Modernisierungsbonus zeigt Wirkung

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Steigende Nachfrage bestätigt Erfolg der Neuregelung

ffm. Sechs Monate nach Inkrafttreten des novellierten „Frankfurter Modernisierungsbonus“ zeichnet sich ein Erfolg ab: Seit Juni wurden bereits knapp 50 Anträge gestellt. Das Spektrum der Antragstellerinnen und Antragsteller ist breit – von privaten Eigentümergemeinschaften über Genossenschaften und kleinere Wohnungsunternehmen bis hin zu gemeinnützigen Trägern. Damit wird sichtbar, dass die Neuregelung zielgenau wirkt und Sanierungen im Bestand deutlich beschleunigt.

Die Novellierung greift zentrale Hemmnisse aus früheren Jahren auf. So lag die Modernisierungsquote im Frankfurter Wohnungsbestand zuletzt bei nur 0,7 Prozent. Der Modernisierungsbonus soll nun Anreize für sozialverträgliche Modernisierungen schaffen und ist ein wichtiger Beitrag, um die städtischen Klimaziele zu erreichen. In den kommenden Jahren soll das aktuelle Programm daher fortgeführt und eine ausreichende Finanzierung sichergestellt werden.

Zu den wesentlichen Neuerungen des Modernisierungsbonus zählen drei Punkte: Erstens entfällt die bisherige räumliche Beschränkung, sodass Modernisierungen nun im gesamten Stadtgebiet gefördert werden können. Zweitens wurden die Förderkonditionen verbessert: Der städtische Zuschuss wurde von bislang 30 auf 35 Prozent der förderfähigen Kosten erhöht, zugleich stieg die Obergrenze der förderfähigen Kosten um rund 30 Prozent. Drittens wurden die Verfahren vereinfacht, da sich die energetischen Nachweise nun direkt an den Vorgaben der Bundesförderung von KfW und Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) orientieren und vorhandene Nachweise in der Regel anerkannt werden können. Auch die Beantragung ist insgesamt schlanker gestaltet.

Dass diese Anpassungen wirken, zeigt die Entwicklung der vergangenen Monate: Bis 2024 lag der Durchschnitt bei rund 14 geförderten Projekten pro Jahr mit einem Fördervolumen von rund 1,27 Millionen Euro. Seit der Richtlinienänderung am 5. Juni wurden in kurzer Zeit bereits 19 Projekte mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt 1,22 Millionen Euro bewilligt. Rund 30 weitere Anträge befinden sich aktuell in der Bearbeitung.

Damit deutet sich an, dass die für 2025 bereitstehenden Mittel in Höhe von 5,40 Millionen Euro voraussichtlich vollständig ausgeschöpft werden. Seit Einführung des ursprünglichen Modernisierungsprogramms im Jahr 2010 wurden insgesamt 18,35 Millionen Euro für 199 Projekte bewilligt – die Dynamik seit Juni 2025 stellt somit einen deutlichen Anstieg dar.

Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, betont: „Die Anpassung des Programms war notwendig, um Eigentümer:innen wirksam zu unterstützen und zugleich Mieter:innen vor finanzieller Überlastung zu schützen. Die breite Nachfrage zeigt, dass die Neuregelung greift und einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung des Wohnungsbestands leistet.“

Der Modernisierungsbonus fördert energetische Sanierungen, Maßnahmen zur Barrierefreiheit und zur Verbesserung des Wohnumfelds sowie Maßnahmen der Stadtbildpflege. Die Mietobergrenzen sind klar definiert: Nach einer Modernisierung darf die Miethöhe maximal bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete nach dem Mietspiegel steigen. Eine Umlage der verbleibenden Kosten ist erst ab dem vierten Jahr nach Abschluss der Maßnahmen möglich, danach dürfen maximal sechs Prozent der umlagefähigen Kosten auf die Miete umgelegt werden, anstelle der bundesweit geltenden acht Prozent. Die Zweckbindung beträgt 30 Jahre.

Informationen zur Antragstellung stellt das Stadtplanungsamt unter Modernisierungsbonus | Stadtplanungsamt Frankfurt am Main  zur Verfügung.

Kontakt für die Medien Sebastian Tokarz, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Dezernat Planen und Wohnen, Telefon 069/212-71055 , E-Mail presse.dezernat03@stadt-frankfurt.de