„Kunst, Ausdruck und Verantwortung im öffentlichen Raum“
Lincoln Wall. Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt
Rauschzeit – Mobile Suchtprävention von Netzwerk ROPE e.V. lädt am Freitag, 14. August, Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis 20 Uhr zu dem offenen Graffiti-Workshop „Kunst, Ausdruck und Verantwortung im öffentlichen Raum“ auf dem Karolinenplatz ein.Gemeinsam mit den erfahrenen Graffiti-Künstlern von Antigrau sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erste Erfahrungen mit der Spraydose, lernen Techniken kennen und gestalten eigene Motive. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – im Mittelpunkt stehen kreativer Ausdruck und die Freude am Gestalten.Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Rauschzeit – Mobile Suchtprävention“, das junge Menschen niedrigschwellig im öffentlichen Raum erreicht und neue Zugänge zu den Themen Gesundheit, Identitätsentwicklung und Suchtprävention eröffnet. Das Projekt wird von der Wissenschaftsstadt Darmstadt gefördert.Graffiti bewegt sich seit jeher im Spannungsfeld zwischen Kunst und Sachbeschädigung. Der Workshop greift diese Ambivalenz auf und lädt zum Gespräch ein: Wem gehört die Stadt? Wo liegen die Grenzen zwischen legaler Kunst und illegalem Handeln?Gleichzeitig bietet die kreative Arbeit Zugang zu Themen, die auch in der Suchtprävention zentral sind: Kontrolle, das Ausprobieren von Grenzen und die Suche nach Identität. Im gemeinsamen Gestalten erleben junge Menschen Selbstwirksamkeit und übernehmen Verantwortung.Die Künstler von Antigrau vermitteln dabei nicht nur Techniken, sondern geben Einblicke in die Graffiti-Kultur und zeigen, wie sich Kreativität legal und verantwortungsvoll ausleben lässt. Neben dem Workshop gibt es Raum für Gespräche und Austausch rund um Jugendkultur, Freizeitgestaltung, mentale Gesundheit und Suchtprävention.„Graffiti ist weit mehr als Farbe auf einer Wand. Es ist Ausdruck, Haltung und Auseinandersetzung mit dem eigenen Umfeld. Mit der Aktion möchten wir jungen Menschen einen Raum bieten, in dem sie sich kreativ ausprobieren, Fragen stellen und gemeinsam darüber nachdenken können, wie Verantwortung, Freiheit und Ausdruck zusammengehören“, so Bürgermeisterin Barbara Akdeniz.Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.