Großes Kino. Jüdische Perspektiven: Filme, Gespräche und Begegnungen bei den Jüdischen Filmtagen Frankfurt 2026
ffm. Von Sonntag, 18. Oktober, bis Sonntag, 1. November, präsentieren
die Jüdischen Filmtage Frankfurt rund 30 internationale Produktionen,
zahlreiche Filmgespräche und erstmals einen Festival Hub im
Bahnhofsviertel.
Jüdisches Leben ist vielfältig, widersprüchlich, traditionsbewusst und gegenwärtig – ebenso wie das Kino, das davon erzählt. Diese Vielfalt bringt die Jüdische Gemeinde Frankfurt gemeinsam mit dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main auf die Leinwand: Rund 30 internationale Filmproduktionen sind in der Jüdischen Gemeinde sowie in Kinos und Kulturinstitutionen im gesamten Stadtgebiet zu erleben.
Das Publikum erwartet ein Kaleidoskop aus Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen und Produktionen aus Argentinien, Belarus, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Georgien, Großbritannien, Israel, Italien, Kanada, Litauen, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Spanien, Uganda, Ungarn, den USA und Zypern. So eröffnet sich ein facettenreicher Einblick in die Vielfalt und Lebendigkeit jüdischer Erfahrungen und Kulturen.
Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2016 verstehen sich die Jüdischen Filmtage nicht allein als Filmfestival, sondern als Ort der Begegnung und des Austauschs. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und eines massiven Anstiegs des Antisemitismus gewinnt dieser Anspruch besonders an Bedeutung.
„Die Jüdischen Filmtage sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft. Mit herausragendem internationalem Kino bringen sie jüdische Perspektiven und Lebenswirklichkeiten auf die Leinwand, erweitern unseren Blick und machen die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt unmittelbar erfahrbar. Zugleich schaffen sie Räume für Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Damit bereichern sie nicht nur das kulturelle Angebot Frankfurts, sondern stärken auch das demokratische Selbstverständnis einer offenen Stadtgesellschaft, in der jüdisches Leben selbstverständlich sichtbar ist“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
„Film besitzt die besondere Kraft, Menschen über Grenzen hinweg zu erreichen und jüdisches Leben in all seinen Facetten sichtbar und erfahrbar zu machen. Mit den Jüdischen Filmtagen möchten wir Neugier wecken, Austausch ermöglichen und Bilder von jüdischer Gegenwart vermitteln, die über Klischees und Zuschreibungen hinausgehen“, sagt Marc Grünbaum, Vorstandsvorsitzender und Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.
Zwei neue Sektionen: „Uncommon Ground“ und „Rituale“
Erstmals gliedert sich ein Teil des Festivalprogramms in zwei kuratierte Sektionen, in denen Kurz- und Langfilme miteinander in Beziehung treten. Die Auswahl des israelischen Filmwissenschaftlers Nir Ferber eröffnet unterschiedliche Zugänge zu Fragen von Zugehörigkeit, Glauben, Erinnerung und gesellschaftlichem Konflikt.
Die Sektion „Uncommon Ground“ beschäftigt sich mit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023, seinen Folgen und den komplexen Verflechtungen des israelisch-palästinensischen Konflikts. Die Filme verzichten auf einfache Antworten und bringen unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen miteinander ins Gespräch.
„Rituale“ richtet den Blick auf religiöse Praxis und jene besonderen Momente, in denen Tradition Zugehörigkeit stiftet und Identität formt. Die Filme erzählen von jüdischen Lebenswegen und familiären Überlieferungen, von religiösen Zeremonien und vom Umgang mit Abschied und Erinnerung.
Eröffnung mit „The Safe House“
Eröffnet werden die Jüdischen Filmtage am Sonntag, 18. Oktober, im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. Nach den Opening Drinks und der Begrüßung um 17 Uhr beginnt um 18 Uhr der Eröffnungsfilm „The Safe House“ von Lionel Baier.
Vor dem Hintergrund der Pariser Mai-Unruhen 1968 erzählt der Film aus der Perspektive des jungen Christophe von einer ungewöhnlichen jüdisch-christlichen Familie. Basierend auf den Kindheitserinnerungen des Schriftstellers Christophe Boltanski verbindet Baier Zeitgeschichte mit einer liebevoll-chaotischen Familienchronik. Im Anschluss spricht der Regisseur mit Dominique Petre vom Institut français.
Um 20.30 Uhr folgt die Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms „Necropolis“ von Keren Alexander. Der Film führt in die unterirdische Begräbniswelt des Jerusalemer Friedhofs Har HaMenuchot und begegnet dort religiöser Tradition, technologischer Innovation und den ganz praktischen Herausforderungen einer wachsenden Stadt. Zum anschließenden Filmgespräch werden Keren Alexander, Produzent Kobi Mizrahi und Regisseur Moran Rosenblatt erwartet.
Internationale Filme und prominente Gäste
Zu den weiteren Produktionen des Festivals gehören „Out of Order“ von Rani Saar, „Marianna’s Room“ von Emmanuel Finkiel, „A Goodnight Kiss“ von Giedré Zickyté und „All I Had Was Nothingness“ von Guillaume Ribot.
Ein besonderer Filmabend widmet sich „Lang ist der Weg“ aus den Jahren 1947/48. Der jiddischsprachige Film gehört zu den frühesten Produktionen jüdischer Displaced Persons und stellt das Leben von Schoa-Überlebenden im Nachkriegsdeutschland in den Mittelpunkt. Im Anschluss lesen Rachel und Beno Salamander aus jiddischen Originaltexten der „Schejres Haplejte“, des „Rests der Geretteten“. Die deutschen Übersetzungen werden von der Schauspielerin Iris Berben gelesen.
Zahlreiche Regisseurinnen, Produzentinnen und weitere Gäste begleiten ihre Filme persönlich und laden das Publikum zu Gesprächen über deren Entstehung und Themen ein.
Neuer Festival Hub im Bahnhofsviertel
Mit dem Festival Hub erhält das Festival erstmals einen zentralen Treffpunkt. In der Bar Shuka und im Cinema des 25hours Hotels The Trip entsteht ein Ort für das Davor und Danach: zum Ankommen, Diskutieren und Weiterreden.
Eine Pop-up-Bar, interaktive Formate und eine eigens entwickelte Getränkekarte greifen Motive des Festivalprogramms auf. Der Hub verbindet Film, Gespräch und Gastlichkeit und macht die Jüdischen Filmtage über die Vorführungen hinaus im Frankfurter Stadtleben sichtbar.
Während des Festivals ist das Programm an verschiedenen Orten im gesamten Stadtgebiet zu erleben. Zu den langjährigen und neuen Kooperationspartnern gehören unter anderem das Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, die Arthouse Kinos Frankfurt, das Mal Seh’n Kino, Pupille – Kino in der Uni, das Filmforum Höchst, das Instituto Cervantes, das Jüdische Museum Frankfurt und die IMA Clique.
Das vollständige Programm ist unter juedische-filmtage.com abrufbar.
Informationen zu Spielorten, Beginnzeiten und Tickets finden sich im Programm sowie auf den Webseiten der jeweiligen Veranstaltungsorte.
Bildmaterial zu den Veranstaltungen steht unter Jüdische Filmtage. Frankfurt 2026
zur Verfügung.
Kontakt für die Medien Alba Seibt, Jüdische Gemeinde Frankfurt, E-Mail presse@jg-ffm.de
Jüdisches Leben ist vielfältig, widersprüchlich, traditionsbewusst und gegenwärtig – ebenso wie das Kino, das davon erzählt. Diese Vielfalt bringt die Jüdische Gemeinde Frankfurt gemeinsam mit dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main auf die Leinwand: Rund 30 internationale Filmproduktionen sind in der Jüdischen Gemeinde sowie in Kinos und Kulturinstitutionen im gesamten Stadtgebiet zu erleben.
Das Publikum erwartet ein Kaleidoskop aus Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen und Produktionen aus Argentinien, Belarus, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Georgien, Großbritannien, Israel, Italien, Kanada, Litauen, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Spanien, Uganda, Ungarn, den USA und Zypern. So eröffnet sich ein facettenreicher Einblick in die Vielfalt und Lebendigkeit jüdischer Erfahrungen und Kulturen.
Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2016 verstehen sich die Jüdischen Filmtage nicht allein als Filmfestival, sondern als Ort der Begegnung und des Austauschs. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und eines massiven Anstiegs des Antisemitismus gewinnt dieser Anspruch besonders an Bedeutung.
„Die Jüdischen Filmtage sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft. Mit herausragendem internationalem Kino bringen sie jüdische Perspektiven und Lebenswirklichkeiten auf die Leinwand, erweitern unseren Blick und machen die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt unmittelbar erfahrbar. Zugleich schaffen sie Räume für Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Damit bereichern sie nicht nur das kulturelle Angebot Frankfurts, sondern stärken auch das demokratische Selbstverständnis einer offenen Stadtgesellschaft, in der jüdisches Leben selbstverständlich sichtbar ist“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
„Film besitzt die besondere Kraft, Menschen über Grenzen hinweg zu erreichen und jüdisches Leben in all seinen Facetten sichtbar und erfahrbar zu machen. Mit den Jüdischen Filmtagen möchten wir Neugier wecken, Austausch ermöglichen und Bilder von jüdischer Gegenwart vermitteln, die über Klischees und Zuschreibungen hinausgehen“, sagt Marc Grünbaum, Vorstandsvorsitzender und Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.
Zwei neue Sektionen: „Uncommon Ground“ und „Rituale“
Erstmals gliedert sich ein Teil des Festivalprogramms in zwei kuratierte Sektionen, in denen Kurz- und Langfilme miteinander in Beziehung treten. Die Auswahl des israelischen Filmwissenschaftlers Nir Ferber eröffnet unterschiedliche Zugänge zu Fragen von Zugehörigkeit, Glauben, Erinnerung und gesellschaftlichem Konflikt.
Die Sektion „Uncommon Ground“ beschäftigt sich mit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023, seinen Folgen und den komplexen Verflechtungen des israelisch-palästinensischen Konflikts. Die Filme verzichten auf einfache Antworten und bringen unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen miteinander ins Gespräch.
„Rituale“ richtet den Blick auf religiöse Praxis und jene besonderen Momente, in denen Tradition Zugehörigkeit stiftet und Identität formt. Die Filme erzählen von jüdischen Lebenswegen und familiären Überlieferungen, von religiösen Zeremonien und vom Umgang mit Abschied und Erinnerung.
Eröffnung mit „The Safe House“
Eröffnet werden die Jüdischen Filmtage am Sonntag, 18. Oktober, im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. Nach den Opening Drinks und der Begrüßung um 17 Uhr beginnt um 18 Uhr der Eröffnungsfilm „The Safe House“ von Lionel Baier.
Vor dem Hintergrund der Pariser Mai-Unruhen 1968 erzählt der Film aus der Perspektive des jungen Christophe von einer ungewöhnlichen jüdisch-christlichen Familie. Basierend auf den Kindheitserinnerungen des Schriftstellers Christophe Boltanski verbindet Baier Zeitgeschichte mit einer liebevoll-chaotischen Familienchronik. Im Anschluss spricht der Regisseur mit Dominique Petre vom Institut français.
Um 20.30 Uhr folgt die Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms „Necropolis“ von Keren Alexander. Der Film führt in die unterirdische Begräbniswelt des Jerusalemer Friedhofs Har HaMenuchot und begegnet dort religiöser Tradition, technologischer Innovation und den ganz praktischen Herausforderungen einer wachsenden Stadt. Zum anschließenden Filmgespräch werden Keren Alexander, Produzent Kobi Mizrahi und Regisseur Moran Rosenblatt erwartet.
Internationale Filme und prominente Gäste
Zu den weiteren Produktionen des Festivals gehören „Out of Order“ von Rani Saar, „Marianna’s Room“ von Emmanuel Finkiel, „A Goodnight Kiss“ von Giedré Zickyté und „All I Had Was Nothingness“ von Guillaume Ribot.
Ein besonderer Filmabend widmet sich „Lang ist der Weg“ aus den Jahren 1947/48. Der jiddischsprachige Film gehört zu den frühesten Produktionen jüdischer Displaced Persons und stellt das Leben von Schoa-Überlebenden im Nachkriegsdeutschland in den Mittelpunkt. Im Anschluss lesen Rachel und Beno Salamander aus jiddischen Originaltexten der „Schejres Haplejte“, des „Rests der Geretteten“. Die deutschen Übersetzungen werden von der Schauspielerin Iris Berben gelesen.
Zahlreiche Regisseurinnen, Produzentinnen und weitere Gäste begleiten ihre Filme persönlich und laden das Publikum zu Gesprächen über deren Entstehung und Themen ein.
Neuer Festival Hub im Bahnhofsviertel
Mit dem Festival Hub erhält das Festival erstmals einen zentralen Treffpunkt. In der Bar Shuka und im Cinema des 25hours Hotels The Trip entsteht ein Ort für das Davor und Danach: zum Ankommen, Diskutieren und Weiterreden.
Eine Pop-up-Bar, interaktive Formate und eine eigens entwickelte Getränkekarte greifen Motive des Festivalprogramms auf. Der Hub verbindet Film, Gespräch und Gastlichkeit und macht die Jüdischen Filmtage über die Vorführungen hinaus im Frankfurter Stadtleben sichtbar.
Während des Festivals ist das Programm an verschiedenen Orten im gesamten Stadtgebiet zu erleben. Zu den langjährigen und neuen Kooperationspartnern gehören unter anderem das Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, die Arthouse Kinos Frankfurt, das Mal Seh’n Kino, Pupille – Kino in der Uni, das Filmforum Höchst, das Instituto Cervantes, das Jüdische Museum Frankfurt und die IMA Clique.
Das vollständige Programm ist unter juedische-filmtage.com
Informationen zu Spielorten, Beginnzeiten und Tickets finden sich im Programm sowie auf den Webseiten der jeweiligen Veranstaltungsorte.
Bildmaterial zu den Veranstaltungen steht unter Jüdische Filmtage. Frankfurt 2026
Kontakt für die Medien Alba Seibt, Jüdische Gemeinde Frankfurt, E-Mail presse@jg-ffm.de