Jubiläum für den Frankfurter Deutschsommer: Mehr als 3250 Kinder auf ihrem Bildungsweg gestärkt
ffm. Bereits zum 20. Mal verbringen Kinder mit Sprachförderbedarf die
ersten Wochen der Sommerferien in dem Sprachbildungsprogramm der
Stiftung Polytechnische Gesellschaft. In diesem Jahr sind 180
Frankfurter Kinder dabei. Eine aktuelle Generationenumfrage unter
ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt: Der Deutschsommer
wirkt weit über die Ferien hinaus.
„Es war eine der besten Zeiten meiner Kindheit.“ Mit diesen Worten beschreibt ein ehemaliger Teilnehmer seine Erfahrungen im Deutschsommer. Im Jubiläumsjahr des Programms steht er damit stellvertretend für mehr als 3250 Frankfurter Kinder, die seit 2007 am Sprachförderprogramm der Stiftung Polytechnische Gesellschaft teilgenommen haben.
Der aktuelle Durchgang des Deutschsommers läuft momentan auf Hochtouren. Insgesamt 180 Frankfurter Kinder verbringen die ersten drei Wochen der Sommerferien damit, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, Theater zu spielen, ein bereicherndes Freizeitprogramm zu erleben, neue Freundschaften zu schließen und wichtige Erfahrungen für ihren weiteren Bildungsweg zu sammeln. Neun Gruppen mit Kindern aus Frankfurter Regelklassen erleben das Programm im Schullandheim Wegscheide in Bad Orb, zwei weitere Gruppen aus Intensivklassen besuchen den innerstädtischen Deutschsommer an der Günderrodeschule im Gallus.
Das Sprachbildungsprogramm richtet sich an Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf vor dem Übergang in die vierte Klasse. Ziel ist es, die Kinder in ihrer Sprach- und Persönlichkeitsbildung zu stärken und ihnen einen erfolgreichen Start in die weitere Schullaufbahn zu ermöglichen.
Wie nachhaltig diese Förderung wirkt, zeigt eine aktuelle Befragung von 324 ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Jahrgängen 2007 bis 2025. 82 Prozent erinnern sich noch heute gut oder sehr gut an ihre Zeit im Deutschsommer. Viele beschreiben sie als prägende Erfahrung ihrer Kindheit. Auch die langfristigen Bildungseffekte sind bemerkenswert: 94 Prozent geben an, dass ihnen der Deutschsommer geholfen habe, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. 85 Prozent berichten, dass sie anschließend mehr Freude an der Schule hatten – und bei 83 Prozent verbesserten sich die Schulnoten. Besonders erfreulich ist, dass die positiven Effekte weit über die Sprachförderung hinausreichen. 82 Prozent der ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen, dass der Deutschsommer ihr Leben nachhaltig verändert hat.
Die systematische Auswertung der Sprachtests, die jeweils vor und nach der Programmteilnahme durchgeführt werden, bestätigen ebenfalls eine Wirksamkeit des Ansatzes: Die Ergebnisse des Sprachtests waren 2025 mit einer Übertrittsquote von den leistungsschwächeren in die leistungsstärkeren Gruppen im Bereich Verbbildung mit 43 Prozent sehr gut. Im Satzbau lag die Übertrittsquote bei 30 Prozent. Zudem stärkt der Deutschsommer nachweislich die Selbstwirksamkeit sowie die Kommunikations- und Kooperationskompetenzen der Kinder umfassend: Die Kinder werden selbstbewusster, eigenständiger und offener, neue Freunde kennenzulernen. Auch die persönlichen Erinnerungen ehemaliger Teilnehmerinnen und Teilnehmer spiegeln diese Wirkung wider:
„Nach dem Deutschsommer habe ich meine Deutschkenntnisse deutlich verbessert. Dadurch wurde ich selbstbewusster und habe mich sowohl im Umgang mit anderen Kindern als auch im Unterricht viel sicherer gefühlt.“
„Der Deutschsommer hat mir geholfen, selbstbewusster zu werden und an mich zu glauben.“
Der Erfolg des Deutschsommers beruht auf einem ganzheitlichen Konzept. Täglicher Deutsch- und Theaterunterricht, gemeinsame Lektüren, Freizeitaktivitäten und das Leben in der Gruppe schaffen Lerngelegenheiten weit über den klassischen Unterricht hinaus. Die Kinder lernen, vor anderen zu sprechen, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte zu lösen und eigene Stärken zu entdecken.
„Mit dem Deutschsommer setzen wir uns seit 2007 für bessere Bildungschancen ein – unabhängig von Herkunft oder Elternhaus. Sprache ist der Schlüssel zu schulischem Erfolg, gesellschaftlicher Teilhabe und persönlicher Entwicklung. Besonders freut mich, dass ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer uns heute zurückmelden, wie nachhaltig die Erfahrungen des Deutschsommers ihr Leben geprägt haben. Das ist die schönste Bestätigung für die Arbeit aller Beteiligten“, sagt Prof. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.
Der Bedarf an wirksamer Sprachförderung bleibt hoch. Studien zeigen, dass viele Kinder am Ende der Grundschule die sprachlichen Mindeststandards nicht erreichen und insbesondere die Lesekompetenz zunehmend unter Druck gerät. Der Deutschsommer setzt deshalb gezielt dort an, wo Sprache, Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe eng miteinander verbunden sind.
Längst hat sich das Frankfurter Modell zu einem überregionalen Erfolgsprojekt entwickelt. In diesem Jahr findet der Deutschsommer in elf weiteren hessischen Städten statt. Darüber hinaus setzen zahlreiche kommunale und zivilgesellschaftliche Partner das Konzept an weiteren Standorten in Deutschland um. Insgesamt nehmen im Jahr 2026 deutschlandweit mehr als 700 Kinder an einem Deutschsommer teil.
„Sprache ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Bildungsweg – mindestens genauso wichtig aber sind der Spaß am Lernen und Entdecken, die Neugier und das Erleben der Gemeinschaft. Beides zusammen – intuitives Lernen und Spielfreude - machen den Deutschsommer aus und wirken nachhaltig“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen. Das Dezernat unterstützt den Deutschsommer und das Folgeprogramm Deutschsommer* (gesprochen: Deutschsommer-Sterne) mit über 105.000 Euro.
Konzept und Partner Dem Deutschsommer liegt ein erfolgreiches Modellprojekt aus Bremen zugrunde, das von der Jacobs Foundation, vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und vom Bremer Bildungssenat initiiert wurde. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft ergriff 2006 die Initiative zur Durchführung des ersten Frankfurter Deutschsommers und baute das Konzept aus. Der Deutschsommer ist eines von mehreren aufeinander aufbauenden Projekten, mit denen die Polytechnische Stiftung die Beherrschung der Bildungssprache Deutsch fördert.
Zur Durchführung des Frankfurter Deutschsommer-Programms hat sich eine Bildungsallianz aus öffentlichen und privaten Partnern gebildet, darunter das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, das Staatliche Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main, das Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, das Stadtschulamt, das Amt für multikulturelle Angelegenheiten, die Volkshochschule Frankfurt, das Medienzentrum Frankfurt und das Schultheater-Studio. Die DZ BANK Stiftung und die Deutsche Vermögensberatung fördern den Deutschsommer finanziell.
Medienbilder zum Deutschsommer können unter Angabe der dort vermerkten Bildrechte unter Pressepaket | Stiftung Polytechnische Gesellschaft
heruntergeladen werden.
Kontakt für die Medien Axel Braun, Bereichsleiter Kommunikation und Philanthropie, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Telefon 069/78988916,
Mobil 0170/9819161 , E-Mail
braun@sptg.de
„Es war eine der besten Zeiten meiner Kindheit.“ Mit diesen Worten beschreibt ein ehemaliger Teilnehmer seine Erfahrungen im Deutschsommer. Im Jubiläumsjahr des Programms steht er damit stellvertretend für mehr als 3250 Frankfurter Kinder, die seit 2007 am Sprachförderprogramm der Stiftung Polytechnische Gesellschaft teilgenommen haben.
Der aktuelle Durchgang des Deutschsommers läuft momentan auf Hochtouren. Insgesamt 180 Frankfurter Kinder verbringen die ersten drei Wochen der Sommerferien damit, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, Theater zu spielen, ein bereicherndes Freizeitprogramm zu erleben, neue Freundschaften zu schließen und wichtige Erfahrungen für ihren weiteren Bildungsweg zu sammeln. Neun Gruppen mit Kindern aus Frankfurter Regelklassen erleben das Programm im Schullandheim Wegscheide in Bad Orb, zwei weitere Gruppen aus Intensivklassen besuchen den innerstädtischen Deutschsommer an der Günderrodeschule im Gallus.
Das Sprachbildungsprogramm richtet sich an Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf vor dem Übergang in die vierte Klasse. Ziel ist es, die Kinder in ihrer Sprach- und Persönlichkeitsbildung zu stärken und ihnen einen erfolgreichen Start in die weitere Schullaufbahn zu ermöglichen.
Wie nachhaltig diese Förderung wirkt, zeigt eine aktuelle Befragung von 324 ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Jahrgängen 2007 bis 2025. 82 Prozent erinnern sich noch heute gut oder sehr gut an ihre Zeit im Deutschsommer. Viele beschreiben sie als prägende Erfahrung ihrer Kindheit. Auch die langfristigen Bildungseffekte sind bemerkenswert: 94 Prozent geben an, dass ihnen der Deutschsommer geholfen habe, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. 85 Prozent berichten, dass sie anschließend mehr Freude an der Schule hatten – und bei 83 Prozent verbesserten sich die Schulnoten. Besonders erfreulich ist, dass die positiven Effekte weit über die Sprachförderung hinausreichen. 82 Prozent der ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen, dass der Deutschsommer ihr Leben nachhaltig verändert hat.
Die systematische Auswertung der Sprachtests, die jeweils vor und nach der Programmteilnahme durchgeführt werden, bestätigen ebenfalls eine Wirksamkeit des Ansatzes: Die Ergebnisse des Sprachtests waren 2025 mit einer Übertrittsquote von den leistungsschwächeren in die leistungsstärkeren Gruppen im Bereich Verbbildung mit 43 Prozent sehr gut. Im Satzbau lag die Übertrittsquote bei 30 Prozent. Zudem stärkt der Deutschsommer nachweislich die Selbstwirksamkeit sowie die Kommunikations- und Kooperationskompetenzen der Kinder umfassend: Die Kinder werden selbstbewusster, eigenständiger und offener, neue Freunde kennenzulernen. Auch die persönlichen Erinnerungen ehemaliger Teilnehmerinnen und Teilnehmer spiegeln diese Wirkung wider:
„Nach dem Deutschsommer habe ich meine Deutschkenntnisse deutlich verbessert. Dadurch wurde ich selbstbewusster und habe mich sowohl im Umgang mit anderen Kindern als auch im Unterricht viel sicherer gefühlt.“
„Der Deutschsommer hat mir geholfen, selbstbewusster zu werden und an mich zu glauben.“
Der Erfolg des Deutschsommers beruht auf einem ganzheitlichen Konzept. Täglicher Deutsch- und Theaterunterricht, gemeinsame Lektüren, Freizeitaktivitäten und das Leben in der Gruppe schaffen Lerngelegenheiten weit über den klassischen Unterricht hinaus. Die Kinder lernen, vor anderen zu sprechen, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte zu lösen und eigene Stärken zu entdecken.
„Mit dem Deutschsommer setzen wir uns seit 2007 für bessere Bildungschancen ein – unabhängig von Herkunft oder Elternhaus. Sprache ist der Schlüssel zu schulischem Erfolg, gesellschaftlicher Teilhabe und persönlicher Entwicklung. Besonders freut mich, dass ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer uns heute zurückmelden, wie nachhaltig die Erfahrungen des Deutschsommers ihr Leben geprägt haben. Das ist die schönste Bestätigung für die Arbeit aller Beteiligten“, sagt Prof. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.
Der Bedarf an wirksamer Sprachförderung bleibt hoch. Studien zeigen, dass viele Kinder am Ende der Grundschule die sprachlichen Mindeststandards nicht erreichen und insbesondere die Lesekompetenz zunehmend unter Druck gerät. Der Deutschsommer setzt deshalb gezielt dort an, wo Sprache, Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe eng miteinander verbunden sind.
Längst hat sich das Frankfurter Modell zu einem überregionalen Erfolgsprojekt entwickelt. In diesem Jahr findet der Deutschsommer in elf weiteren hessischen Städten statt. Darüber hinaus setzen zahlreiche kommunale und zivilgesellschaftliche Partner das Konzept an weiteren Standorten in Deutschland um. Insgesamt nehmen im Jahr 2026 deutschlandweit mehr als 700 Kinder an einem Deutschsommer teil.
„Sprache ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Bildungsweg – mindestens genauso wichtig aber sind der Spaß am Lernen und Entdecken, die Neugier und das Erleben der Gemeinschaft. Beides zusammen – intuitives Lernen und Spielfreude - machen den Deutschsommer aus und wirken nachhaltig“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen. Das Dezernat unterstützt den Deutschsommer und das Folgeprogramm Deutschsommer* (gesprochen: Deutschsommer-Sterne) mit über 105.000 Euro.
Konzept und Partner Dem Deutschsommer liegt ein erfolgreiches Modellprojekt aus Bremen zugrunde, das von der Jacobs Foundation, vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und vom Bremer Bildungssenat initiiert wurde. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft ergriff 2006 die Initiative zur Durchführung des ersten Frankfurter Deutschsommers und baute das Konzept aus. Der Deutschsommer ist eines von mehreren aufeinander aufbauenden Projekten, mit denen die Polytechnische Stiftung die Beherrschung der Bildungssprache Deutsch fördert.
Zur Durchführung des Frankfurter Deutschsommer-Programms hat sich eine Bildungsallianz aus öffentlichen und privaten Partnern gebildet, darunter das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, das Staatliche Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main, das Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, das Stadtschulamt, das Amt für multikulturelle Angelegenheiten, die Volkshochschule Frankfurt, das Medienzentrum Frankfurt und das Schultheater-Studio. Die DZ BANK Stiftung und die Deutsche Vermögensberatung fördern den Deutschsommer finanziell.
Medienbilder zum Deutschsommer können unter Angabe der dort vermerkten Bildrechte unter Pressepaket | Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Kontakt für die Medien Axel Braun, Bereichsleiter Kommunikation und Philanthropie, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Telefon 069/78988916