Machete am Clubeingang, Föhne am Shisha-Ofen – Stadtpolizei greift durch

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Die Operative Ermittlungs- und Kontrolleinheit der Stadtpolizei hat am Freitag, 16. Januar, gemeinsam mit uniformierten Kräften umfangreiche Kontrollmaßnahmen in Frankfurt durchgeführt. Im Fokus standen eine Shisha-Bar im Stadtteil Hausen sowie ein Club in der Innenstadt.

Shisha-Bar in Hausen

In einer Örtlichkeit mit zwei genehmigten gastronomischen Betrieben ergab eine zuvor durchgeführte verdeckte Kontrolle, dass die Notausgangstür zwischen beiden Betrieben geöffnet war und Besucherinnen sowie Besucher ungehindert zwischen den Betrieben wechseln konnten.

Während der anschließenden offenen Kontrollmaßnahme wurden erhebliche sicherheits- und ordnungsrechtliche Mängel festgestellt. Am Shisha-Ofen waren unmittelbar zwei Kunststoffföhne angebracht, um die Kohle dauerhaft zum Glühen zu bringen. Der Ofen war nicht an eine Abluftanlage angeschlossen. Von insgesamt fünf vorhandenen CO-Warngeräten waren zwei defekt, bei einem weiteren Gerät waren die Batterien entfernt.

Zudem wurde unverzollter Tabak verwendet, der mit Shisha-Melasse vermischt war. Die Räumlichkeiten wiesen eine starke Rußverschmutzung auf. Weiterhin befanden sich zwei Geldgewinnspielgeräte aus dem benachbarten Betrieb in den Räumen der Shisha-Bar, ohne dass eine erforderliche Aufsichtsperson anwesend war. Die abgelaufenen Geräte wurden sichergestellt, versiegelt und vor Ort belassen.

Die weitere Zubereitung und Abgabe von Shishas wurde untersagt und der sichergestellte Tabak einschließlich der Melasse abtransportiert.

Club in der Innenstadt

Nach mehreren Körperverletzungsdelikten zum Jahresende 2025 und zu Beginn des Jahres 2026, die unter anderem durch flüchtige Türsteher begangen worden waren, wurde ein Club in der Innenstadt zunächst während einer unerkannten Kontrolle überprüft.

Dabei konnten im Eingangsbereich vier mutmaßliche Türsteher festgestellt, visualisiert und mit Personenbeschreibungen an die Einsatzkräfte übermittelt werden. In einer zeitversetzten offenen Kontrolle wurden diese vier Personen überprüft. Es handelte sich um hinreichend polizeibekannte Personen, die nicht als Türsteher gekennzeichnet waren und angaben, für eine nicht existente Firma tätig zu sein.

Bei den kontrollierten Personen wurde zudem eine erhebliche Bewaffnung festgestellt. Zugriffsbereit mitgeführt wurden unter anderem eine Machete, eine Pfefferpistole sowie ein weiteres feststehendes Messer.

In beiden Fällen leitete die Stadtpolizei entsprechende Strafverfahren sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen ein.

Kontakt für die Medien Michael Jenisch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ordnungsamt, Telefon 069/212-49999 , E-Mail presse.ordnungsamt@stadt-frankfurt.de