„Monsterlesung“ am Bundesweiten Vorlesetag

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Oberbürgermeister Josef liest in der Schulbibliothek in Fechenheim

ffm. Geschichten schaffen Vertrauen, stärken das Miteinander und wecken Leselust. Jedes Jahr am 21. November stellt der Bundesweite Vorlesetag deshalb das gemeinsame Lesen in den Fokus. Oberbürgermeister Mike Josef unterstützt die Aktion und besuchte am Freitag die Schulbibliothek der Freiligrathschule in Fechenheim. Im Gepäck hatte er das Buch “Monster, Monster, fast umsonster“ und sorgte für eine wohlige Gruselstimmung bei den Schülerinnen und Schülern der Klasse 2e.

Die Kinder, von denen einige dem Anlass entsprechend noch einmal ihre bunte Halloween-Verkleidung angelegt hatten, lauschten der Geschichte über eine Agentur, in der sich jeder sein passendes Monster aussuchen kann. Nach der Lesung zeigten sie dem Oberbürgermeister ihre kreativen Arbeiten, die sie im Rahmen der Leseförderaktion „Löwenmut & Hasenherz“ gebastelt hatten: farbenfrohe Lesezeichen-Monster aus Papier, Spukhäuser, Hexen, Spinnen, Fledermäuse und freundliche Stoff-Gespenster. Beeindruckt von den phantasievollen Werken überreichte Mike Josef jeder Schülerin und jedem Schüler ein persönliches Exemplar des Buches „Ist es noch weit?“ von Verena Linde.

3300 Leseabenteuer mit „Löwenmut & Hasenherz“

Der Oberbürgermeister sieht in der frühen Leseförderung einen wichtigen Impuls für die Entwicklung von Kindern: „In Büchern und spannenden Geschichten lernen wir viele verschiedene Menschen kennen und nehmen an ihren Abenteuern teil, wie zum Beispiel mit Pippi Langstrumpf, den Wilden Hühnern oder Harry Potter. Die Geschichten machen uns klug, mutig und empathisch.“ Bereits im zweiten Jahr engagiert er sich deshalb auch als Schirmherr der Aktion „Löwenmut & Hasenherz“, die die Stadtbücherei mit der Unterstützung von fünf Lions Clubs – Frankfurt Mainmetropole, Frankfurt Goethestadt, Frankfurt Palmengarten, Frankfurt Paulskirche, Frankfurt Römer – organisiert.

Kinder von vier bis acht Jahren, Kindergruppen und Schulklassen waren seit dem 8. September aufgerufen, sich in den 17 öffentlichen Bibliotheken und in drei Schulbibliotheken ein Aktionsbuch auszuleihen, lesend die eine oder andere Geisterstunde zu erleben, in die Welt der Monster, Geister und Hexen einzutauchen und ihre Leseerlebnisse kreativ umzusetzen.

Der Besuch von Oberbürgermeister Josef bildete den Höhepunkt und den Abschluss der Leseförderaktion, die in diesem Jahr unter dem Motto „Monstermäßig gruselig“ rund 3300 junge Leserinnen und Leser zählte, davon 95 in Kindergruppen und 80 in Grundschulklassen. Die hohe und im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent stark gestiegene Teilnehmerzahl zeigt, dass sich Frankfurter Kinder mit guten Büchern begeistern lassen.

Engagement für Leseförderung

Leseförderung ist eine vielfältige Aufgabe, die die Stadtbücherei in ihren öffentlichen Bibliotheken und Schulbibliotheken wahrnimmt. Mit den Lions Clubs verbindet die Bücherei eine lange Partnerschaft. Thomas Deckert, Präsident des Clubs Frankfurt Mainmetropole, erklärt das Engagement: „Wir Lions möchten Frankfurter Kinder stärken und gemeinsam mit der Stadtbücherei einen spielerischen, kreativen Zugang zu Literatur fördern.“ Den Impuls für den Einsatz der fünf Clubs bei „Löwenmut & Hasenherz“ löste die letzte IGLU-Studie aus, die besagt, dass ein Viertel aller Kinder in Deutschland die Grundschule ohne die notwendige Lesekompetenz verlässt. Für eine besondere Nachhaltigkeit des Projekts sorgte in diesem Jahr auch die Verlagsgruppe Oetinger, die für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Buchgeschenke stiftete.