Kulturdezernentin Hartwig bedankt sich bei Kulturamtsleiterin Sybille Linke
ffm. Die Leiterin des Frankfurter Kulturamtes, Sybille Linke, geht in
den Ruhestand. Seit 1. Februar 2019 trägt das Kulturamt ihre
persönliche Handschrift – in dieser Zeit setzte Linke eigene
thematische Schwerpunkte. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und
Wissenschaft, bedankt sich für über sieben Jahre gute Zusammenarbeit:
„Ich danke Sybille Linke von ganzem Herzen für ihre hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren und ihr großes Engagement. Wir haben immer gut, sehr vertrauensvoll und auf kurzem Dienstweg zusammengearbeitet, was Vieles im Alltag erleichtert hat. Besonders hervorheben möchte ich erstens: Die umsichtige Art und Weise, wie Sybille Linke mit der Corona-Pandemie umgegangen ist, was gerade für den Kulturbereich eine sehr große Herausforderung bedeutete. Zweitens: Ihr Einsatz bei der Neuausrichtung des Caricatura-Museums, und schließlich: Die Ausarbeitung des Frankfurter Kulturentwicklungsplans, kurz KEP. Das sind wertvolle, nachhaltige Verdienste zum Wohle der Stadt. Ich wünsche Sybille Linke für die nun anbrechende Zeit die verdiente Ruhe, schöne Reisen und vor allem eine gute Gesundheit.“
Gleich zu Amtsbeginn Corona
Als 2020 die Corona-Pandemie ausbrach, war Sybille Linke gerade ein Jahr im Amt. Sie musste schnell reagieren, kurzfristig Hilfsangebote, vor allem für die freie Szene organisieren, die besonders von den plötzlichen Auftrittsverboten und dem Stillstand des öffentlichen Lebens betroffen war. Ein Hilfsfonds wurde in enger Abstimmung mit dem Kulturdezernat ins Leben gerufen. So begann ihre Tätigkeit inmitten eines Ausnahmezustandes, den sie mit viel Energie und Durchsetzungskraft meisterte.
Das Caricatura wurde eigenständiges Museum
Während ihrer Amtszeit gelang es Linke, das Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst zu einem eigenständigen Haus zu entwickeln. Bis 2019 war es Teil des Historischen Museums Frankfurt, anschließend wurde es unabhängig. Dadurch konnte das kleine Museum für Komische Kunst sich unter dem damaligen Leiter Achim Frenz weiter entwickeln und eine eigenständige, individuelle Handschrift entwickeln. Heute wird das Caricatura von Martin Sonntag geleitet und zählt zu den beliebtesten Museen der Stadt.
Der Kulturentwicklungsplan KEP
Das größte und wohl wichtigste Projekt in Linkes Amtszeit ist der Kulturentwicklungsplan (KEP). Er wurde in den Jahren 2021 bis 2025 in einem umfassenden partizipativen Prozess entwickelt – in zahlreichen Workshops und Beteiligungsformaten unter Einbeziehung von Frankfurter Kultureinrichtungen, der Kulturschaffenden und der freien Kulturszene selbst sowie Fachleuten und der Öffentlichkeit. Begleitet wurde dieses strukturierte, dreistufige Verfahren von einem externen Prozessbegleiter. So wurden Leitlinien, Handlungsfelder und Maßnahmen entwickelt, wie sich die Kulturlandschaft in Frankfurt in Zukunft weiterentwickeln soll. Der KEP wurde vom Frankfurter Kulturamt maßgeblich gesetzt und vorangetrieben. Er bildet den strategischen Rahmen für die aktuellen und laufenden Transformationsprozesse in der Kultur und definiert die kulturelle Zukunft Frankfurts. Schwerpunkte des KEP sind die Stärkung der Teilhabe der vielfältigen Frankfurter Stadtgesellschaft am Kulturangebot, die Potentiale und Herausforderung der Digitalisierung für Kunst, Kultur und Gesellschaft sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der freien Kulturszene.
Abschiedsfeier in der Naxos-Halle
Anfang Juni feierte Sybille Linke bereits ihren Abschied in der Naxoshalle. Zahlreiche Weggefährtinnen und -gefährten, Kulturschaffende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Kulturamt und -dezernat, den Museen und Kultureinrichtungen waren gekommen, um sie gebührend und würdig zu verabschieden. Gregor Praml spielte für sie auf dem Kontrabass, es gab eine kleine Theaterinszenierung, persönliche Reden und einen kreativen Beitrag aus dem Kulturamt selbst.
„Es war für mich eine unglaublich schöne Feier“, sagt Linke. „Ich war erfreut und gerührt, all die vielen bekannten und lieb gewonnenen Gesichter zu sehen und danke allen für die würdige Verabschiedung. Das ehrt mich sehr. Die Jahre im Kulturamt und die gute Zusammenarbeit zwischen Amt, Dezernat, den Museen und der Frankfurter Kulturszene waren bereichernd und immer auch inspirierend – selbst dann, wenn es mal nicht so einfach war. Es fällt mir nicht leicht zu gehen, aber ich freue mich gleichzeitig darauf, wieder mehr private Zeit für meine Freundinnen und Freunde und meine Interessen zu haben, zum Beispiel fürs Lesen. Und ich habe große Lust, Neues zu lernen und auf Reisen meinen Horizont zu erweitern.“
Die Stelle der Amtsleitung ist noch nicht neu ausgeschrieben. Das soll zeitnah passieren. Für den Übergang wird das Kulturamt von den beiden Stellvertretern Johannes Promnitz und Benjamin Lehner kommissarisch geleitet.
Kurz-Biographie Sybille Linke Sybille Linke wurde 1960 in Itzehoe geboren, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Anglistik in Berlin und Glasgow und arbeitete zunächst als Regieassistentin und freie Regisseurin. Sie bildete sich stets fort, unter anderem im Kultur- und Bildungsmanagement, saß in Jurys für Theaterförderung und Preise und war Programmleitende Geschäftsführerin des Programms Kulturagenten für kreative Schulen, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator. Von 2015 bis 2019 leitete sie den Fachbereich Kultur der Stadt Würzburg. Seit dem 1. Februar 2019 leitete sie das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.
Kontakt für die Medien Hanna Immich, Pressesprecherin, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Telefon 069/212-49232, Mobil
0171/1769719 , E-Mail
hanna.immich@stadt-frankfurt.de
„Ich danke Sybille Linke von ganzem Herzen für ihre hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren und ihr großes Engagement. Wir haben immer gut, sehr vertrauensvoll und auf kurzem Dienstweg zusammengearbeitet, was Vieles im Alltag erleichtert hat. Besonders hervorheben möchte ich erstens: Die umsichtige Art und Weise, wie Sybille Linke mit der Corona-Pandemie umgegangen ist, was gerade für den Kulturbereich eine sehr große Herausforderung bedeutete. Zweitens: Ihr Einsatz bei der Neuausrichtung des Caricatura-Museums, und schließlich: Die Ausarbeitung des Frankfurter Kulturentwicklungsplans, kurz KEP. Das sind wertvolle, nachhaltige Verdienste zum Wohle der Stadt. Ich wünsche Sybille Linke für die nun anbrechende Zeit die verdiente Ruhe, schöne Reisen und vor allem eine gute Gesundheit.“
Gleich zu Amtsbeginn Corona
Als 2020 die Corona-Pandemie ausbrach, war Sybille Linke gerade ein Jahr im Amt. Sie musste schnell reagieren, kurzfristig Hilfsangebote, vor allem für die freie Szene organisieren, die besonders von den plötzlichen Auftrittsverboten und dem Stillstand des öffentlichen Lebens betroffen war. Ein Hilfsfonds wurde in enger Abstimmung mit dem Kulturdezernat ins Leben gerufen. So begann ihre Tätigkeit inmitten eines Ausnahmezustandes, den sie mit viel Energie und Durchsetzungskraft meisterte.
Das Caricatura wurde eigenständiges Museum
Während ihrer Amtszeit gelang es Linke, das Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst zu einem eigenständigen Haus zu entwickeln. Bis 2019 war es Teil des Historischen Museums Frankfurt, anschließend wurde es unabhängig. Dadurch konnte das kleine Museum für Komische Kunst sich unter dem damaligen Leiter Achim Frenz weiter entwickeln und eine eigenständige, individuelle Handschrift entwickeln. Heute wird das Caricatura von Martin Sonntag geleitet und zählt zu den beliebtesten Museen der Stadt.
Der Kulturentwicklungsplan KEP
Das größte und wohl wichtigste Projekt in Linkes Amtszeit ist der Kulturentwicklungsplan (KEP). Er wurde in den Jahren 2021 bis 2025 in einem umfassenden partizipativen Prozess entwickelt – in zahlreichen Workshops und Beteiligungsformaten unter Einbeziehung von Frankfurter Kultureinrichtungen, der Kulturschaffenden und der freien Kulturszene selbst sowie Fachleuten und der Öffentlichkeit. Begleitet wurde dieses strukturierte, dreistufige Verfahren von einem externen Prozessbegleiter. So wurden Leitlinien, Handlungsfelder und Maßnahmen entwickelt, wie sich die Kulturlandschaft in Frankfurt in Zukunft weiterentwickeln soll. Der KEP wurde vom Frankfurter Kulturamt maßgeblich gesetzt und vorangetrieben. Er bildet den strategischen Rahmen für die aktuellen und laufenden Transformationsprozesse in der Kultur und definiert die kulturelle Zukunft Frankfurts. Schwerpunkte des KEP sind die Stärkung der Teilhabe der vielfältigen Frankfurter Stadtgesellschaft am Kulturangebot, die Potentiale und Herausforderung der Digitalisierung für Kunst, Kultur und Gesellschaft sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der freien Kulturszene.
Abschiedsfeier in der Naxos-Halle
Anfang Juni feierte Sybille Linke bereits ihren Abschied in der Naxoshalle. Zahlreiche Weggefährtinnen und -gefährten, Kulturschaffende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Kulturamt und -dezernat, den Museen und Kultureinrichtungen waren gekommen, um sie gebührend und würdig zu verabschieden. Gregor Praml spielte für sie auf dem Kontrabass, es gab eine kleine Theaterinszenierung, persönliche Reden und einen kreativen Beitrag aus dem Kulturamt selbst.
„Es war für mich eine unglaublich schöne Feier“, sagt Linke. „Ich war erfreut und gerührt, all die vielen bekannten und lieb gewonnenen Gesichter zu sehen und danke allen für die würdige Verabschiedung. Das ehrt mich sehr. Die Jahre im Kulturamt und die gute Zusammenarbeit zwischen Amt, Dezernat, den Museen und der Frankfurter Kulturszene waren bereichernd und immer auch inspirierend – selbst dann, wenn es mal nicht so einfach war. Es fällt mir nicht leicht zu gehen, aber ich freue mich gleichzeitig darauf, wieder mehr private Zeit für meine Freundinnen und Freunde und meine Interessen zu haben, zum Beispiel fürs Lesen. Und ich habe große Lust, Neues zu lernen und auf Reisen meinen Horizont zu erweitern.“
Die Stelle der Amtsleitung ist noch nicht neu ausgeschrieben. Das soll zeitnah passieren. Für den Übergang wird das Kulturamt von den beiden Stellvertretern Johannes Promnitz und Benjamin Lehner kommissarisch geleitet.
Kurz-Biographie Sybille Linke Sybille Linke wurde 1960 in Itzehoe geboren, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Anglistik in Berlin und Glasgow und arbeitete zunächst als Regieassistentin und freie Regisseurin. Sie bildete sich stets fort, unter anderem im Kultur- und Bildungsmanagement, saß in Jurys für Theaterförderung und Preise und war Programmleitende Geschäftsführerin des Programms Kulturagenten für kreative Schulen, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator. Von 2015 bis 2019 leitete sie den Fachbereich Kultur der Stadt Würzburg. Seit dem 1. Februar 2019 leitete sie das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.
Kontakt für die Medien Hanna Immich, Pressesprecherin, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Telefon 069/212-49232