Gut durch heiße Tage kommen: Gesundheitsamt und Klimareferat informieren am Hitzeaktionstag an der Hauptwache

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Heiße Tage gehören längst zum Frankfurter Sommer. Was viele unterschätzen: Hitze kann den Körper stark belasten – und sie betrifft nicht nur ältere oder vorerkrankte Menschen. Auch Kinder, Schwangere, Menschen, die im Freien arbeiten, Personen mit bestimmten Medikamenten oder Menschen in psychisch belastenden Situationen können besonders empfindlich reagieren. Gleichzeitig gibt es viele einfache Möglichkeiten, sich selbst und andere besser zu schützen.

Zum bundesweiten Hitzeaktionstag am Donnerstag, 11. Juni, laden das Gesundheitsamt Frankfurt am Main und das Klimareferat Frankfurt deshalb zu einer gemeinsamen Aktion an die Insel für Klima und Nachhaltigkeit – kurz Klimainsel – bei der Hauptwache ein. Von 14 bis 17 Uhr können sich Bürgerinnen und Bürger dort rund um das Thema Hitze informieren, Fragen stellen, praktische Tipps mitnehmen und selbst aktiv werden.

Die Aktion ist Teil einer Informationswoche rund um das Thema Hitze: In der gesamten zweiten Juni-Woche wird es an verschiedenen Orten im Frankfurter Stadtgebiet Infostände geben, die über gesundheitliche Risiken durch Hitze informieren und zeigen, wie man sich selbst und andere an heißen Tagen besser schützen kann.

„Hitze ist nicht nur ein Wetterthema. Hitze ist ein Gesundheitsthema“, sagt Kirsten Duggan aus dem Gesundheitsamt Frankfurt. „Wir möchten Menschen dabei unterstützen, Warnzeichen früh zu erkennen, den eigenen Alltag besser an heiße Tage anzupassen und auch auf andere zu achten. Oft helfen schon kleine Veränderungen: ausreichend trinken, direkte Sonne meiden, Medikamente richtig lagern, Wohnräume möglichst kühl halten und bei Beschwerden rechtzeitig Hilfe holen.“

Das Gesundheitsamt informiert vor Ort unter anderem zu den Themen Gesundheit und Hitze, Medikamente und Hitze, Schwangerschaft und Hitze sowie zum wichtigen Miteinander in der Stadt: Woran erkennt man, dass jemand unter Hitze leidet? Wann sollte man Hilfe anbieten? Und welche Symptome können auf einen Hitzschlag oder eine ernsthafte Belastung hinweisen?

Auch die Asiatische Tigermücke ist Thema am Stand des Gesundheitsamtes. Durch wärmere Temperaturen breitet sie sich auch in Frankfurt weiter aus. Bürgerinnen und Bürger erfahren, wie Mückenmonitoring funktioniert, warum kleine Wasseransammlungen rund ums Haus eine Rolle spielen und was jede und jeder selbst tun kann, um Brutstätten zu vermeiden.

Das Klimareferat zeigt, wie sich die Stadt und das eigene Umfeld besser an Hitze anpassen lassen. Mit dabei sind unter anderem Informationen zu Gebäudebegrünung, der Förderung durch das städtische Programm Klimabonus und der spielerische Verhaltenscheck mit der App Klima-Taler. Außerdem können Besucherinnen und Besucher mit einem Infrarot-Messgerät selbst aktiv werden und testen, wie stark sich verschiedene Oberflächen aufheizen.

Begleitend zum Hitzeaktionstag lädt außerdem die Veranstaltung „Offenes Daten-Atelier“ dazu ein, Hitze in Frankfurt aus einer weiteren Perspektive zu betrachten: Mithilfe einer interaktiven Karte können Interessierte erkunden, wo Hitze in der Stadt besonders spürbar wird und welche Rolle Daten dabei spielen können, Klimaanpassung besser zu verstehen. Die Veranstaltung findet im „display – Raum für digitale Praxis“ statt, einem städtischen Ort, der digitale Projekte, Workshops und Infoveranstaltungen in Frankfurt sichtbar macht.

„Hitze wird in der Stadt besonders spürbar: auf Plätzen und Straßen, durch Dächer und steinerne Fassaden“, sagt Lara-Maria Mohr aus dem Klimareferat. Sie ist unter anderem für das Förderprogramm „Klimabonus“ zuständig. „Wer versteht, wo Hitze entsteht und was dagegen helfen kann, kann im eigenen Alltag und im eigenen Umfeld viel bewirken. Begrünung, Schatten, helle Flächen und bewusstes Verhalten machen einen Unterschied.“

Die gemeinsame Aktion soll zeigen: Hitzeschutz beginnt nicht erst bei einer Hitzewarnung. Er beginnt mit Wissen, Vorbereitung und Aufmerksamkeit füreinander. Wer gut informiert ist, kommt sicherer, entspannter und gesünder durch heiße Tage.

Interessierte können am Donnerstag, 11. Juni, zwischen 14 und 17 Uhr die Klimainsel an der Hauptwache besuchen.

Weitere Informationen und Veranstaltungen im Stadtgebiet zum Hitzeaktionstag finden sich unter hitzeaktionstag.de 

Kontakt für die Medien Niklas Simon, Kommunikation, Wissenschaft und Gesundheitsförderung, Gesundheitsamt, Telefon 069/212-45205 , E-Mail niklas.simon@stadt-frankfurt.de