Kinogeschichte des Bahnhofsviertels: Neuer Audiowalk in der Frankfurt History App
Studierende und Projektleiterinnen laden am 16. Oktober zum gemeinsamen
Spaziergang ein
ffm. Frankfurt war eine Kinometropole. Über 100 Spielstätten wurden seit der Erfindung des Films im gesamten Stadtgebiet eröffnet. Im Spitzenjahr 1959 waren sogar 85 Kinos gleichzeitig in Betrieb. Heute ist davon nur noch wenig sichtbar. Viele Gebäude wurden umgenutzt, umgebaut oder abgerissen. Namen und Erinnerungen sind verblasst.
Mit der Frankfurt History App (FHA) des Historischen Museums kann man ab Mitte Oktober anhand eines neuen digitalen Rundgangs das Bahnhofsviertel erkunden, wo die Frankfurter Kinogeschichte ihren Anfang nahm. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Viertel zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt zu einem repräsentativen Stadtteil mit prächtigen Fassaden, eleganten Geschäften und feinen Cafés. Die Kaiserstraße galt als Frankfurts wichtigste Haupt- und Geschäftsstraße – eine Flaniermeile des Bürgertums mit weltstädtischem Flair. Hier entstanden ab 1906 die ersten ortsfesten Kinos der Stadt. Ihre Lage mitten in der vornehmen Geschäftsstraße zeigt, dass das Kino in Frankfurt von Beginn an mehr sein wollte als bloße Unterhaltung für die breite Masse.
Der neue digitale Rundgang „Kinogeschichte im Bahnhofsviertel“ in der Frankfurt History App beginnt am Hauptbahnhof und verläuft entlang der Kaiserstraße mit kleinen Abstechern in die angrenzenden Straßen. Einige historische Gebäude sind noch da, haben aber eine andere Innenraumnutzung, etwa das Gebäude des Union-Theaters, später bekannt als Lichtburg, oder die Gebäude, in denen das Castans Panoptikum, das Aki und das Luxor untergebracht waren. An andere Kinos wird beim Audiowalk anhand von Beschreibungen und historischen Bildern erinnert. Auf 16 Stationen folgt der Rundgang den Spuren des Mediums Kino von seinen Vorläufern im 19. Jahrhundert bis ins ausgehende 20. Jahrhundert. Neben Orten und Gebäuden stehen auch die Entwicklung von Programm und Publikum sowie die wechselvolle Rolle des Kinos im Alltag der Stadt im Fokus.
Der Rundgang „Kinogeschichte des Bahnhofsviertels“ ist ab Mitte Oktober im Themenlayer „Frankfurt Stories“ der Frankfurt History App online und frei für alle verfügbar.
Konzeption, Recherche und Text des Rundgangs stammen von Studierenden der Filmwissenschaft an der Goethe-Universität aus dem Seminar „Kinogeschichte als Stadtgeschichte: Topografische Perspektiven auf eine unsichtbare Kultur“. Die Seminarleitung hatten Andrea Haller, Filmhistorikerin und Kuratorin im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum (DFF) und zuständig für den Masterstudiengang „Filmkultur – Archivierung. Programmierung. Präsentation“ an der Goethe-Universität, sowie Svetlana Svyatskaya, Referentin für Film und Medien beim Kulturamt Frankfurt und freie Kuratorin für Filmprogramme und Ausstellungen, inne.
Zum Launch des neuen Audiowalks laden die Macherinnen und Studierende der Goethe-Uni am Freitag, 16. Oktober, um 14 Uhr zu einem gemeinsamen Spaziergang ein. Treffpunkt ist am Kaisertor vor dem EuroShop, Kaiserstraße 74. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ein Smartphone und Kopfhörer mitzubringen.
Weitere Informationen über die Frankfurt History App gibt es unter frankfurthistory.app.
Fotos Die Kaiserstraße um 1950, Copyright: DFF
Eine Schwarz-Weiß-Fotografie der Fassade des Schumann-Theaters, Copyright: DFF
ffm. Frankfurt war eine Kinometropole. Über 100 Spielstätten wurden seit der Erfindung des Films im gesamten Stadtgebiet eröffnet. Im Spitzenjahr 1959 waren sogar 85 Kinos gleichzeitig in Betrieb. Heute ist davon nur noch wenig sichtbar. Viele Gebäude wurden umgenutzt, umgebaut oder abgerissen. Namen und Erinnerungen sind verblasst.
Mit der Frankfurt History App (FHA) des Historischen Museums kann man ab Mitte Oktober anhand eines neuen digitalen Rundgangs das Bahnhofsviertel erkunden, wo die Frankfurter Kinogeschichte ihren Anfang nahm. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Viertel zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt zu einem repräsentativen Stadtteil mit prächtigen Fassaden, eleganten Geschäften und feinen Cafés. Die Kaiserstraße galt als Frankfurts wichtigste Haupt- und Geschäftsstraße – eine Flaniermeile des Bürgertums mit weltstädtischem Flair. Hier entstanden ab 1906 die ersten ortsfesten Kinos der Stadt. Ihre Lage mitten in der vornehmen Geschäftsstraße zeigt, dass das Kino in Frankfurt von Beginn an mehr sein wollte als bloße Unterhaltung für die breite Masse.
Der neue digitale Rundgang „Kinogeschichte im Bahnhofsviertel“ in der Frankfurt History App beginnt am Hauptbahnhof und verläuft entlang der Kaiserstraße mit kleinen Abstechern in die angrenzenden Straßen. Einige historische Gebäude sind noch da, haben aber eine andere Innenraumnutzung, etwa das Gebäude des Union-Theaters, später bekannt als Lichtburg, oder die Gebäude, in denen das Castans Panoptikum, das Aki und das Luxor untergebracht waren. An andere Kinos wird beim Audiowalk anhand von Beschreibungen und historischen Bildern erinnert. Auf 16 Stationen folgt der Rundgang den Spuren des Mediums Kino von seinen Vorläufern im 19. Jahrhundert bis ins ausgehende 20. Jahrhundert. Neben Orten und Gebäuden stehen auch die Entwicklung von Programm und Publikum sowie die wechselvolle Rolle des Kinos im Alltag der Stadt im Fokus.
Der Rundgang „Kinogeschichte des Bahnhofsviertels“ ist ab Mitte Oktober im Themenlayer „Frankfurt Stories“ der Frankfurt History App online und frei für alle verfügbar.
Konzeption, Recherche und Text des Rundgangs stammen von Studierenden der Filmwissenschaft an der Goethe-Universität aus dem Seminar „Kinogeschichte als Stadtgeschichte: Topografische Perspektiven auf eine unsichtbare Kultur“. Die Seminarleitung hatten Andrea Haller, Filmhistorikerin und Kuratorin im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum (DFF) und zuständig für den Masterstudiengang „Filmkultur – Archivierung. Programmierung. Präsentation“ an der Goethe-Universität, sowie Svetlana Svyatskaya, Referentin für Film und Medien beim Kulturamt Frankfurt und freie Kuratorin für Filmprogramme und Ausstellungen, inne.
Zum Launch des neuen Audiowalks laden die Macherinnen und Studierende der Goethe-Uni am Freitag, 16. Oktober, um 14 Uhr zu einem gemeinsamen Spaziergang ein. Treffpunkt ist am Kaisertor vor dem EuroShop, Kaiserstraße 74. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ein Smartphone und Kopfhörer mitzubringen.
Weitere Informationen über die Frankfurt History App gibt es unter frankfurthistory.app
Fotos Die Kaiserstraße um 1950, Copyright: DFF
Eine Schwarz-Weiß-Fotografie der Fassade des Schumann-Theaters, Copyright: DFF