Grünes Kraftwerk im Nachhaltigen Gewerbegebiet übertrifft Zielmarke 

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Mehr als drei Megawattpeak klimafreundliche Energie installiert

ffm. Das Grüne Kraftwerk des Nachhaltigen Gewerbegebiets Fechenheim-Nord/Seckbach hat einen Meilenstein erreicht: Die installierte Leistung klimafreundlicher Energieerzeugungsanlagen hat mit 3353 Kilowattpeak (kWp) das ambitionierte Ziel von drei Megawattpeak (MWp) bis 2025 nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen.

Das Grüne Kraftwerk ist ein virtuelles Projekt, das die von den beteiligten Unternehmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet klimafreundlich erzeugte Elektrizität und Wärme online sichtbar macht. Das Vorhaben wurde 2019 von der Stadt Frankfurt gestartet, um Unternehmen zu motivieren, klimafreundliche Energie selbst zu produzieren. Ziel war es, die erzeugte Leistung klimafreundlicher Energieformen bis 2025 zu verdoppeln und die erzielten Fortschritte unmittelbar sichtbar zu machen. Unter frankfurter-osten.de  zeigt eine animierte Karte des Gebiets, welche Leistung die unterschiedlichen Anlagen erbringen, wie viel CO2 eingespart wird und wann die Anlage in Betreib ging.

Einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der Zielmarke leistet die in diesem Jahr in Betrieb gegangene 750-kWp-Photovoltaikanlage auf dem Dach des Equinix-Rechenzentrums FR2. Mit einer Modulfläche von rund 3600 Quadratmetern erzeugt die Anlage jährlich etwa 690.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom, der zu 100 Prozent direkt vor Ort genutzt wird. Dadurch leistet sie einen konkreten Beitrag zur Reduzierung des externen Strombezugs und zur Senkung von CO2-Emissionen.

Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, sagt: „Das Grüne Kraftwerk zeigt eindrucksvoll, dass Investitionen in erneuerbare Energien ökologische Wirkung und wirtschaftlichen Nutzen zugleich schaffen können. Die erreichte Leistung von mehr als 3,35 Megawattpeak zeigt, welches Potenzial für die Energiewende in Frankfurts Unternehmen steckt. Als Stadt unterstützen wir die Unternehmen auf diesem Weg mit Beratung, Förderung und konkreten Angeboten des Klimareferates.“

Claus Lauth, Klimamanager des Nachhaltigen Gewerbegebiets, sagt: „Ich freue mich, dass die beteiligten Unternehmen das Ziel von 3 MWp an installierter klimafreundlicher Leistung im Grünen Kraftwerk übertroffen haben. Solaranlagen und weitere Bausteine der Energiewende ermöglichen es auch Unternehmen, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu verringern und damit wettbewerbsfähiger sowie zukunftssicherer zu werden.“

Intelligente Energielösungen für mehr Wirtschaftlichkeit

Ein weiterer Baustein für mehr Wirtschaftlichkeit sind Stromspeicher und IT-gestützte Energiemanagementsysteme. Diese helfen, den Eigenverbrauch zu optimieren, Lastspitzen zu glätten und Strompreisschwankungen zu nutzen. Hinzu kommen Möglichkeiten, durch den Einsatz von Wärmepumpen und E-Mobilität die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.

Modelle ohne eigenes Investment

Wenn Unternehmen nicht selbst in eine Solaranlage investieren möchten, können sie über verschiedene Modelle trotzdem von den Vorteilen der Energiewende profitieren. Bei Power Purchase Agreements etwa kaufen Kundinnen und Kunden langfristig Strom aus erneuerbaren Quellen. Beim gewerblichen Mieterstrommodell entsteht die Elektrizität auf oder in unmittelbarer Nähe der Gewerbeimmobilie. Daneben kommen auch andere Modelle wie Photovoltaik-Contracting, Dachpacht mit Stromlieferung oder die reine Dachverpachtung in Betracht.

Unterstützung für Solarprojekte

Unternehmen erhalten umfassende Unterstützung für ihre Solarprojekte. So gewährt die Stadt mit ihrem Förderprogramm „Klimabonus“  Zuschüsse zwischen 20 und 30 Prozent für Solaranlagen. Unterstützt werden ebenfalls Batteriespeicher, private Ladesäulen, Gründächer, Entsiegelungen, Begrünungen und Projekte zum Regenwassermanagement. Unter frankfurt.de || Klimabonus  finden sich unten verschiedene Informationsangebote einschließlich Listen von Fachbetrieben. Die Landesenergieagentur Hessen bietet zusätzlich eine unentgeltliche Impulsberatung für Unternehmen  an. Interessierte wenden sich hierfür per E-Mail an solar@lea-hessen.de .

Über das Nachhaltige Gewerbegebiet Das Pilotprojekt „Nachhaltiges Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach“ wurde 2016 ins Leben gerufen, um den Standort im Frankfurter Osten gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen im Sinne der Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln. Hierfür wurde ein Standortbüro als Teil einer Kooperation zwischen der städtischen Wirtschaftsförderung und des Klimareferats eingerichtet, das die Unternehmen vor Ort tatkräftig bei dieser Transformation unterstützt.

Foto Screenshot des Grünen Kraftwerks, Copyright: Stadt Frankfurt am Main 

Kontakt für die Medien Klimareferat, Telefon 069/212-39193 , E-Mail presse.klimareferat@stadt-frankfurt.de 

Claus Lauth, Klimamanagement Nachhaltiges Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach, Telefon 069/212-75383 , E-Mail claus.lauth@stadt-frankfurt.de