Internationaler Tag des Waldes: „Frankfurter Stadtwald in die Zukunft führen“

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Anlässlich des Internationalen Tags des Waldes am Samstag, 21. März, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen: „Der Frankfurter Stadtwald ist ein unverzichtbarer Teil unserer Metropole. Er filtert die Luft und bindet CO2, kühlt ab und verbessert das Mikroklima, bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, besonders auch von bedrohten Arten und ist damit ein Hotspot der Biodiversität. Für die Menschen ist der Stadtwald ein Erholungsort und Teil des Frankfurter Grüngürtels. Umso wichtiger ist es angesichts der Klimakrise, steigenden Temperaturen und zunehmenden Sturmschäden die Zukunftsfähigkeit des Frankfurter Waldes zu sichern: Als Lebensraum, als Erholungs- und Naherholungsgebiet für die Menschen und als Ort, der zum Klimaschutz beiträgt.“

Tragfähige Leitlinien für die künftige Entwicklung des Frankfurter Stadtwaldes zu erarbeiten, ist eine der zentralen Aufgaben der Stadt. Im Herbst 2025 brachte das Dialogformat „Walddialog“ erstmals Naturschutzverbände, Wissenschaft, Verwaltung und Forstpraxis zu gemeinsamen Gesprächen in Frankfurt zusammen.

„Die Treffen waren kooperativ und respektvoll. Jede Perspektive wurde gehört, Wissen wurde geteilt, und die komplexen Herausforderungen im Wald wurden gemeinsam betrachtet“, sagt Zapf-Rodríguez. Besonders wertvoll waren ein wissenschaftlicher Einstieg, eine gemeinsame Themensammlung mit konkreten Arbeitsschritten sowie eine Exkursion in den Stadtwald. „Vor Ort zeigte sich: Im Frankfurter Stadtwald gibt es unterschiedliche Waldgesellschaften, jede Fläche des Waldes ist einzigartig. Essenziell für uns ist die Förderung der Artenvielfalt und der Erhalt der Erholungsfunktion. Und eine Leitplanke ist mir dabei besonders wichtig: Kein Baum wird im Frankfurter Stadtwald gefällt, um Holz aus wirtschaftlichen Gründen zu verkaufen. Eingriffe erfolgen aus Gründen der Verkehrssicherheit, der Ausbildung unserer Förster:innen oder der nachhaltigen Waldpflege. Ziel ist immer der Erhalt des Waldes als Naturraum, Naherholungsgebiet und Ort des Klimaschutzes.“

Ein flächenscharfes Gutachten soll daher sowohl Schutzflächen als auch Bereiche für eine behutsame, ökologisch begründete Waldpflege definieren. Es bildet die Grundlage für weitere Entscheidungen. Dabei werden alle beteiligten Akteurinnen und Akteure regelmäßig eingebunden, sodass wissenschaftliche Erkenntnisse, ökologische Belange und die praktischen Erfahrungen gleichermaßen berücksichtigt werden.

Der Prozess zeige, dass Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln können, sagt Zapf-Rodríguez: „Unser Stadtwald ist mehr als eine Grünfläche. Er ist ein Stück unserer Identität, ein Lebensraum für Artenvielfalt, ein Ort der Erholung und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel handeln wir entschlossen – für Frankfurt und kommende Generationen.“