Naturnahe Umgestaltung am Alten Flugplatz: Entsiegelung von Baumstandorten
ffm. Am Alten Flugplatz in Bonames/Kalbach hat in diesen Tagen ein
aufwendiges Entsiegelungsprojekt begonnen: Rund um fünf Bäume vor dem
TowerCafé wird der Asphalt aufgebrochen, der Boden saniert und naturnah
umgestaltet. Ziel ist es, den Bäumen dauerhaft mehr Platz sowie eine
bessere Wasser- und Nährstoffaufnahme zu ermöglichen – und damit ein
weiteres sichtbares Zeichen für klimaangepasste Freiräume im
Frankfurter GrünGürtel zu setzen.
„Es ist so wichtig, dass wir als Stadt jede Möglichkeit nutzen, um unserer Verantwortung für Klima und Umwelt gerecht zu werden. Am Alten Flugplatz zeigen wir in vielen kleinen Schritten ganz konkret, dass Renaturierung keine abstrakte Idee und kein Symbolprojekt ist, sondern vor Ort wirkt“, sagt Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez. „Mit Sondermitteln in Höhe von 100.000 Euro stärken wir zudem die Bedeutung dieses besonderen Ortes, der Naherholung und Naturerfahrung für viele Menschen bietet.“
Für Thomas Hartmanshenn, Leiter der Projektgruppe GrünGürtel, zeigen die Arbeiten die Herausforderungen bei der Entwicklung ehemaliger Militärflächen: „In den alten Asphalt- und Schotterflächen haben wir Rückstände der ehemals militärischen Nutzung gefunden, etwa aus Werkstätten oder von Löschschaum. Diese müssen wir fachgerecht und verantwortungsvoll entsorgen. Wir rechnen dabei mit Kosten, die bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten ausmachen können.“
Nachdem der Asphalt entfernt und der Schotter mit einem Saugbagger schonend abgetragen ist, liegen die Wurzeln der Bäume frei. In einigen Abschnitten ist der Schotter so stark verdichtet, dass ein großflächiges Abtragen wurzelschonend gar nicht möglich ist. Hier werden stattdessen Löcher durch die Schotterschicht gebohrt, über die sich die Wurzeln dann den darunterliegenden Raum erschließen können. Anschließend wird der verdichtete Erdboden gelockert, mit Nährstoffen und Pilzen verbessert, und die Wurzelzone mit geeignetem Substrat neu aufgebaut.
„Wir investieren hier nicht nur in fünf Bäume, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und in den Schutz von Umwelt und Artenvielfalt. Jeder entsiegelte Quadratmeter verbessert das Mikroklima, stärkt die Widerstandskraft unserer Naturflächen und schafft Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Dieses Projekt zeigt, was es heißt, Klimaanpassung und Umweltschutz ernst zu nehmen: Wir geben der Natur Raum statt weiter zu versiegeln. Genau in diese Richtung muss sich Frankfurt weiterbewegen“, sagt Zapf-Rodríguez.
Hintergrundinformationen Dort, wo einst Militärhubschrauber dröhnten, können sich heute Mensch und Natur erholen. Nach der Nutzung durch die US-Armee als Hubschrauberlandeplatz wurde das Gelände 1991 Teil des Frankfurter GrünGürtels und 1993 Landschaftsschutzgebiet. 2003 ging es an die Stadt Frankfurt über. Die Umnutzung begann und es entstand sowohl ein besonderer Ort für Naherholung und Naturschutz als auch eine Lernstation im GrünGürtel.
Der Alte Flugplatz befindet sich aktuell in einer weiteren Phase der Weiterentwicklung. Mit der Vorlage des Entwicklungskonzeptes Alter Flugplatz und dessen 2023 gestarteter Umsetzung, haben sich das Amt für Bau und Immobilien wie auch das Umweltamt mit Unterstützung des Regionalparks RheinMain auf den Weg gemacht, diesen besonderen Ort im Frankfurter GrünGürtel für die Zukunft fit zu machen. Dazu gehören – neben der Sanierung der vorhandenen Gebäude-Maßnahmen zur Gestaltung der Außenanlagen für die Fortführung der Umweltbildung, der Naherholung und den Schutz von Natur und Landschaft wie Entsiegelung und Baumstandortverbesserung, ein naturnahes Regenwassermanagement, die Sanierung von Sitzmöglichkeiten und die Verbesserung der Infrastruktur für Umweltbildung im Außenraum.
Das Entwicklungskonzept, die Umsetzung von einzelnen Maßnahmen und eine entsprechende Projektstelle werden von der Regionalpark Ballungsraum RheinMain gGmbH und der Regionalpark RheinMain Taunushang GmbH gefördert.
Hinweis für die Redaktionen Fachliche Fragen beantwortet Stephanie Keßler, Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main, Projektgruppe GrünGürtel, telefonisch unter 069/212-47778 oder per E-Mail an
stephanie.kessler@stadt-frankfurt.de .
Fotos Zustand vor der Entsiegelungsmaßnahme am Alten Flugplatz Bonames, Copyright: Stefan Cop
Entsiegelungsmaßnahme am Alten Flugplatz Bonames, Copyright: Stefan Cop
Die fertige Entsiegelungsmaßnahme, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Julia Hurtzig
Freigelegte Wurzeln am Alten Flugplatz Bonames, Copyright: Stefan Cop
Kontakt für die Medien Julia Hurtzig, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Umweltamt, Telefon 069/212-39109,
E-Mail presse.umweltamt@stadt-frankfurt.de
„Es ist so wichtig, dass wir als Stadt jede Möglichkeit nutzen, um unserer Verantwortung für Klima und Umwelt gerecht zu werden. Am Alten Flugplatz zeigen wir in vielen kleinen Schritten ganz konkret, dass Renaturierung keine abstrakte Idee und kein Symbolprojekt ist, sondern vor Ort wirkt“, sagt Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez. „Mit Sondermitteln in Höhe von 100.000 Euro stärken wir zudem die Bedeutung dieses besonderen Ortes, der Naherholung und Naturerfahrung für viele Menschen bietet.“
Für Thomas Hartmanshenn, Leiter der Projektgruppe GrünGürtel, zeigen die Arbeiten die Herausforderungen bei der Entwicklung ehemaliger Militärflächen: „In den alten Asphalt- und Schotterflächen haben wir Rückstände der ehemals militärischen Nutzung gefunden, etwa aus Werkstätten oder von Löschschaum. Diese müssen wir fachgerecht und verantwortungsvoll entsorgen. Wir rechnen dabei mit Kosten, die bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten ausmachen können.“
Nachdem der Asphalt entfernt und der Schotter mit einem Saugbagger schonend abgetragen ist, liegen die Wurzeln der Bäume frei. In einigen Abschnitten ist der Schotter so stark verdichtet, dass ein großflächiges Abtragen wurzelschonend gar nicht möglich ist. Hier werden stattdessen Löcher durch die Schotterschicht gebohrt, über die sich die Wurzeln dann den darunterliegenden Raum erschließen können. Anschließend wird der verdichtete Erdboden gelockert, mit Nährstoffen und Pilzen verbessert, und die Wurzelzone mit geeignetem Substrat neu aufgebaut.
„Wir investieren hier nicht nur in fünf Bäume, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und in den Schutz von Umwelt und Artenvielfalt. Jeder entsiegelte Quadratmeter verbessert das Mikroklima, stärkt die Widerstandskraft unserer Naturflächen und schafft Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Dieses Projekt zeigt, was es heißt, Klimaanpassung und Umweltschutz ernst zu nehmen: Wir geben der Natur Raum statt weiter zu versiegeln. Genau in diese Richtung muss sich Frankfurt weiterbewegen“, sagt Zapf-Rodríguez.
Hintergrundinformationen Dort, wo einst Militärhubschrauber dröhnten, können sich heute Mensch und Natur erholen. Nach der Nutzung durch die US-Armee als Hubschrauberlandeplatz wurde das Gelände 1991 Teil des Frankfurter GrünGürtels und 1993 Landschaftsschutzgebiet. 2003 ging es an die Stadt Frankfurt über. Die Umnutzung begann und es entstand sowohl ein besonderer Ort für Naherholung und Naturschutz als auch eine Lernstation im GrünGürtel.
Der Alte Flugplatz befindet sich aktuell in einer weiteren Phase der Weiterentwicklung. Mit der Vorlage des Entwicklungskonzeptes Alter Flugplatz und dessen 2023 gestarteter Umsetzung, haben sich das Amt für Bau und Immobilien wie auch das Umweltamt mit Unterstützung des Regionalparks RheinMain auf den Weg gemacht, diesen besonderen Ort im Frankfurter GrünGürtel für die Zukunft fit zu machen. Dazu gehören – neben der Sanierung der vorhandenen Gebäude-Maßnahmen zur Gestaltung der Außenanlagen für die Fortführung der Umweltbildung, der Naherholung und den Schutz von Natur und Landschaft wie Entsiegelung und Baumstandortverbesserung, ein naturnahes Regenwassermanagement, die Sanierung von Sitzmöglichkeiten und die Verbesserung der Infrastruktur für Umweltbildung im Außenraum.
Das Entwicklungskonzept, die Umsetzung von einzelnen Maßnahmen und eine entsprechende Projektstelle werden von der Regionalpark Ballungsraum RheinMain gGmbH und der Regionalpark RheinMain Taunushang GmbH gefördert.
Hinweis für die Redaktionen Fachliche Fragen beantwortet Stephanie Keßler, Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main, Projektgruppe GrünGürtel, telefonisch unter 069/212-47778
Fotos Zustand vor der Entsiegelungsmaßnahme am Alten Flugplatz Bonames, Copyright: Stefan Cop
Entsiegelungsmaßnahme am Alten Flugplatz Bonames, Copyright: Stefan Cop
Die fertige Entsiegelungsmaßnahme, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Julia Hurtzig
Freigelegte Wurzeln am Alten Flugplatz Bonames, Copyright: Stefan Cop
Kontakt für die Medien Julia Hurtzig, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Umweltamt, Telefon 069/212-39109