Grüße aus Griesheim: Personenunterführung Ost wieder offen und einladend gestaltet
ffm. Mit rund 13.000 Nutzerinnen und Nutzern täglich war die
Personenunterführung (PU) Ost am Bahnhof Griesheim bis zu ihrer
Sperrung für eine umfassende Sanierung stark frequentiert. Seit Juli
2024 bis Ende November 2025 wurde sie nun in einem Gemeinschaftsprojekt
der Deutschen Bahn (DB) und der Stadt Frankfurt, vertreten durch das Amt
für Straßenbau und Erschließung (ASE), grundlegend saniert und
optisch aufgewertet.
Wer jetzt die Gleise unterquert, den erwartet eine optisch und funktional aufgewertete Unterführung. Nichts ist mehr übrig von dem dunklen und in die Jahre gekommenen Bauwerk. Eine barrierefreie Erschließung mit Rampen war aus Platzgründen nicht möglich, weshalb Aufzüge auf der Nord- und Südseite diese Funktion übernehmen.
Der Sanierung voraus ging ein künstlerischer Wettbewerb zur Gestaltung der Personenunterführung, der gemeinsam von Kultur- und Mobilitätsdezernat ins Leben gerufen wurde. Aus diesem ging der Entwurf „Grüße aus Griesheim“ des Frankfurter Künstlers Anselm Baumann als Sieger hervor.
„Wir freuen uns sehr, dass wir die sanierte und optisch aufgewertete Personenunterführung heute wieder ihrem eigentlichen Zweck zur Verfügung stellen können: Menschen den Zugang zur Bahn ermöglichen und sie fußläufig schnell vom Norden in den Süden Griesheims - und umgekehrt – kommen zu lassen“, sagt Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert.
Beim Blick auf die Unterführung aus Richtung Norden fällt sofort die neue, fächerförmige Treppenanlage in den Blick. Sie wirkt einladender und lässt mehr Tageslicht hineinfallen, als vor der Sanierung. Wer die Stufen hinuntergeht, den strahlen die mit Emojis gestalteten Fliesen nach dem Entwurf des Künstlers Anselm Baumann an. Die neue Beleuchtung sorgt in Verbindung mit der künstlerischen Gestaltung dafür, dass die PU Ost freundlich und einladend wirkt.
Kulturdezernentin Ina Hartwig sagt: „Dem Frankfurter Künstler Anselm Baumann ist es gelungen, diesen einst unübersichtlich und abweisend wirkenden Ort zu verwandeln und ihm eine positive Ausstrahlung zu verleihen. Seine Arbeit fügt sich hervorragend in das neue bauliche Gesamtkonzept des Bahnhofs ein. Er arbeitet mit Emojis; diesen kleinen digitalen Botschaftern, die uns allen vertraut sind und die hier zu monumentalen, unscharfen Pixeln stilisiert werden. Sie formen sich in der Distanz zu einem lachenden Gesicht – und bringen auch uns zum Lächeln. Durch diese humorvoll-poppige Gestaltung öffnet sich der tunnelartige Raum optisch und wirkt positiv. Großartig!“
Der Künstler Anselm Baumann selbst ergänzt: „Es macht Spaß, beim Laufen zu entdecken, dass hier Bilder entstehen. Denn beim Gehen merken wir, dass sich die Kacheln, je nachdem wo wir stehen, in lächelnde Emojis verwandeln. Diese Smilies lassen sich super für Selfies nutzen und an unsere Freundinnen und Freunde versenden.“
Schwierige Phase nach Abriss der Omegabrücke – Behelfsbrücke errichtet
Die Planungen von DB und ASE zur Sanierung der Personenunterführung wären auch schon ohne den im Herbst 2023 plötzlich notwendig gewordenen Abriss der Omegabrücke kompliziert gewesen. Der schlechte bauliche Zustand der Unterführung, Verläufe von Leitungen im Untergrund, die Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs während der Bauzeit sowie mögliche Kampfmittel im Boden stellten bereits erhebliche Herausforderungen für alle Beteiligten dar.
Der aufgrund statischer Probleme plötzlich notwendig gewordene Abriss der Omegabrücke forderte die Planer indes erneut auf besondere Weise. Schließlich war die Omegabrücke für die Zeit der Sperrung der PU Ost als Alternative, um die Gleise zu überqueren, fest eingeplant.
Letztlich wurde eine Lösung gefunden: Auf Veranlassung der Stadt Frankfurt, die auch die Kosten trägt, wurde eine Behelfsbrücke errichtet, die eine barrierefreie Querung der Gleise während der Sanierung der PU Ost ermöglichte.
Die Behelfsbrücke bleibt auch nach der nun erfolgten Wiedereröffnung der PU Ost bestehen.
Hintergrundinformationen zum barrierefreien Umbau des Bahnhofs Griesheim
Arbeiten in zwei Bauphasen
Bauphase 1: Juli 2024 bis November 2025 Bauphase 2: Oktober 2025 bis Mai 2027
Arbeiten in Bauphase 1:
Ertüchtigung und Modernisierung Personenunterführung Ost (Fliesenkunstwerk) Aufzüge auf Nord- und Südseite Neue fächerförmige Treppenanlage Nordseite und Ertüchtigung Treppenanalage Südseite Neue Beleuchtung Anschlüsse der Vorplätze an den Bestand
Arbeiten in Bauphase 2:
Barrierefreie Rampe zum Hausbahnsteig Süd (daher dann erst richtige Barrierefreiheit erreicht), Bahnsteigüberdachung, Abriss und Neubau PU West (DB-Eigentum) inkl. Neubau von zwei Aufzügen Erneuerung Bahnsteigausstattung inkl. Bahnsteigerhöhung Betonschalthaus am Stellwerk für die Leittechnik
Baukosten insgesamt: voraussichtlich rund 30 Millionen Euro
Land Hessen: rund 19 Millionen Euro Stadt Frankfurt: rund 7,5 Millionen Euro DB: rund 2 Millionen Euro RMV: rund 1 Millionen Euro
Weitere Informationen zum Umbau des Bahnhofs Griesheim finden sich unter Bauprojekt Frankfurt-Griesheim Bahnhof.
Fotos Stadträtin Ina Hartwig und Stadtrat Wolfgang Siefert eröffnen gemeinsam mit Stefan Schwinn, Regionalleiter Personenbahnhöfe Deutsche Bahn, und Künstler Anselm Baumann die modernisierte Personenunterführung Ost am Bahnhof Griesheim, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Ein Selfie, bitte (v.l.): Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert, Künstler Anselm Baumann und Kulturdezernentin Ina Hartwig, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Künstler Anselm Baumann in der neugestalteten Personenunterführung, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Wer jetzt die Gleise unterquert, den erwartet eine optisch und funktional aufgewertete Unterführung. Nichts ist mehr übrig von dem dunklen und in die Jahre gekommenen Bauwerk. Eine barrierefreie Erschließung mit Rampen war aus Platzgründen nicht möglich, weshalb Aufzüge auf der Nord- und Südseite diese Funktion übernehmen.
Der Sanierung voraus ging ein künstlerischer Wettbewerb zur Gestaltung der Personenunterführung, der gemeinsam von Kultur- und Mobilitätsdezernat ins Leben gerufen wurde. Aus diesem ging der Entwurf „Grüße aus Griesheim“ des Frankfurter Künstlers Anselm Baumann als Sieger hervor.
„Wir freuen uns sehr, dass wir die sanierte und optisch aufgewertete Personenunterführung heute wieder ihrem eigentlichen Zweck zur Verfügung stellen können: Menschen den Zugang zur Bahn ermöglichen und sie fußläufig schnell vom Norden in den Süden Griesheims - und umgekehrt – kommen zu lassen“, sagt Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert.
Beim Blick auf die Unterführung aus Richtung Norden fällt sofort die neue, fächerförmige Treppenanlage in den Blick. Sie wirkt einladender und lässt mehr Tageslicht hineinfallen, als vor der Sanierung. Wer die Stufen hinuntergeht, den strahlen die mit Emojis gestalteten Fliesen nach dem Entwurf des Künstlers Anselm Baumann an. Die neue Beleuchtung sorgt in Verbindung mit der künstlerischen Gestaltung dafür, dass die PU Ost freundlich und einladend wirkt.
Kulturdezernentin Ina Hartwig sagt: „Dem Frankfurter Künstler Anselm Baumann ist es gelungen, diesen einst unübersichtlich und abweisend wirkenden Ort zu verwandeln und ihm eine positive Ausstrahlung zu verleihen. Seine Arbeit fügt sich hervorragend in das neue bauliche Gesamtkonzept des Bahnhofs ein. Er arbeitet mit Emojis; diesen kleinen digitalen Botschaftern, die uns allen vertraut sind und die hier zu monumentalen, unscharfen Pixeln stilisiert werden. Sie formen sich in der Distanz zu einem lachenden Gesicht – und bringen auch uns zum Lächeln. Durch diese humorvoll-poppige Gestaltung öffnet sich der tunnelartige Raum optisch und wirkt positiv. Großartig!“
Der Künstler Anselm Baumann selbst ergänzt: „Es macht Spaß, beim Laufen zu entdecken, dass hier Bilder entstehen. Denn beim Gehen merken wir, dass sich die Kacheln, je nachdem wo wir stehen, in lächelnde Emojis verwandeln. Diese Smilies lassen sich super für Selfies nutzen und an unsere Freundinnen und Freunde versenden.“
Schwierige Phase nach Abriss der Omegabrücke – Behelfsbrücke errichtet
Die Planungen von DB und ASE zur Sanierung der Personenunterführung wären auch schon ohne den im Herbst 2023 plötzlich notwendig gewordenen Abriss der Omegabrücke kompliziert gewesen. Der schlechte bauliche Zustand der Unterführung, Verläufe von Leitungen im Untergrund, die Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs während der Bauzeit sowie mögliche Kampfmittel im Boden stellten bereits erhebliche Herausforderungen für alle Beteiligten dar.
Der aufgrund statischer Probleme plötzlich notwendig gewordene Abriss der Omegabrücke forderte die Planer indes erneut auf besondere Weise. Schließlich war die Omegabrücke für die Zeit der Sperrung der PU Ost als Alternative, um die Gleise zu überqueren, fest eingeplant.
Letztlich wurde eine Lösung gefunden: Auf Veranlassung der Stadt Frankfurt, die auch die Kosten trägt, wurde eine Behelfsbrücke errichtet, die eine barrierefreie Querung der Gleise während der Sanierung der PU Ost ermöglichte.
Die Behelfsbrücke bleibt auch nach der nun erfolgten Wiedereröffnung der PU Ost bestehen.
Hintergrundinformationen zum barrierefreien Umbau des Bahnhofs Griesheim
Arbeiten in zwei Bauphasen
Bauphase 1: Juli 2024 bis November 2025 Bauphase 2: Oktober 2025 bis Mai 2027
Arbeiten in Bauphase 1:
Ertüchtigung und Modernisierung Personenunterführung Ost (Fliesenkunstwerk) Aufzüge auf Nord- und Südseite Neue fächerförmige Treppenanlage Nordseite und Ertüchtigung Treppenanalage Südseite Neue Beleuchtung Anschlüsse der Vorplätze an den Bestand
Arbeiten in Bauphase 2:
Barrierefreie Rampe zum Hausbahnsteig Süd (daher dann erst richtige Barrierefreiheit erreicht), Bahnsteigüberdachung, Abriss und Neubau PU West (DB-Eigentum) inkl. Neubau von zwei Aufzügen Erneuerung Bahnsteigausstattung inkl. Bahnsteigerhöhung Betonschalthaus am Stellwerk für die Leittechnik
Baukosten insgesamt: voraussichtlich rund 30 Millionen Euro
Land Hessen: rund 19 Millionen Euro Stadt Frankfurt: rund 7,5 Millionen Euro DB: rund 2 Millionen Euro RMV: rund 1 Millionen Euro
Weitere Informationen zum Umbau des Bahnhofs Griesheim finden sich unter Bauprojekt Frankfurt-Griesheim Bahnhof
Fotos Stadträtin Ina Hartwig und Stadtrat Wolfgang Siefert eröffnen gemeinsam mit Stefan Schwinn, Regionalleiter Personenbahnhöfe Deutsche Bahn, und Künstler Anselm Baumann die modernisierte Personenunterführung Ost am Bahnhof Griesheim, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Ein Selfie, bitte (v.l.): Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert, Künstler Anselm Baumann und Kulturdezernentin Ina Hartwig, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Künstler Anselm Baumann in der neugestalteten Personenunterführung, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß