondern auch zu seiner lebendigen kulturellen Nutzung“, sagt Oberbürgermeister und Kulturdezernent Hanno Benz. „Die Mathildenhöhe ist für Darmstadt nicht museal, sondern ein Ort des Aufbruchs, der Auseinandersetzung und der Gegenwart. Dass hier die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung wieder arbeiten wird, passt in besonderer Weise zu unserer Stadt und zu unserem Verständnis von kultureller Verantwortung.“Das Große Haus Glückert wurde 1901 von Joseph Maria Olbrich für den Hofmöbelfabrikanten Julius Glückert entworfen und gehört als bedeutendes Kulturdenkmal und Bestandteil des UNESCO-Welterbes Mathildenhöhe zu den prägenden Orten der Darmstädter Kulturgeschichte. Dass das Gebäude den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstand, verleiht ihm eine besondere Authentizität und unterstreicht seinen ursprünglichen Charakter als Ausstellungs- und Repräsentationshaus.Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat ihren Sitz in Darmstadt und widmet sich der Pflege und Förderung der deutschen Sprache und Literatur. Mit ihrer Arbeit steht sie in einer Tradition, die in Darmstadt seit jeher auf sprachliche Präzision, geistige Offenheit und kulturelle Debatte setzt.„Die Unterstützung der Akademie ist für uns Ausdruck eines kulturpolitischen Selbstverständnisses, das die Verantwortung für Sprache und Bildung ernst nimmt“, so Benz weiter. „Gerade im Geist des Jugendstils, der in Darmstadt immer auch mit Aufbruch und bürgerschaftlichem Engagement verbunden war, verstehen wir diesen Schritt als Auftrag, kulturelle Orte lebendig zu halten und weiterzuentwickeln.“Mit dem auf unbestimmte Dauer vereinbarten Vertrag unterstreicht die Wissenschaftsstadt Darmstadt, dass die Mathildenhöhe nicht nur bewahrt, sondern genutzt und weitergedacht wird. „Das Welterbe bleibt damit ein Ort der Begegnung, der Bildung und der kulturellen Arbeit – ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen“, so Benz.