Mit dem Tod von Jürgen Habermas endet eine Epoche
ffm. Die Stadt Frankfurt am Main trauert um den Philosophen und
Soziologen Jürgen Habermas. Der international renommierte Denker ist am
Samstag, 14. März, im Alter von 96 Jahren gestorben. Habermas war über
viele Jahre eng mit Frankfurt verbunden und prägte als Professor für
Philosophie an der Goethe-Universität die intellektuelle Landschaft der
Stadt und weit darüber hinaus. Die Stadt Frankfurt spricht den
Angehörigen von Jürgen Habermas ihre aufrichtige Anteilnahme aus.
„Der Tod von Jürgen Habermas trifft mich sehr tief“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef. „Nicht nur Frankfurt, nicht nur Deutschland, die ganze Welt verliert mit ihm einen der wichtigsten Philosophen der Nachkriegszeit, dessen Werk tief in der Tradition der Kritischen Theorie steht. Als Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt hat er das geistige Leben in der ganzen westlichen Welt wesentlich geprägt. Seine tiefe Überzeugung von der Kraft einer Vernunft basierten Kommunikation hat Maßstäbe auch für künftige Generationen gesetzt. Verdient wurde er mit dem Theodor W. Adorno-Preis der Stadt Frankfurt 1980 ausgezeichnet. Frankfurt ist stolz darauf, dass ein so bedeutender Intellektueller über viele Jahrzehnte hier gewirkt hat – ein Wirken, das uns als Stadt auch in der Zukunft verpflichtet.“
Auch Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner bewegt der Tod von Habermas sehr. „Wir trauern um einen ganz großen Denker, einen multidisziplinären Gelehrten, der den intellektuellen Diskurs weltweit über Jahrzehnte prägend mitgestaltet hat.“ Habermas habe immer wieder Stellung zu allen wichtigen politischen, sozialen, historischen und ethischen Fragen bezogen. „Seine Stimme wurde gehört und hatte Einfluss. Als Stadt sind wir dankbar, dass Jürgen Habermas‘ Wirken immer eng mit Frankfurt verbunden bleiben wird“, sagte Arslaner.
Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, ergänzt: „Mit dem Tod von Jürgen Habermas endet eine Epoche. Er hat die Kritische Theorie seiner Lehrer Theodor W. Adorno und Max Horckheimer durch kommunikationstheoretische Ansätze weitergeführt und mit dem Begriff des kommunikativen Handelns eine universelle Gesellschaftstheorie geschaffen, die auf der Grundlage der Rationalität von Verständigung im Medienzeitalter basiert. Das weltweit rezipierte Werk ‚Die Theorie des kommunikativen Handelns‘ gehört zum Kanon der bedeutendsten Werke der Philosophie des 20. Jahrhunderts und hat den internationalen Ruhm von Jürgen Habermas begründet. Sein Wirken und Denken sind eng mit Frankfurt verbunden. Hier hat er nicht nur gelehrt, sondern auch die produktivsten Jahre seiner Karriere verbracht. Bis zum Schluss war er ein unbeirrbarer Anhänger der Rationalität von demokratischen Aushandlungsprozessen und hat damit der modernen Demokratie eine unverzichtbare intellektuelle Grundlage gegeben. Jürgen Habermas war ohne Zweifel der wichtigste Philosoph der alten Bundesrepublik, der bis an sein Lebensende an den Debatten und Diskursen als ein wacher und scharfer Analytiker teilgenommen hat. Mit ihm verlieren wir einen großen Denker und einen überzeugten Demokraten, dessen Stimme dem Land fehlen werden.“
Jürgen Habermas gilt als einer der wichtigsten Vertreter der sogenannten zweiten Generation der Frankfurter Schule und als einer der einflussreichsten Philosophen der Gegenwart. Seine Arbeiten zur Demokratietheorie, zur Rolle der Öffentlichkeit und zur Diskursethik haben die politische und gesellschaftliche Debatte weit über Deutschland hinaus geprägt.
Geboren wurde Jürgen Habermas am 18. Juni 1929 in Düsseldorf. Von 1949 bis 1954 studierte er in Göttingen, Zürich und Bonn die Fächer Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main sowie der University of California in Berkeley und war Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg.
Als Assistent von Theodor W. Adorno ging Habermas 1956 ans Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. 1964 übernahm er an der Goethe-Universität Frankfurt den Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie und prägte dort über Jahrzehnte zentrale Debatten der Bundesrepublik.
Für seine wissenschaftlichen Arbeiten und Abhandlungen erhielt Habermas zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels im Jahr 2001 sowie den Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main, eine der bedeutendsten internationalen Ehrungen für herausragende Leistungen in Philosophie, Musik, Theater und Film. Mit der Auszeichnung würdigte die Stadt sein wegweisendes Werk zur Demokratietheorie und zur Rolle der Öffentlichkeit in modernen Gesellschaften.
Auch nach seiner Emeritierung blieb Habermas eine einflussreiche Stimme in politischen und philosophischen Debatten. Seine Beiträge zur europäischen Integration, zu Fragen der Demokratie und zur Rolle der Öffentlichkeit fanden weltweit Beachtung.
Die Stadt Frankfurt wird Jürgen Habermas als großen Intellektuellen und wichtigen Teil ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Geschichte in Erinnerung behalten.
„Der Tod von Jürgen Habermas trifft mich sehr tief“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef. „Nicht nur Frankfurt, nicht nur Deutschland, die ganze Welt verliert mit ihm einen der wichtigsten Philosophen der Nachkriegszeit, dessen Werk tief in der Tradition der Kritischen Theorie steht. Als Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt hat er das geistige Leben in der ganzen westlichen Welt wesentlich geprägt. Seine tiefe Überzeugung von der Kraft einer Vernunft basierten Kommunikation hat Maßstäbe auch für künftige Generationen gesetzt. Verdient wurde er mit dem Theodor W. Adorno-Preis der Stadt Frankfurt 1980 ausgezeichnet. Frankfurt ist stolz darauf, dass ein so bedeutender Intellektueller über viele Jahrzehnte hier gewirkt hat – ein Wirken, das uns als Stadt auch in der Zukunft verpflichtet.“
Auch Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner bewegt der Tod von Habermas sehr. „Wir trauern um einen ganz großen Denker, einen multidisziplinären Gelehrten, der den intellektuellen Diskurs weltweit über Jahrzehnte prägend mitgestaltet hat.“ Habermas habe immer wieder Stellung zu allen wichtigen politischen, sozialen, historischen und ethischen Fragen bezogen. „Seine Stimme wurde gehört und hatte Einfluss. Als Stadt sind wir dankbar, dass Jürgen Habermas‘ Wirken immer eng mit Frankfurt verbunden bleiben wird“, sagte Arslaner.
Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, ergänzt: „Mit dem Tod von Jürgen Habermas endet eine Epoche. Er hat die Kritische Theorie seiner Lehrer Theodor W. Adorno und Max Horckheimer durch kommunikationstheoretische Ansätze weitergeführt und mit dem Begriff des kommunikativen Handelns eine universelle Gesellschaftstheorie geschaffen, die auf der Grundlage der Rationalität von Verständigung im Medienzeitalter basiert. Das weltweit rezipierte Werk ‚Die Theorie des kommunikativen Handelns‘ gehört zum Kanon der bedeutendsten Werke der Philosophie des 20. Jahrhunderts und hat den internationalen Ruhm von Jürgen Habermas begründet. Sein Wirken und Denken sind eng mit Frankfurt verbunden. Hier hat er nicht nur gelehrt, sondern auch die produktivsten Jahre seiner Karriere verbracht. Bis zum Schluss war er ein unbeirrbarer Anhänger der Rationalität von demokratischen Aushandlungsprozessen und hat damit der modernen Demokratie eine unverzichtbare intellektuelle Grundlage gegeben. Jürgen Habermas war ohne Zweifel der wichtigste Philosoph der alten Bundesrepublik, der bis an sein Lebensende an den Debatten und Diskursen als ein wacher und scharfer Analytiker teilgenommen hat. Mit ihm verlieren wir einen großen Denker und einen überzeugten Demokraten, dessen Stimme dem Land fehlen werden.“
Jürgen Habermas gilt als einer der wichtigsten Vertreter der sogenannten zweiten Generation der Frankfurter Schule und als einer der einflussreichsten Philosophen der Gegenwart. Seine Arbeiten zur Demokratietheorie, zur Rolle der Öffentlichkeit und zur Diskursethik haben die politische und gesellschaftliche Debatte weit über Deutschland hinaus geprägt.
Geboren wurde Jürgen Habermas am 18. Juni 1929 in Düsseldorf. Von 1949 bis 1954 studierte er in Göttingen, Zürich und Bonn die Fächer Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main sowie der University of California in Berkeley und war Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg.
Als Assistent von Theodor W. Adorno ging Habermas 1956 ans Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. 1964 übernahm er an der Goethe-Universität Frankfurt den Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie und prägte dort über Jahrzehnte zentrale Debatten der Bundesrepublik.
Für seine wissenschaftlichen Arbeiten und Abhandlungen erhielt Habermas zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels im Jahr 2001 sowie den Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main, eine der bedeutendsten internationalen Ehrungen für herausragende Leistungen in Philosophie, Musik, Theater und Film. Mit der Auszeichnung würdigte die Stadt sein wegweisendes Werk zur Demokratietheorie und zur Rolle der Öffentlichkeit in modernen Gesellschaften.
Auch nach seiner Emeritierung blieb Habermas eine einflussreiche Stimme in politischen und philosophischen Debatten. Seine Beiträge zur europäischen Integration, zu Fragen der Demokratie und zur Rolle der Öffentlichkeit fanden weltweit Beachtung.
Die Stadt Frankfurt wird Jürgen Habermas als großen Intellektuellen und wichtigen Teil ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Geschichte in Erinnerung behalten.