Hanauer Hauptbahnhofquartier im Wandel: Stadt lädt zum Stadtteil-Spaziergang ein

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Hanau

Bürgermeister Dr. Bieri begleitet Rundgang am 26. September / Online-Beteiligung für alle geöffnet

Hanau. Das Hauptbahnhofquartier ist im Wandel. Mit zahlreichen Projekten verändert die Stadt Hanau das Umfeld des Hauptbahnhofs in den kommenden Jahren. Wie diese Entwicklungen zusammenspielen und welche Perspektiven sich daraus für das Quartier ergeben, steht im Mittelpunkt eines Stadtteil-Spaziergangs am Samstag, 26. September. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri begleitet den Rundgang und lädt zum gemeinsamen Austausch über die Entwicklungspläne ein. "Mit der Weiterentwicklung des Hauptbahnhofquartiers können wir in den nächsten zehn bis 15 Jahren für die Stadt Hanau viel bewegen. Mit der Umgestaltung des Vorplatzes, dem Bau eines neuen Stadtquartiers und neuen Bildungs- und Beratungsangeboten kann sich der Charakter grundlegend verändern, sodass hier endlich ein Ort entsteht, wo man sich gern aufhält", so Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. "Bei dem Spaziergang machen wir diese Entwicklungen sichtbar und bieten Raum für Gespräche darüber, wie das Quartier künftig aussehen und funktionieren soll." Treffpunkt für den Stadtteil-Spaziergang ist am Samstag, 26. September, um 11 Uhr am "Teo"-Supermarkt vor dem Eingang zum Hauptbahnhof. Von hier führt der Spaziergang zu fünf Stationen, die für die Entwicklung des Quartiers von besonderer Bedeutung sind. Los geht es auf dem Hauptbahnhofsvorplatz, der künftig städtebaulich und verkehrlich neu gedacht werden soll. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem ein neuer Busbahnhof, neue Mobilitätsangebote und eine höhere Aufenthaltsqualität. An der Hauptbahnhofbrücke und der Hauptradwegeroute geht es um das derzeit größte Infrastrukturprojekt der Stadt Hanau. Der Ersatzneubau der Brücke soll Ende 2026 für den Verkehr freigegeben werden und verbessert künftig die Bedingungen für Auto-, Rad- und Fußverkehr sowie die Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt. Die Christuskirche steht für eine weitere wichtige Entwicklung im Quartier. Die denkmalgeschützte Kirche soll als "Diakoniekirche" zu einem sozialen Zentrum mit Beratungsangeboten und einem öffentlich zugänglichen Treffpunkt weiterentwickelt werden. Auf dem Heraeus-Quarzglas-Areal entsteht perspektivisch ein neues, urbanes Quartier mit unterschiedlichen Nutzungen und neuen Wegeverbindungen. Die ehemaligen Industriegebäude sind aktuell schon weitgehend zurückgebaut. Finale Station des Rundgangs ist das künftige "Haus rund um das Erwerbsleben" gegenüber dem Hauptbahnhof. Mit dem Baustart 2027 entsteht hier an zentraler Stelle ein neues Dienstleistungszentrum für die Bürgerinnen und Bürger. Das Jobcenter Hanau, das städtische Sozialamt, das Amt für Wohnhilfen und Rentenangelegenheiten sowie die Volkshochschule Hanau werden hier unter einem Dach zusammengeführt. Nach dem Rundgang ist in der Kantine auf dem Gelände der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) an der Daimlerstraße 5 Zeit für einen gemeinsamen Austausch. Dort können Fragen gestellt, Eindrücke diskutiert und weitere Ideen eingebracht werden. Langfristige Perspektiven fürs Hauptbahnhofquartier entwickeln Der Stadtteil-Spaziergang ist Teil des Beteiligungsprozesses zum Fördergebiet "Transformation Hauptbahnhofquartier" und der damit einhergehenden Erarbeitung eines "Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts" (ISEK). Das rund 30 Hektar große Fördergebiet wurde im vergangenen Jahr in das Städtebauförderprogramm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" von Bund und Land Hessen aufgenommen. Ziel ist es, die unterschiedlichen Entwicklungen im Quartier zusammenzuführen und langfristige Perspektiven unter anderem für Städtebau, Mobilität, öffentliche Räume, Klimaanpassung und Begrünung zu entwickeln. Der Stadtteil-Spaziergang beginnt am Samstag, 26. September, um 11 Uhr am Teo vor dem Eingang zum Hauptbahnhof. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist grundsätzlich nicht erforderlich, aber wünschenswert unter zukunft@hanau.de. Online-Beteiligung für alle Interessierten Ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses ist die Beteiligung der Menschen. Deshalb bietet die Stadt Hanau neben dem Spaziergang auch eine Online-Beteiligung auf https://zukunft-hanau.de/transformation_hauptbahnhofquartier/ an. Hier können sich alle Interessierten von Mitte September bis Mitte Oktober einbringen, unabhängig davon, ob sie am 26. September dabei sein können. Gefragt sind insbesondere Hinweise, Wünsche und Ideen zur künftigen Entwicklung des Hauptbahnhofquartiers. "Wir wollen möglichst viele Perspektiven in den weiteren Planungsprozess einbeziehen. Deshalb ist die Online-Beteiligung genauso wichtig wie der direkte Austausch vor Ort", betont Dr. Bieri. "Wer keine Zeit für den Spaziergang hat, kann seine Ideen online einbringen. Und natürlich freuen wir uns ebenso über alle, die uns am 26. September begleiten und mit uns durch das Quartier gehen."     Hintergrund: Transformation Hauptbahnhofquartier Das Hauptbahnhofquartier wurde 2025 in das Städtebauförderprogramm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" aufgenommen. Das rund 30 Hektar große Fördergebiet umfasst im Wesentlichen das Areal nordöstlich des Hauptbahnhofs zwischen Dettinger Straße und Heideäcker. Die Stadt kalkuliert aktuell mit rund 18 Millionen Euro an förderfähigen Ausgaben im Rahmen des Förderprogramms über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren. Die endgültige Abgrenzung des Fördergebiets wird im Rahmen des ISEK festgelegt. Die Entwicklung des Quartiers vereinigt zentrale Vorhaben der Hanauer Stadtentwicklung. Dazu gehören unter anderem die geplante Neuordnung und Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes, neue Mobilitätsangebote, die Weiterentwicklung des Parkraumkonzepts sowie die Entwicklung des ehemaligen Heraeus-Quarzglas-Areals. Hier sollen perspektivisch unterschiedliche Nutzungen möglich werden und bestehende Industriearchitektur teilweise erhalten bleiben. Der demnächst beginnende Bau des modernen "Haus rund um das Erwerbsleben" ist ein weiterer wichtiger Baustein der Entwicklung rund um den Hauptbahnhof.   Hintergrund: Städtebauförderprogramm "Wachstum und Nachhaltige Erneuerung" Das Förderprogramm "Wachstum und Nachhaltige Erneuerung" (WNE) des Landes Hessen und des Bundes unterstützt Kommunen dabei, den Herausforderungen des Strukturwandels und demografischer, wirtschaftlicher und klimatischer Veränderungen aktiv zu begegnen. Im Fokus stehen unter anderem die Reaktivierung ungenutzter Flächen, die Sanierung von Bestandsgebäuden sowie Maßnahmen zur Daseinsvorsorge, zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung, dazu zählen die Schaffung hochwertiger Grünflächen und eine bessere Gestaltung des öffentlichen Raums als Bestandteile des Städtebauförderprogramms. Das Land Hessen und der Bund gewähren Zuschüsse in Form einer Anteilfinanzierung.