Neue Bäume für einen belebten Ort in Frankfurt
Klimadezernentin Zapf-Rodríguez und Mobilitätsdezernent Siefert geben
begrünten Merianplatz im Nordend frei
ffm. Rund ein Jahr nach dem Giftanschlag auf zwei Platanen hat die Stadt Frankfurt den Merianplatz neu begrünt. Die beschädigten Bäume mussten damals gefällt werden. Nun wurden acht neue Bäume gepflanzt und zusätzliche Grünflächen geschaffen. Im Beisein von Mitgliedern des Ortsbeirats 3, Vertreterinnen und Vertretern von Initiativen und weiteren Gästen gaben Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, sowie Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert den zentralen Platz im Nordend am Mittwoch, 13. Mai, offiziell frei.
Für die Neupflanzungen wurden großzügige unterirdische Wurzelräume angelegt. Sie geben den Bäumen ausreichend Platz, um sich langfristig gesund zu entwickeln. Wo es für Wege notwendig ist, wurden die Flächen oberirdisch wieder befestigt. Rund um die Bäume bleibt der Boden offen, damit Regenwasser versickern kann und der notwendige Luftaustausch im Boden gewährleistet ist.
„Dass Menschen Bäume mutwillig vergiften, erschüttert uns bis heute. Umso wichtiger ist es, jetzt ein positives Zeichen zu setzen. Wir nehmen den Verlust der ökologisch und stadtklimatisch wertvollen Bäume nicht hin, sondern handeln“, sagte Zapf-Rodríguez. „Die neuen Bäume brauchen nun Zeit, bis sie groß genug sind, um großflächig Schatten zu spenden und große Mengen Kohlendioxid zu binden. Aber schon heute machen sie den Merianplatz wieder zu einem lebenswerten und attraktiven Ort.“
Gepflanzt wurden acht neue Bäume, die gezielt an die klimatischen Bedingungen vor Ort angepasst sind und zugleich zur Biodiversität beitragen. Es sind zwei Winterlinden, eine Zerreiche, eine Japanische Zelkove, eine Amerikanische Linde, eine Edelkastanie, eine Ungarische Eiche und eine Orientalische Platane. Eine Ersatzpflanzung an den alten Baumstandorten der Platanen war nicht mehr möglich, da gemessen an heutigen Standards mehr Platz zu angrenzenden Gebäuden gelassen wird. Die alten Baumscheiben wurden in einem ersten Schritt im Spätherbst 2025 als Staudenbeete mit einzelnen Gehölzpflanzungen angelegt. [Bild: Insgesamt acht neue Bäume sind auf dem Merianplatz nun in Beeten eingefasst, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos]
Sechs der acht neuen Baumbeete wurden von Auszubildenden des
Grünflächenamts mit insektenfreundlichen und standortangepassten
Stauden bepflanzt. Dazu gehören Steppensalbei, Bergminze, Windröschen,
Sonnenhüte und Büschel-Federgras. Zwei Beete wurden mit einer losen
Schicht aus versickerungsfähigem Gestein abgedeckt, da sie sich in
unmittelbarer Nähe zu Spielgeräten befinden.
Bevor die Pflanzarbeiten beginnen konnten, hatte das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) unter Berücksichtigung der bestehenden Gastronomie- und Spielplatzflächen geeignete Bereiche identifiziert und vom Plattenbelag befreit. Insgesamt wurden rund 120 Quadratmeter Fläche entsiegelt und anschließend für die Bepflanzung vorbereitet. Auch wenn oberirdisch nur etwa 60 Quadratmeter sichtbar offen sind, steht den neuen Bäumen unterirdisch nahezu die gesamte Fläche als durchwurzelbarer Raum zur Verfügung. So entstehen langfristig bessere Bedingungen für gesundes Wachstum und mehr Grün mitten im dicht bebauten Nordend. Die asymmetrischen Formen der entsiegelten Flächen orientiert sich an der Linienführung des Pflasters und rahmen den Merianplatz neu.
„Das lebendige Treiben auf dem Merianplatz zeigt, dass wir unser Ziel erreicht haben: dem Platz seinen einladenden Charakter als Treffpunkt für alle zurückzugeben. Wir haben die feigen Attacken auf unseren Baumbestand nicht tatenlos hingenommen, sondern die Ärmel hochgekrempelt und schnell reagiert – mit mehr Gestaltung, mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität“, sagt Siefert. „Während der Bauarbeiten haben unsere Kolleginnen und Kollegen viele positiven Rückmeldungen erreicht. Dem Dank schließe ich mich gerne an – für die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Magistrat, Ortsbeirat, städtischen Ämtern und viele engagierten Bürgerinnen und Bürgern.“
Während der Bauarbeiten gab es mehrfach Hinweise auf Kampfmittel im Boden. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich dabei vermutlich um rund 100 Jahre alte, gusseiserne Wasserleitungen handelte. Da im Untergrund auf engem Raum zahlreiche Versorgungsleitungen verlaufen, musste in einigen Bereichen besonders vorsichtig und mit kleinem Gerät gearbeitet werden. Dadurch dauerten die Arbeiten etwas länger als ursprünglich geplant.
Die Vergiftung und in der Folge notwendige Fällung der beiden Platanen am Merianplatz hatte in der Stadtgesellschaft große Bestürzung ausgelöst. Zur Erinnerung an die beiden ehemaligen Bäume ist eine symbolische Skulptur vorgesehen. Einem entsprechenden Vorschlag des Grünflächenamtes hat der Ortsbeirat 3 bereits zugestimmt. Die finale Ausgestaltung und der Standort werden aktuell abgestimmt.
Für die Begrünung des Merianplatzes werden Fördermittel des Bundes aus dem Programm Natürlicher Klimaschutz in Kommunen eingeworben.
Fotos Zahlreiche Gäste nehmen an der offiziellen Freigabe des neu begrünten Merianplatzes teil, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Gemeinsam für einen attraktiven Merianplatz (v.l.): Kaweh Nemati, Vorsitzender der Interessengemeinschaft „Untere Bergerstraße“, Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert, Ortsvorsteherin Karin Guder, Stadtbezirksvorsteherin Ingrid Peikert und Margit Martin-Marx, Mikrokosmos Merianplatz, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Insgesamt acht neue Bäume sind auf dem Merianplatz nun in Beeten eingefasst, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Kontakt für die Medien Christian Chur, Pressesprecher, Grünflächenamt, Telefon 069/212-74074, E-Mail
christian.chur@stadt-frankfurt.de
ffm. Rund ein Jahr nach dem Giftanschlag auf zwei Platanen hat die Stadt Frankfurt den Merianplatz neu begrünt. Die beschädigten Bäume mussten damals gefällt werden. Nun wurden acht neue Bäume gepflanzt und zusätzliche Grünflächen geschaffen. Im Beisein von Mitgliedern des Ortsbeirats 3, Vertreterinnen und Vertretern von Initiativen und weiteren Gästen gaben Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, sowie Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert den zentralen Platz im Nordend am Mittwoch, 13. Mai, offiziell frei.
Für die Neupflanzungen wurden großzügige unterirdische Wurzelräume angelegt. Sie geben den Bäumen ausreichend Platz, um sich langfristig gesund zu entwickeln. Wo es für Wege notwendig ist, wurden die Flächen oberirdisch wieder befestigt. Rund um die Bäume bleibt der Boden offen, damit Regenwasser versickern kann und der notwendige Luftaustausch im Boden gewährleistet ist.
„Dass Menschen Bäume mutwillig vergiften, erschüttert uns bis heute. Umso wichtiger ist es, jetzt ein positives Zeichen zu setzen. Wir nehmen den Verlust der ökologisch und stadtklimatisch wertvollen Bäume nicht hin, sondern handeln“, sagte Zapf-Rodríguez. „Die neuen Bäume brauchen nun Zeit, bis sie groß genug sind, um großflächig Schatten zu spenden und große Mengen Kohlendioxid zu binden. Aber schon heute machen sie den Merianplatz wieder zu einem lebenswerten und attraktiven Ort.“
Gepflanzt wurden acht neue Bäume, die gezielt an die klimatischen Bedingungen vor Ort angepasst sind und zugleich zur Biodiversität beitragen. Es sind zwei Winterlinden, eine Zerreiche, eine Japanische Zelkove, eine Amerikanische Linde, eine Edelkastanie, eine Ungarische Eiche und eine Orientalische Platane. Eine Ersatzpflanzung an den alten Baumstandorten der Platanen war nicht mehr möglich, da gemessen an heutigen Standards mehr Platz zu angrenzenden Gebäuden gelassen wird. Die alten Baumscheiben wurden in einem ersten Schritt im Spätherbst 2025 als Staudenbeete mit einzelnen Gehölzpflanzungen angelegt. [Bild: Insgesamt acht neue Bäume sind auf dem Merianplatz nun in Beeten eingefasst, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Bevor die Pflanzarbeiten beginnen konnten, hatte das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) unter Berücksichtigung der bestehenden Gastronomie- und Spielplatzflächen geeignete Bereiche identifiziert und vom Plattenbelag befreit. Insgesamt wurden rund 120 Quadratmeter Fläche entsiegelt und anschließend für die Bepflanzung vorbereitet. Auch wenn oberirdisch nur etwa 60 Quadratmeter sichtbar offen sind, steht den neuen Bäumen unterirdisch nahezu die gesamte Fläche als durchwurzelbarer Raum zur Verfügung. So entstehen langfristig bessere Bedingungen für gesundes Wachstum und mehr Grün mitten im dicht bebauten Nordend. Die asymmetrischen Formen der entsiegelten Flächen orientiert sich an der Linienführung des Pflasters und rahmen den Merianplatz neu.
„Das lebendige Treiben auf dem Merianplatz zeigt, dass wir unser Ziel erreicht haben: dem Platz seinen einladenden Charakter als Treffpunkt für alle zurückzugeben. Wir haben die feigen Attacken auf unseren Baumbestand nicht tatenlos hingenommen, sondern die Ärmel hochgekrempelt und schnell reagiert – mit mehr Gestaltung, mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität“, sagt Siefert. „Während der Bauarbeiten haben unsere Kolleginnen und Kollegen viele positiven Rückmeldungen erreicht. Dem Dank schließe ich mich gerne an – für die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Magistrat, Ortsbeirat, städtischen Ämtern und viele engagierten Bürgerinnen und Bürgern.“
Während der Bauarbeiten gab es mehrfach Hinweise auf Kampfmittel im Boden. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich dabei vermutlich um rund 100 Jahre alte, gusseiserne Wasserleitungen handelte. Da im Untergrund auf engem Raum zahlreiche Versorgungsleitungen verlaufen, musste in einigen Bereichen besonders vorsichtig und mit kleinem Gerät gearbeitet werden. Dadurch dauerten die Arbeiten etwas länger als ursprünglich geplant.
Die Vergiftung und in der Folge notwendige Fällung der beiden Platanen am Merianplatz hatte in der Stadtgesellschaft große Bestürzung ausgelöst. Zur Erinnerung an die beiden ehemaligen Bäume ist eine symbolische Skulptur vorgesehen. Einem entsprechenden Vorschlag des Grünflächenamtes hat der Ortsbeirat 3 bereits zugestimmt. Die finale Ausgestaltung und der Standort werden aktuell abgestimmt.
Für die Begrünung des Merianplatzes werden Fördermittel des Bundes aus dem Programm Natürlicher Klimaschutz in Kommunen eingeworben.
Fotos Zahlreiche Gäste nehmen an der offiziellen Freigabe des neu begrünten Merianplatzes teil, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Gemeinsam für einen attraktiven Merianplatz (v.l.): Kaweh Nemati, Vorsitzender der Interessengemeinschaft „Untere Bergerstraße“, Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert, Ortsvorsteherin Karin Guder, Stadtbezirksvorsteherin Ingrid Peikert und Margit Martin-Marx, Mikrokosmos Merianplatz, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Insgesamt acht neue Bäume sind auf dem Merianplatz nun in Beeten eingefasst, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Kontakt für die Medien Christian Chur, Pressesprecher, Grünflächenamt, Telefon 069/212-74074