Kliniken wappnen sich für aktuelle Herausforderungen
Hitze steht im Fokus der fünften Frankfurter Krankenhauskonferenz
ffm. Der extreme Hitzesommer des laufenden Jahres hat die Kapazitäten von Kliniken und Rettungsdiensten erheblich beansprucht. Vor diesem Hintergrund stand das Thema „Hitze“ im Fokus der fünften Frankfurter Krankenhauskonferenz, die am Montagabend, 24. August, im Rathaus Römer stattfand. Dabei berieten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, wie die medizinische Versorgung auch bei zunehmenden Hitzebelastungen sichergestellt werden kann. „Die jüngste Hitzewelle haben die beteiligten Akteure gemeinsam erfolgreich bewältigt. Sie hat aber zugleich deutlich gemacht, dass der Handlungsbedarf für die kommenden Sommer groß bleibt“, sagte Stadtkämmerer und Klinikdezernent Bastian Bergerhoff. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass extreme Hitzeereignisse häufiger werden – und die Kliniken entsprechend aufstellen.“
Ein Vertreter der Leitstelle Frankfurt erläuterte zunächst die grundsätzliche Arbeitsweise und das Vorgehen bei besonderen Belastungslagen. In der anschließenden Diskussion standen insbesondere die wirtschaftlichen Belastungen durch den Betrieb von Klimaanlagen, die Vor- und Nachteile von Filter-Hygiene-Kühlungen für Patientinnen und Patienten sowie die konkreten Auswirkungen hoher Temperaturen auf die Beschäftigten in den Kliniken im Mittelpunkt. Als zentrales Anliegen formulierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Hitze künftig offiziell als eigenständiges Lagebild definieren zu können. Dadurch könnten bürokratische Hürden für die Krankenhäuser abgebaut und die Reaktionsmöglichkeiten im Krisenfall verbessert werden. Bislang fehlen dafür jedoch die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen und eine gesicherte Gegenfinanzierung.
Das Treffen knüpfte zudem an die Ergebnisse der vierten Frankfurter Krankenhauskonferenz an, bei der die medizinische Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung im Mittelpunkt gestanden hatte. Eine vom Jugend- und Sozialamt erarbeitete Analyse soll den Kliniken rechtliche Orientierung geben und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Ziel ist es, die Krankenhäuser bei der Klärung von Kostenübernahmen stärker zu unterstützen, die Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Stadtverwaltung zu verbessern und neue organisatorische Lösungen zu entwickeln. Auf Arbeitsebene ist bereits ein Pilotprojekt angelaufen: Ein erstes Frankfurter Krankenhaus prüft gemeinsam mit dem Jugend- und Sozialamt problematische Fälle in Zusammenhang mit der Kostenübernahme. „Dass wir hier bereits in die praktische Erprobung kommen, ist ein wichtiger erster Erfolg“, sagte Bergerhoff. „Ich hoffe, dass weitere Kliniken diesem Beispiel folgen und wir die Zusammenarbeit auf eine dauerhafte und verlässliche Grundlage stellen können. Gleichzeitig ist die Kommune an die rechtlichen Rahmenbedingungen gebunden. Diese sind derzeit leider so gestaltet, dass die Kliniken in relevanten Fällen auf den Kosten ‚sitzen bleiben‘. Hier ist der Gesetzgeber in der Pflicht.“
Zum Abschluss sorgte die Einordnung der aktuellen Gesetzeslage durch die Hessische Krankenhausgesellschaft für intensive Diskussionen. Zuvor hatte das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege mitgeteilt, dass der Medizinische Dienst Hessen die Prüfung der beantragten Leistungsgruppen vollständig abgeschlossen habe. Die finalen Bescheide sollen voraussichtlich Mitte Dezember verschickt werden. Die Zuweisung der Leistungsgruppen soll spätestens zum 31. Dezember 2026 mit Wirkung für das Jahr 2027 erfolgen. „Der Zeitplan ist extrem eng und stellt viele Kliniken vor erhebliche organisatorische Herausforderungen“, sagte Bergerhoff. „Die Krankenhäuser müssen sich auf weitreichende Veränderungen einstellen, während gleichzeitig die medizinische Versorgung zuverlässig gewährleistet werden muss. Vor diesem Hintergrund steht uns ein anspruchsvoller und zugleich spannender Herbst bevor.“
Die Frankfurter Krankenhauskonferenz wird vom städtischen Klinikreferat organisiert und hat sich als regelmäßiges Forum für den Austausch zwischen den Frankfurter Kliniken und der Stadt etabliert. Ziel ist es, aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsversorgung gemeinsam zu beraten, konkrete Lösungen zu entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren weiter zu stärken.
Kontakt für die Medien Mark Gellert, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dezernat Finanzen, Beteiligungen und Personal, Telefon 069/212-46172, E-Mail
Mark.Gellert@stadt-frankfurt.de
ffm. Der extreme Hitzesommer des laufenden Jahres hat die Kapazitäten von Kliniken und Rettungsdiensten erheblich beansprucht. Vor diesem Hintergrund stand das Thema „Hitze“ im Fokus der fünften Frankfurter Krankenhauskonferenz, die am Montagabend, 24. August, im Rathaus Römer stattfand. Dabei berieten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, wie die medizinische Versorgung auch bei zunehmenden Hitzebelastungen sichergestellt werden kann. „Die jüngste Hitzewelle haben die beteiligten Akteure gemeinsam erfolgreich bewältigt. Sie hat aber zugleich deutlich gemacht, dass der Handlungsbedarf für die kommenden Sommer groß bleibt“, sagte Stadtkämmerer und Klinikdezernent Bastian Bergerhoff. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass extreme Hitzeereignisse häufiger werden – und die Kliniken entsprechend aufstellen.“
Ein Vertreter der Leitstelle Frankfurt erläuterte zunächst die grundsätzliche Arbeitsweise und das Vorgehen bei besonderen Belastungslagen. In der anschließenden Diskussion standen insbesondere die wirtschaftlichen Belastungen durch den Betrieb von Klimaanlagen, die Vor- und Nachteile von Filter-Hygiene-Kühlungen für Patientinnen und Patienten sowie die konkreten Auswirkungen hoher Temperaturen auf die Beschäftigten in den Kliniken im Mittelpunkt. Als zentrales Anliegen formulierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Hitze künftig offiziell als eigenständiges Lagebild definieren zu können. Dadurch könnten bürokratische Hürden für die Krankenhäuser abgebaut und die Reaktionsmöglichkeiten im Krisenfall verbessert werden. Bislang fehlen dafür jedoch die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen und eine gesicherte Gegenfinanzierung.
Das Treffen knüpfte zudem an die Ergebnisse der vierten Frankfurter Krankenhauskonferenz an, bei der die medizinische Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung im Mittelpunkt gestanden hatte. Eine vom Jugend- und Sozialamt erarbeitete Analyse soll den Kliniken rechtliche Orientierung geben und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Ziel ist es, die Krankenhäuser bei der Klärung von Kostenübernahmen stärker zu unterstützen, die Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Stadtverwaltung zu verbessern und neue organisatorische Lösungen zu entwickeln. Auf Arbeitsebene ist bereits ein Pilotprojekt angelaufen: Ein erstes Frankfurter Krankenhaus prüft gemeinsam mit dem Jugend- und Sozialamt problematische Fälle in Zusammenhang mit der Kostenübernahme. „Dass wir hier bereits in die praktische Erprobung kommen, ist ein wichtiger erster Erfolg“, sagte Bergerhoff. „Ich hoffe, dass weitere Kliniken diesem Beispiel folgen und wir die Zusammenarbeit auf eine dauerhafte und verlässliche Grundlage stellen können. Gleichzeitig ist die Kommune an die rechtlichen Rahmenbedingungen gebunden. Diese sind derzeit leider so gestaltet, dass die Kliniken in relevanten Fällen auf den Kosten ‚sitzen bleiben‘. Hier ist der Gesetzgeber in der Pflicht.“
Zum Abschluss sorgte die Einordnung der aktuellen Gesetzeslage durch die Hessische Krankenhausgesellschaft für intensive Diskussionen. Zuvor hatte das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege mitgeteilt, dass der Medizinische Dienst Hessen die Prüfung der beantragten Leistungsgruppen vollständig abgeschlossen habe. Die finalen Bescheide sollen voraussichtlich Mitte Dezember verschickt werden. Die Zuweisung der Leistungsgruppen soll spätestens zum 31. Dezember 2026 mit Wirkung für das Jahr 2027 erfolgen. „Der Zeitplan ist extrem eng und stellt viele Kliniken vor erhebliche organisatorische Herausforderungen“, sagte Bergerhoff. „Die Krankenhäuser müssen sich auf weitreichende Veränderungen einstellen, während gleichzeitig die medizinische Versorgung zuverlässig gewährleistet werden muss. Vor diesem Hintergrund steht uns ein anspruchsvoller und zugleich spannender Herbst bevor.“
Die Frankfurter Krankenhauskonferenz wird vom städtischen Klinikreferat organisiert und hat sich als regelmäßiges Forum für den Austausch zwischen den Frankfurter Kliniken und der Stadt etabliert. Ziel ist es, aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsversorgung gemeinsam zu beraten, konkrete Lösungen zu entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren weiter zu stärken.
Kontakt für die Medien Mark Gellert, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dezernat Finanzen, Beteiligungen und Personal, Telefon 069/212-46172