Lutz Raettig erhält die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Am Freitag, 9. Januar, hat Lutz Raettig, einst Banker und ehrenamtlicher Stadtrat, für sein langjähriges Engagement für den Finanzstandort und seine Heimatstadt die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main erhalten. Oberbürgermeister Mike Josef überreichte ihm die Auszeichnung im Kaisersaal des Römers.

„Unsere Stadt lebt von Menschen wie Lutz Raettig. Menschen, die sagen: Frankfurt ist mein Zuhause – und deshalb engagiere ich mich“, sagte der Oberbürgermeister in Richtung des Geehrten. Er bezeichnete den 82-Jährigen als einen Mann, dessen Wirken in außergewöhnlicher Weise mit der Entwicklung, der internationalen Ausstrahlung und dem Selbstverständnis Frankfurts verbunden sei. „Lutz Raettig steht für einen Bürgersinn, der leise ist, aber nachhaltig wirkt. Für ein Engagement, das Verantwortung übernimmt, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Er steht für eine Haltung, die Frankfurt international öffnet und zugleich tief in dieser Stadt verwurzelt ist“, sagte Josef.

Lutz Raettig, 1943 in Berlin geboren und in Bremen aufgewachsen, studierte in Hamburg Betriebswirtschaftslehre. Dort promovierte er auch 1969. Nach beruflichen Stationen bei der Commerzbank und der Westdeutschen Landesbank in verschiedenen deutschen Städten sowie in London und New York wechselte er 1995 nach Frankfurt, wo er den Vorstandsvorsitz der Morgan Stanley Bank übernahm. Zehn Jahre später wechselte er an die Spitze des Aufsichtsrats des Bankinstituts.

Zusätzlich setzte sich Raettig seit jeher für den Finanzplatz Frankfurt ein. So führte er zwölf Jahre lang die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance und engagierte sich im Börsenrat der Frankfurter Wertpapierbörse, dessen Vorsitz er 15 Jahre lang innehatte. Darüber hinaus stellte er viele Jahre als ehrenamtlicher Stadtrat seine Fachkompetenz und seine beruflichen Erfahrungen in den Dienst seiner Heimatstadt.

Oberbürgermeister Josef erinnerte auch an Raettigs großes Engagement für die Frankfurter Kulturlandschaft. Dieses galt insbesondere der Alten Oper, der Oper Frankfurt, der Schirn Kunsthalle und dem English Theatre. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Katherine Fürstenberg-Raettig engagierte er sich im Kuratorium und bei den Freunden der Oper Frankfurt für die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler.

„Lutz Raettig hat Verantwortung übernommen, ohne Eigeninteresse – getragen von dem Wunsch, Frankfurt voranzubringen. Er hat den Wert des Finanzplatzes Frankfurt erkannt und stets verteidigt. Dieses kommunale Engagement verdient besondere Anerkennung“, sagte Josef.

Jürgen Fitschen, der die Laudatio hielt, sagte: „Dr. Lutz Raettig hat den Finanzplatz Frankfurt über Jahrzehnte hinweg mit Weitblick, Integrität und großer persönlicher Leidenschaft geprägt. Sein Engagement für diese Stadt – wirtschaftlich wie gesellschaftlich – ist außergewöhnlich und verdient höchste Anerkennung.“

Lutz Raettig selbst bedankte sich für die Ehrung. Er sagte: „Die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main zu erhalten, ist für mich eine große Ehre. Frankfurt ist über viele Jahrzehnte hinweg mein Zuhause geworden – eine Stadt mit der ich mich eng verbunden fühle und für die ich mich aus Überzeugung engagiert habe.“

Die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main wird seit 1952 an Persönlichkeiten verliehen, die sich auf kommunalpolitischem, kulturellem, wirtschaftlichem, sozialem oder städtebaulichem Gebiet besondere Verdienste erworben und durch ihr Wirken das Ansehen der Stadt in besonderer Weise gemehrt haben.

Hinweis an die Redaktionen Fotos von der Verleihung der Ehrenplakette an Lutz Raettig sendet das Presse- und Informationsamt heute Nachmittag mit einem zweiten Pressenewsletter.