Kulturpolitische Entscheidung des Bundes für Frankfurt nicht akzeptabel

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Der Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien streicht die Mittel für das „Bündnis internationaler Produktionshäuser“ trotz einer Steigerung des Kulturetats um zehn Prozent. Das trifft die Frankfurter Kulturlandschaft unmittelbar: Denn zu den sieben Partnerhäusern des Bündnisses in ganz Deutschland zählt auch das Künstler*innenhaus Mousonturm, für das der Wegfall der Mittel erhebliche Einschränkungen bedeutet.

Die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig zeigt sich verärgert. „Die Entscheidungen des Bundes über die Streichung der Mittel für das Bündnis Internationale Produktionshäuser hat enorme Auswirkungen auf die Kommunen, in denen die Produktionshäuser sitzen. Wir sind als Stadt Frankfurt von den Entscheidungen des Bundes direkt betroffen und es ist ohne Frage eine herausfordernde Situation für uns“, sagt Hartwig. „Der Mousonturm als städtische Gesellschaft ist mit seinem innovativen und international renommierten Angebot für die Kulturlandschaft Frankfurts unverzichtbar. Wir werden das Haus nach Kräften weiterhin unterstützen und stehen dazu seit Monaten in engem Austausch mit dem Mousonturm. Da sich die Streichung der Bundesförderung seit längerer Zeit andeutete, steht das Kulturdezernat außerdem bereits mit dem Kämmerer im Austausch, um eine auskömmliche Finanzierung des Mousonturms sicherstellen können.“   Erfolgreiche Kooperation durch Streichung der Gelder gefährdet

Durch die Streichung der Gelder endet eine langjährige und erfolgreiche Kooperation der sieben bedeutendsten Produktionshäuser für zeitgenössische Darstellende Künste, die mit ihrer Arbeit internationale Perspektiven mit Künstlerinnen und Stadtgesellschaften vor Ort zusammenbringen. Für diese wichtige Arbeit erhielt das Bündnis zuletzt jedes Jahr insgesamt 5 Millionen Euro aus Berlin. Auf den Frankfurter Mousonturm entfielen davon jährlich gut 600.000 Euro. Die Stadt Frankfurt fördert die städtische Gesellschaft Künstler*innenhaus Mousonturm mit jährlich über vier Millionen Euro. Noch im Sommer dieses Jahres konnte das Bündnis sein zehnjähriges Bestehen feiern.

Hartwig betont: „Wir als Kommune werden alles dafür tun, den Schaden zu begrenzen. Glücklich, das kann ich offen sagen, sind wir mit den aktuellen Entscheidungen aus Berlin nicht.“

Zum „Bündnis Internationaler Produktionshäuser“ gehören das FFT Düsseldorf, HAU Hebbel am Ufer (Berlin), HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste (Dresden), Kampnagel (Hamburg), Künstler*innenhaus Mousonturm (Frankfurt am Main), PACT Zollverein (Essen) sowie das tanzhaus nrw (Düsseldorf).

Kontakt für die Medien Hanna Immich, Pressesprecherin, Dezernat Kultur und Wissenschaft, Telefon 069/212-49232 , Mobil 0171/1769719 , E-Mail hanna.immich@stadt-frankfurt.de