Merianplatz: Baumskulptur erinnert an vergiftete Platanen
Zapf-Rodríguez stellt das aus Stahl gefertigte Kunstwerk am Merianplatz
vor
ffm. Zwei Platanen sind im Sommer 2025 auf dem Merianplatz vergiftet worden und erlitten dabei so große Schäden, dass sie gefällt werden mussten. Seitdem ist viel passiert. Die Stadt Frankfurt handelte entschlossen, entsiegelte auf dem zentralen Platz im Nordend mehrere Flächen und pflanzte acht neue Bäume. Wenig erinnert augenscheinlich noch an die beiden prächtigen Platanen, die den Platz über Jahrzehnte prägten. Damit die Präsenz der Bäume, aber auch die Tat nicht in Vergessenheit geraten, hat das Grünflächenamt auf Wunsch des Ortsbeirats 3 nun eine Baumskulptur angefertigt. Das rund zwei Meter hohe und knapp 200 Kilogramm schwere Kunstwerk wurde am Montag, 14. September, am Rande des alten Merianbads offiziell enthüllt. „Die mutwillige Vergiftung der beiden Platanen hat viele Menschen hier getroffen – mich auch. Und die Folgen dieser Tat werden noch lange sichtbar sein. Die neuen Bäume brauchen viele Jahre, bis sie die Größe und Wirkung der alten Platanen erreicht haben. Mit der Skulptur erinnern wir an die beiden Bäume und daran, was passiert ist. Sie macht sichtbar, dass Bäume nicht einfach austauschbar sind und dass eine solche Zerstörung Folgen hat“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration.
In enger Abstimmung mit dem Ortsbeirat 3 haben Auszubildende des Grünflächenamtes die Erinnerungsskulptur entworfen und gebaut. Sie besteht aus langlebigem Baustahl. Eine der Auszubildenden übernahm dabei einen großen Teil der praktischen Arbeiten: Mit einem Plasmabrenner schnitt sie die Stahlplatten in einzelne Streifen und schweißte sie anschließend zu einem hohen Baumstumpf zusammen. Am Fuß des Stamms liegen Stahlblätter in Form von Platanenblättern. Auf ihnen stehen Schlagworte, die die Betroffenheit vieler Menschen nach dem Giftanschlag aufgreifen.
Für eine rostbraune Oberfläche wurde der Stahl mit Essig und Salz behandelt. Durch den Korrosionsprozess entstand die gewünschte baumähnliche Färbung. Anschließend wurde der Stahl mit Leinöl behandelt. Im Laufe der Zeit wird sich die Skulptur durch die Witterung farblich noch verändern.
Insgesamt stecken etwa 100 Stunden Arbeit in der Skulptur. Die Material- und Energiekosten liegen unter 1000 Euro.
Fotos
Zum Gedenken an die beiden vergifteten Platanen steht nun eine Skulptur auf dem Merianplatz (1), Copyright: Grünflächenamt, Foto: Christian Chur
Zum Gedenken an die beiden vergifteten Platanen steht nun eine Skulptur auf dem Merianplatz (2), Copyright: Grünflächenamt, Foto: Christian Chur
Auf nachgebildeten Platanenblättern stehen schlagwortartig Emotionen in Zusammenhang mit der Vergiftung der Platanen, Copyright: Grünflächenamt, Foto: Christian Chur
Juliane Güldenberg, Auszubildende des Grünflächenamts, hat die Baumskulptur maßgeblich umgesetzt, Copyright: Grünflächenamt, Foto: Christian Chur
Kontakt für die Medien Christian Chur, Grünflächenamt, Telefon 069/212-74074, E-Mail
geschaeftszimmer.amt67@stadt-frankfurt.de
ffm. Zwei Platanen sind im Sommer 2025 auf dem Merianplatz vergiftet worden und erlitten dabei so große Schäden, dass sie gefällt werden mussten. Seitdem ist viel passiert. Die Stadt Frankfurt handelte entschlossen, entsiegelte auf dem zentralen Platz im Nordend mehrere Flächen und pflanzte acht neue Bäume. Wenig erinnert augenscheinlich noch an die beiden prächtigen Platanen, die den Platz über Jahrzehnte prägten. Damit die Präsenz der Bäume, aber auch die Tat nicht in Vergessenheit geraten, hat das Grünflächenamt auf Wunsch des Ortsbeirats 3 nun eine Baumskulptur angefertigt. Das rund zwei Meter hohe und knapp 200 Kilogramm schwere Kunstwerk wurde am Montag, 14. September, am Rande des alten Merianbads offiziell enthüllt. „Die mutwillige Vergiftung der beiden Platanen hat viele Menschen hier getroffen – mich auch. Und die Folgen dieser Tat werden noch lange sichtbar sein. Die neuen Bäume brauchen viele Jahre, bis sie die Größe und Wirkung der alten Platanen erreicht haben. Mit der Skulptur erinnern wir an die beiden Bäume und daran, was passiert ist. Sie macht sichtbar, dass Bäume nicht einfach austauschbar sind und dass eine solche Zerstörung Folgen hat“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration.
In enger Abstimmung mit dem Ortsbeirat 3 haben Auszubildende des Grünflächenamtes die Erinnerungsskulptur entworfen und gebaut. Sie besteht aus langlebigem Baustahl. Eine der Auszubildenden übernahm dabei einen großen Teil der praktischen Arbeiten: Mit einem Plasmabrenner schnitt sie die Stahlplatten in einzelne Streifen und schweißte sie anschließend zu einem hohen Baumstumpf zusammen. Am Fuß des Stamms liegen Stahlblätter in Form von Platanenblättern. Auf ihnen stehen Schlagworte, die die Betroffenheit vieler Menschen nach dem Giftanschlag aufgreifen.
Für eine rostbraune Oberfläche wurde der Stahl mit Essig und Salz behandelt. Durch den Korrosionsprozess entstand die gewünschte baumähnliche Färbung. Anschließend wurde der Stahl mit Leinöl behandelt. Im Laufe der Zeit wird sich die Skulptur durch die Witterung farblich noch verändern.
Insgesamt stecken etwa 100 Stunden Arbeit in der Skulptur. Die Material- und Energiekosten liegen unter 1000 Euro.
Fotos
Zum Gedenken an die beiden vergifteten Platanen steht nun eine Skulptur auf dem Merianplatz (1), Copyright: Grünflächenamt, Foto: Christian Chur
Zum Gedenken an die beiden vergifteten Platanen steht nun eine Skulptur auf dem Merianplatz (2), Copyright: Grünflächenamt, Foto: Christian Chur
Auf nachgebildeten Platanenblättern stehen schlagwortartig Emotionen in Zusammenhang mit der Vergiftung der Platanen, Copyright: Grünflächenamt, Foto: Christian Chur
Juliane Güldenberg, Auszubildende des Grünflächenamts, hat die Baumskulptur maßgeblich umgesetzt, Copyright: Grünflächenamt, Foto: Christian Chur
Kontakt für die Medien Christian Chur, Grünflächenamt, Telefon 069/212-74074