Mehr Raum für die Kunst: Rund 1500 Quadratmeter für neues Atelierhaus im Bahnhofsviertel
ffm. Ein starkes Signal für die Kultur- und Kreativszene der Stadt und
das Bahnhofsviertel: In der Düsseldorfer Straße 12 entsteht ein neues
Atelierhaus mit vielfältigen Arbeitsplätzen für Künstlerinnen und
Künstler auf rund 1500 Quadratmetern Fläche.
Das Bahnhofsviertel gewinnt damit einen weiteren wichtigen kulturellen Ankerpunkt, der positive Impulse in die unmittelbare Nachbarschaft ausstrahlen wird.
Die früheren Großraum-Büroflächen werden über fünf Etagen so umgestaltet, dass 39 Atelierräume geschaffen werden. Mehr als 50 Kreativschaffende erhalten dadurch zukünftig bezahlbaren Raum zum Arbeiten, Gestalten und Vernetzen. Es sollen Ateliers in der Größe zwischen etwa 10 und 50 Quadratmetern entstehen.
Um die Büroräume für den neuen Bedarf nutzbar zu machen, sind einige bauliche Anpassungen notwendig – von der Raumaufteilung über notwendige Schallschutz- und Elektromaßnahmen bis hin zu den geltenden Brandschutzanforderungen, die durch das Förderprogramm „Umbau leerstehender Räume für Kreative“ des Stadtplanungsamts mitfinanziert werden.
Erfolg durch dezernats- und ämterübergreifende Zusammenarbeit
Auf die Immobilie aufmerksam geworden ist das Kulturamt bei einer regelmäßigen Routinesitzung. Der Arbeitskreis „Räume für Frankfurt“ trifft sich jeden Monat mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadtplanungsamtes, des Kulturamtes, der Wirtschaftsförderung und der Leerstandsagentur RADAR.
Ziel der Runde ist es, neue Räume für Kreativschaffende zu finden und das Potenzial von leerstehenden Immobilien in Frankfurt zu entdecken. In einer dieser Sitzungen wurde die Immobilie Düsseldorfer Straße 12 als mögliches neues Atelierhaus „entdeckt“. Weitere Prüfungen ergaben, dass diese Nutzung an diesem Ort Sinn macht.
„An diesem Beispiel wird deutlich, wie konstruktiv dezernats- und ämterübergreifendes Denken sein kann und ich freue mich sehr über die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Kulturamt und dem Stadtplanungsamt“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Das Kulturamt hat in enger Zusammenarbeit mit der Leerstandsagentur RADAR, das Potenzial der Liegenschaft erkannt und die Vermittlung zwischen allen Beteiligten erfolgreich begleitet.”
Die Reaktivierung des ehemaligen Bürogebäudes wird über das städtische Umbauförderprogramm durch das Planungsdezernat mit einem Zuschuss von 176.000 Euro unterstützt. Mit dieser Förderung werden die Kosten für den Innenausbau mitfinanziert. Das Dezernat für Kultur und Wissenschaft wird das Projekt finanziell beim Betrieb des Hauses unterstützen.
„Die Umnutzung der Düsseldorfer Straße 12 ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie wir Leerstände im Herzen der Stadt wieder in produktive, lebendige Orte verwandeln können“, betont Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen, Wohnen und Personal. „Durch den engagierten Einsatz von RADAR an der Schnittstelle zwischen Eigentümer:innen, Stadt und Kreativszene ist es wieder einmal gelungen, eine weitere Fläche langfristig und bezahlbar für Kulturschaffende zu sichern. Diese Kooperation zeigt eindrucksvoll, wie Stadtentwicklung und kulturelle Raumförderung Hand in Hand gehen.“
Mit der Transformation des Leerstands unterstreichen das Planungs- und Kulturdezernat den strategischen Ansatz, ungenutzte Raumpotenziale im Stadtgebiet aktiv für kreative Nutzungen zu erschließen und Quartiere durch eine lebendige Nutzungsmischung nachhaltig zu stärken.
Der erfahrene Verein basis wird Betreiber des Atelierhauses
Künftiger Betreiber des Gebäudes ist der Verein basis, der seit 2006 internationale Gegenwartskunst in Frankfurt fördert und präsentiert sowie viel Erfahrung hat mit leerstehenden Immobilien im Stadtgebiet. Der Verein fördert die freie Kunstszene in Frankfurt und möchte verlässliche Rahmenbedingungen für die Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern schaffen. Das Kulturamt begleitet und fördert basis bereits seit den Anfängen des Vereins. Weitere Informationen zum Verein finden sich unter basis-frankfurt.de/de/ueber-basis.
Basis ist bereits mit zwei bestehenden Atelierhäusern in der
Elbestraße 10 und der Gutleutstraße 8-12 im Bahnhofsviertel verwurzelt
und erschließt nun seinen dritten Standort im Quartier.
Felix Ruhöfer und Jakob Sturm, die künstlerischen Leiter von basis, sagen: „Wir freuen uns, mit dem neuen Standort, der gemeinsam mit dem Kulturamt Frankfurt betrieben wird, einen weiteren Produktionsort für Künstlerinnen und Künstler bereitstellen zu können. Mit dem sechsten Standort von basis schließt sich daher zum 20-jährigen Bestehen des Vereins ein Kreis im Bestreben, die Produktionsmöglichkeiten für Künstler:Innen in Frankfurt zu verbessern. Kreative Prozesse benötigen solche Räume in der Stadt. Sie strahlen auch auf ihr Umfeld aus und bieten dadurch einen wichtigen Impuls für die Gestaltung des Lebensraums Stadt.“
Basis wird bereits in dieser Woche einen Open Call starten, um die neuen Räume an Künstlerinnen und Künstler zu vermieten. Erste Ateliers können ab 1. November bezogen werden. Die Einweihung des neuen Atelierhauses ist für Anfang des Jahres 2027 geplant.
Fotos
Außenaufnahme: Mitten im Bahnhofsviertel entsteht ein neues Atelierhaus für freie Künstlerinnen und Künstler, Copyright: Moritz Bernoully
Innenaufnahme: Rund 1500 Quadratmeter ehemaliger Bürofläche in der Düsseldorfer Straße werden zu Ateliers umgebaut, Copyright: Stadt Frankfurt am Main
Hinweis an die Redaktionen
Weitere Bilder sind unter Atelierhaus Bahnhofsviertel
zu finden.
Kontakt für die Medien Sebastian Tokarz, Pressesprecher, Dezernat für Planen, Wohnen und Personal, Telefon 069/212-71055, Mobil
0171/356-9930 , E-Mail
sebastian.tokarz@stadt-frankfurt.de
Hanna Immich, Pressesprecherin, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Telefon 069/212-49232, Mobil
0171/1769719 , E-Mail
hanna.immich@stadt-frankfurt.de
Das Bahnhofsviertel gewinnt damit einen weiteren wichtigen kulturellen Ankerpunkt, der positive Impulse in die unmittelbare Nachbarschaft ausstrahlen wird.
Die früheren Großraum-Büroflächen werden über fünf Etagen so umgestaltet, dass 39 Atelierräume geschaffen werden. Mehr als 50 Kreativschaffende erhalten dadurch zukünftig bezahlbaren Raum zum Arbeiten, Gestalten und Vernetzen. Es sollen Ateliers in der Größe zwischen etwa 10 und 50 Quadratmetern entstehen.
Um die Büroräume für den neuen Bedarf nutzbar zu machen, sind einige bauliche Anpassungen notwendig – von der Raumaufteilung über notwendige Schallschutz- und Elektromaßnahmen bis hin zu den geltenden Brandschutzanforderungen, die durch das Förderprogramm „Umbau leerstehender Räume für Kreative“ des Stadtplanungsamts mitfinanziert werden.
Erfolg durch dezernats- und ämterübergreifende Zusammenarbeit
Auf die Immobilie aufmerksam geworden ist das Kulturamt bei einer regelmäßigen Routinesitzung. Der Arbeitskreis „Räume für Frankfurt“ trifft sich jeden Monat mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadtplanungsamtes, des Kulturamtes, der Wirtschaftsförderung und der Leerstandsagentur RADAR.
Ziel der Runde ist es, neue Räume für Kreativschaffende zu finden und das Potenzial von leerstehenden Immobilien in Frankfurt zu entdecken. In einer dieser Sitzungen wurde die Immobilie Düsseldorfer Straße 12 als mögliches neues Atelierhaus „entdeckt“. Weitere Prüfungen ergaben, dass diese Nutzung an diesem Ort Sinn macht.
„An diesem Beispiel wird deutlich, wie konstruktiv dezernats- und ämterübergreifendes Denken sein kann und ich freue mich sehr über die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Kulturamt und dem Stadtplanungsamt“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Das Kulturamt hat in enger Zusammenarbeit mit der Leerstandsagentur RADAR, das Potenzial der Liegenschaft erkannt und die Vermittlung zwischen allen Beteiligten erfolgreich begleitet.”
Die Reaktivierung des ehemaligen Bürogebäudes wird über das städtische Umbauförderprogramm durch das Planungsdezernat mit einem Zuschuss von 176.000 Euro unterstützt. Mit dieser Förderung werden die Kosten für den Innenausbau mitfinanziert. Das Dezernat für Kultur und Wissenschaft wird das Projekt finanziell beim Betrieb des Hauses unterstützen.
„Die Umnutzung der Düsseldorfer Straße 12 ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie wir Leerstände im Herzen der Stadt wieder in produktive, lebendige Orte verwandeln können“, betont Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen, Wohnen und Personal. „Durch den engagierten Einsatz von RADAR an der Schnittstelle zwischen Eigentümer:innen, Stadt und Kreativszene ist es wieder einmal gelungen, eine weitere Fläche langfristig und bezahlbar für Kulturschaffende zu sichern. Diese Kooperation zeigt eindrucksvoll, wie Stadtentwicklung und kulturelle Raumförderung Hand in Hand gehen.“
Mit der Transformation des Leerstands unterstreichen das Planungs- und Kulturdezernat den strategischen Ansatz, ungenutzte Raumpotenziale im Stadtgebiet aktiv für kreative Nutzungen zu erschließen und Quartiere durch eine lebendige Nutzungsmischung nachhaltig zu stärken.
Der erfahrene Verein basis wird Betreiber des Atelierhauses
Künftiger Betreiber des Gebäudes ist der Verein basis, der seit 2006 internationale Gegenwartskunst in Frankfurt fördert und präsentiert sowie viel Erfahrung hat mit leerstehenden Immobilien im Stadtgebiet. Der Verein fördert die freie Kunstszene in Frankfurt und möchte verlässliche Rahmenbedingungen für die Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern schaffen. Das Kulturamt begleitet und fördert basis bereits seit den Anfängen des Vereins. Weitere Informationen zum Verein finden sich unter basis-frankfurt.de/de/ueber-basis
Felix Ruhöfer und Jakob Sturm, die künstlerischen Leiter von basis, sagen: „Wir freuen uns, mit dem neuen Standort, der gemeinsam mit dem Kulturamt Frankfurt betrieben wird, einen weiteren Produktionsort für Künstlerinnen und Künstler bereitstellen zu können. Mit dem sechsten Standort von basis schließt sich daher zum 20-jährigen Bestehen des Vereins ein Kreis im Bestreben, die Produktionsmöglichkeiten für Künstler:Innen in Frankfurt zu verbessern. Kreative Prozesse benötigen solche Räume in der Stadt. Sie strahlen auch auf ihr Umfeld aus und bieten dadurch einen wichtigen Impuls für die Gestaltung des Lebensraums Stadt.“
Basis wird bereits in dieser Woche einen Open Call starten, um die neuen Räume an Künstlerinnen und Künstler zu vermieten. Erste Ateliers können ab 1. November bezogen werden. Die Einweihung des neuen Atelierhauses ist für Anfang des Jahres 2027 geplant.
Fotos
Außenaufnahme: Mitten im Bahnhofsviertel entsteht ein neues Atelierhaus für freie Künstlerinnen und Künstler, Copyright: Moritz Bernoully
Innenaufnahme: Rund 1500 Quadratmeter ehemaliger Bürofläche in der Düsseldorfer Straße werden zu Ateliers umgebaut, Copyright: Stadt Frankfurt am Main
Hinweis an die Redaktionen
Weitere Bilder sind unter Atelierhaus Bahnhofsviertel
Kontakt für die Medien Sebastian Tokarz, Pressesprecher, Dezernat für Planen, Wohnen und Personal, Telefon 069/212-71055
Hanna Immich, Pressesprecherin, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Telefon 069/212-49232