„Lange Tafel der Baukultur“ im Schönhof-Viertel in Bockenheim

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Expertinnen und Experten diskutieren über Baukultur bei der Entwicklung bezahlbarer und zugleich qualitätsvoller Stadtquartiere

ffm. Mit großem Zuspruch aus Architektur, Stadtplanung, Immobilienwirtschaft, Politik und Verwaltung hat am Freitag, 19. Juni, in Anwesenheit von Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NHW), und Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, die „Lange Tafel der Baukultur“ im Schönhof-Viertel in Bockenheim stattgefunden. Zahlreiche interessierte Bewohnerinnen und Bewohner nahmen ebenfalls an der Veranstaltung auf dem neuen Quartiersplatz teil.

Im Mittelpunkt stand ein moderiertes Gespräch an der „Langen Tafel“, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Architektur, Projektentwicklung, Politik und Verwaltung zentrale Elemente der Quartiersentwicklung vorstellten: Die neue Hybridschule ist in Deutschland bisher einzigartig, sie kombiniert Wohnen und Bildung in einem Gebäude. Im zentralen Park wird ein Regenwassermanagement umgesetzt, das dem Schwammstadtprinzip folgt. Der Park und der Quartiersplatz sollen tagsüber auch von der Schule genutzt werden.

Ergänzt wurde die Veranstaltung mit einer Ausstellung der Architektenentwürfe auf dem Quartiersplatz von BGF+ Architekten PartGmbB, Landes & Partner, a+r Architekten und Karl Dudler Architekten. Anschließend wurden fachlich geführte Rundgänge durch das Quartier angeboten, die an den einzelnen Baufeldern sowie den Freiräumen Station machten.

„Das Schönhof-Viertel zeigt, dass bezahlbarer Wohnraum und hohe Ansprüche an Architektur, Freiraumgestaltung und soziale Infrastruktur kein Widerspruch sind. Gemeinsam mit unseren Partnern schaffen wir hier ein urbanes Quartier für unterschiedliche Einkommensgruppen und geben eine konkrete Antwort auf die Frage, wie qualitätsvoller Wohnungsbau auch in innerstädtischen Lagen im großen Maßstab gelingen kann“, sagte Fontaine-Kretschmer.

Auch Planungsdezernent Gwechenberger hob die Bedeutung des Schönhof-Viertels als Beispiel gelungener Quartiersentwicklung hervor: „Die ‚Lange Tafel der Baukultur‘ hat uns die Gelegenheit geboten, mit den Menschen vor Ort über die Entwicklung ihres Quartiers ins Gespräch zu kommen. Das Schönhof-Viertel zeigt beispielhaft, wie aus einer ehemals gewerblich geprägten Fläche ein lebendiges urbanes Quartier für rund 5000 Menschen entstehen kann. Wohnungen, Bildungseinrichtungen, Nahversorgung, attraktive Freiräume und der große Quartierspark greifen hier ineinander und schaffen die Grundlage für stabile, lebendige Nachbarschaften. Gleichzeitig steht das Projekt für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadt sowie öffentlichen und privaten Partnern der Wohnungswirtschaft bei der Entwicklung neuer Stadtquartiere in Frankfurt.“

„Das Schönhof-Viertel zeigt, was möglich ist, wenn komplexe Quartiersentwicklungen von Anfang an partnerschaftlich gedacht werden“, sagte Sascha Querbach, Niederlassungsleiter Rhein-Main von Instone Real Estate. „‚Die Lange Tafel der Baukultur‘ hat das eindrucksvoll bestätigt: Der frühe Austausch über Architektur, Nutzungsmix und Freiraum ist kein Mehraufwand – er ist die Grundlage für gute Stadtentwicklung."

Transformation eines Gewerbeareals zum urbanen Quartier

Das Schönhof-Viertel steht exemplarisch für die Konversion ehemals gewerblich geprägter Flächen in ein lebendiges, urbanes Quartier. Entwickelt von der NHW und Instone Real Estate entsteht in Bockenheim – in unmittelbarer Nähe zu Rödelheim, dem Westbahnhof und nur rund 3,5 Kilometer von der Innenstadt entfernt – ein integriertes Stadtquartier mit über 2000 Miet- und Eigentumswohnungen, Bildungs- und Betreuungsangeboten, Nahversorgung sowie einem durchgängigen Freiraumkonzept.

Städtebauliches Herzstück ist der Quartiersplatz als verbindendes Zentrum und sozialer Ankerpunkt. Ergänzt wird dieser durch eine rund 28.000 Quadratmeter große Parkanlage, die sich als „grünes Band“ durch das Viertel zieht. Mit der Hybridschule – einem bundesweiten Pilotprojekt nach dem Prinzip „unten lernen, oben wohnen“ – werden Bildung und Wohnen in einem hybriden Gebäudetyp vereint. Kitas, wohnortnahe Versorgung und eine breite soziale Infrastruktur bilden die Grundlage für stabile Nachbarschaften und eine langfristig tragfähige Quartiersentwicklung.

Hinweis an die Redaktionen Fotos von der Veranstaltung stehen ab circa 17 Uhr unter Lange Tafel der Baukultur  zur Verfügung. Es wird darum gebeten, das Copyright in den Dateinamen zu beachten. 

Kontakt für die Medien Jens Duffner, Pressesprecher, Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Telefon 069/678674-1321 , E-Mail jens.duffner@naheimst.de 

Sebastian Tokarz, Pressesprecher, Dezernat Planen und Wohnen, Telefon 069/212-71055 , E-Mail presse.dezernat03@stadt-frankfurt.de