Grün und Gesundheit: Frankfurt ist Gastgeberin des Bundeskongresses der grünen Verbände

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Mehr als 150 Fachleute aus Kommunen, Planungspraxis und der grünen Branche werden von Donnerstag, 11., bis Samstag, 13. Juni, in Frankfurt am Main erwartet. Die Stadt ist Gastgeberin des Bundeskongresses der Grünen Fachverbände sowie der zeitgleich stattfindenden 68. Gartenamtsleiterkonferenz des Vereins Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz (GALK). Beide Veranstaltungen finden jährlich statt.

Nach 2008 und 2018 richtet Frankfurt den Kongress bereits zum dritten Mal aus. Unter dem Titel „Wert des Grüns – gesundheitliche und soziale Potenziale“ widmet sich der Bundeskongress der Bedeutung von Grünflächen für Gesundheit, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ausrichterin ist die GALK, der Zusammenschluss der kommunalen Grünflächenverwaltungen in Deutschland. Über die Fachkommission Stadtgrün unterstützt die GALK den Deutschen Städtetag in fachlichen Fragen.

„Dass sich kommunale Grünplanung und grüne Branche regelmäßig austauschen, ist zentral für die Zukunft unserer Städte. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, wie Klimaanpassung, Flächendruck, soziale Ungleichheiten und wachsende Gesundheitsbelastungen, lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Ich wünsche den Teilnehmer:innen inspirierende Diskussionen und viele neue Impulse“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.

Zapf-Rodríguez wird die Gäste bereits am Donnerstagabend bei einem Empfang im Kaisersaal des Römers willkommen heißen und am Freitag den Bundeskongress eröffnen. „Ich freue mich sehr, dass Frankfurt erneut Gastgeberin dieses wichtigen Austauschs zwischen Kommunen, grüner Branche und Wissenschaft ist. Wo Hitzesommer zur neuen Normalität werden, zeigt sich der Wert von Parks, Gärten und Stadtbäumen besonders deutlich: Sie sind natürliche Klimaanlagen, Wasserspeicher und Lebensräume und zugleich eine wichtige Grundlage für Gesundheit, Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt“, sagt Zapf-Rodríguez.

Veranstaltungsort der mehrtägigen Tagung ist das Zoogesellschaftshaus. Den Auftakt bildet am Donnerstag, 11. Juni, die 68. Gartenamtsleiterkonferenz mit der Mitgliederversammlung der GALK. Höhepunkt ist der gemeinsame Bundeskongress am Freitag, 12. Juni, an dem neben der GALK acht weitere Fachverbände beteiligt sind. Am Samstag, 13. Juni, stehen Exkursionen zu ausgewählten Frankfurter Grünanlagen auf dem Programm. Die Vorträge und Diskussionen eröffnen einen interdisziplinären Blick auf die Wechselwirkungen zwischen Grün und Gesundheit. Auf dem Programm stehen unter anderem neue Erkenntnisse über die Auswirkungen urbaner Grünflächen auf das menschliche Gehirn. Weitere Themen sind allergikerfreundliche Bepflanzungskonzepte sowie die zunehmende Verbreitung der Asiatischen Tigermücke im Rhein-Main-Gebiet.

Heike Appel, Leiterin des Frankfurter Grünflächenamtes und Vizepräsidentin der GALK, betont: „Der persönliche Austausch ist von enormem Wert, um anhand konkreter Praxisbeispiele voneinander zu lernen und das eigene Handeln weiterzuentwickeln. Gemeinsam erarbeiten wir Positionen, die uns mit einer Stimme sprechen lassen – das ist wichtig, um im öffentlichen Diskurs Gehör zu finden.“

Im vergangenen Jahr war die Kulturhauptstadt 2025 Chemnitz Gastgeberin des Bundeskongresses. 2027 wird die Veranstaltung im Ruhrgebiet stattfinden und an die erste interkommunale und dezentrale Internationale Gartenausstellung (IGA) angebunden sein.

Ein besonderes Jubiläum wird in diesem Jahr ebenfalls gewürdigt: Der Arbeitskreis Stadtbaum der GALK besteht seit 50 Jahren. Aus diesem Anlass wurde im Mai nahe der Alten Oper ein „Malus tschonoskii“, auch Wollapfelbaum genannt, gepflanzt. Die Baumart gilt als robust, pflegeleicht und besonders anpassungsfähig gegenüber klimatischen Veränderungen.

Foto Ein neuer Stadtbaum für Frankfurt wurde anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Arbeitskreises Stadtbaum gepflanzt, Copyright: Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main