Integrierter Schulentwicklungsplan 2025-2034 beschlossen

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Frankfurt bekommt neue Förderschule für Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

ffm. Die Fortschreibung des integrierten Schulentwicklungsplans (iSEP) für den Zeitraum 2025-2034 ist von Stadtverordneten beschlossen worden. Damit kann der iSEP 2025-2034 nun zur Genehmigung an das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen gehen.

Nur eine neue schulorganisatorische Maßnahme ist darin aufgeführt: die Gründung einer weiteren Förderschule für den Schwerpunkt geistige Entwicklung (gE) zum nächstmöglichen Zeitpunkt. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen Anstieg der Schüler:innenzahlen im Förderschwerpunkt gE beobachtet. Aus diesem Grund führen wir in Kooperation mit dem Institut für Sonderpädagogik der Goethe-Universität aktuell eine wissenschaftliche Evaluation zu den Bedarfen in diesem Bereich durch. Die Ergebnisse werden erst Ende 2026 vorliegen. Aber schon jetzt ist klar: Wir brauchen mehr Schulplätze für diesen Förderschwerpunkt, denn die Kapazitäten der Bestandsschulen sind ausgeschöpft. Daher ist es richtig, dass die Gründung einer neuen Förderschule im aktuellen iSEP steht“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.

Darüber hinaus prüft die Stadt, an welchen Förderschulstandorten ein gE-Zweig ergänzt werden kann. Weitere, kurzfristige Lösungen sind die Bildung von Kooperationsklassen. Im Laufe des kommenden Schuljahres wird zudem eine neue Außenstelle der Charles-Hallgarten-Schule im ehemaligen Gebäude der Freien Christlichen Schule in Fechenheim mit fünf Lerngruppen eingerichtet. Hierfür werden derzeit noch Lehrkräfte gesucht. 

Weitere neue Schulgründungen sind nach den Analysen, die dem iSEP zugrunde liegen, nicht notwendig. Das bedeutet jedoch nicht, dass keine neuen Schulen in Frankfurt benötigt werden. Denn in den vorherigen Schulentwicklungsplänen sind schulorganisatorische Maßnahmen aufgeführt, die teils noch nicht umgesetzt sind. „Wenn wir 22 der insgesamt 25 beschlossenen Schulgründungen umgesetzt haben, brauchen wir nach dem heutigen Stand der Schüler:innenzahlen keine weiteren Neugründungen mehr“, sagt Weber. „Damit haben wir dann den Reformstau im Schulbereich abgearbeitet. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg – es gibt noch keine Entwarnung.“

Ein weiterer wichtiger Punkt des neuen iSEP ist ein Bericht zur Ganztagsschulentwicklung, in dem der aktuelle Stand sowie die zukünftigen Bedarfe festgestellt werden. Als Grundlage für diese Analyse diente eine Erhebung aus dem November 2025, in der alle bestehenden Betreuungsplätze an Schulen und in Horten erfasst und analysiert wurden.

Es wurden zwei unterschiedliche Planungsvarianten entwickelt. Die realistische Variante 1 basiert auf den schulspezifischen Einschulungsquoten. Demnach zeichnet sich eine Unterversorgung an Betreuungsplätzen in folgenden Zeiträumen ab: zum Schuljahr 2026/27 an einer Schule, 2027/28 an vier Schulen, 2028/29 an elf Schulen und 2029/30 an dreiundzwanzig Schulen. Diese Berechnungen berücksichtigen die Ausbauplanungen der Stadt bis zum Schuljahr 2026/27. Aktuell werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die rechnerische Unterversorgung für alle kommenden Schuljahre abzubauen, sagt Weber. Die hierfür notwendigen baulichen Maßnahmen werden derzeit zwischen dem Amt für Bau und Immobilien und dem Stadtschulamt intensiv geplant und abgestimmt. 

Die Umsetzung des Rechtsanspruchs beginnt zum Schuljahresbeginn 2026/27, zunächst für die ersten Jahrgangsstufen. Ab dem Schuljahr 2029/30 gilt er dann für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4.

Der iSEP ist die planerische Grundlage der Stadt Frankfurt für die Sicherstellung und Weiterentwicklung des schulischen Angebots. Die Grundlogik des iSEP beruht auf den drei Säulen Prognose, Monitoring und Steuerung. Im iSEP werden der vorhandene Schulbestand und notwendige Anpassungen für ein bedarfsgerechtes Schulangebot aufgrund des voraussichtlichen Bedarfs dargestellt.

Kontakt für die Medien

Christina Čurin, Pressesprecherin, Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Telefon 069/212-43334 , E-Mail christina.curin@stadt-frankfurt.de