Neue Informationsstelen im Grünzug „Römische Straße“ am Riedberg montiert

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Im Grünzug „Römische Straße“ im Frankfurter Stadtteil Riedberg wurden sechs neue Informationsschilder auf Sandstein-Stelen installiert. Die Beschilderung macht den Verlauf der über 1900 Jahre alten römischen Verkehrsverbindung zwischen der antiken Stadt Nida (Heddernheim) und dem Kastell Saalburg im Taunus sichtbar und vermittelt Besucherinnen und Besuchern spannende Einblicke in die römische Geschichte der Region.

Inhaltlich basieren die Tafeln auf Forschungen und Materialien des Archäologischen Museums Frankfurt, das seit vielen Jahren umfassend zum römischen Nida und seinem weit verzweigten Straßennetz arbeitet. Auch das Amt für Straßenbau und Erschließung der Stadt Frankfurt am Main ist als Partner beteiligt.

In alten Karten ist für die Gemarkung der Name „Steinstraße“ überliefert. Die römische Straße wurde 1983 durch Luftbilder erfasst und 1989 sowie beim Neubau des „Biologicums“ der Goethe-Universität Frankfurt 2007 und 2010 vom Denkmalamt der Stadt Frankfurt untersucht. Heute wird der antike Straßenverlauf im Gelände durch die moderne Wegeführung wieder sichtbar gemacht.

Die neu montierten Infoschilder erläutern an sechs zentralen Stationen den antiken Straßenverlauf, die Bedeutung der römischen Fernwege, den Aufbau der historischen Trasse sowie die Rolle Nidas als Hauptstadt der Civitas Taunensium. Rekonstruktionsgrafiken, Karten und historische Beispiele – darunter Vergleiche mit römischen Straßen in Italien und Darstellungen des Wegenetzes im Hinterland des Limes – bieten anschauliche Zugänge zur römischen Infrastruktur.

Der Grünzug „Römische Straße“ ergänzt damit das bestehende archäologische Angebot um Informationen am Riedberg und lädt dazu ein, den Stadtteil auf römischen Spuren zu entdecken. Die neuen Infostelen machen Geschichte im öffentlichen Raum sichtbar und stärken das Bewusstsein für das archäologische Erbe Frankfurts.

Die Stelen sind entlang der Römischen Straße bis zum Endpunkt am Beginn der Ricky-Adler-Straße vorzufinden.

Seit dem 25. November sind im Archäologischen Museum zahlreiche Funde aus dem Frankfurter Stadtgebiet in der Sonderausstellung „Frankfurts römisches Erbe – Archäologie einer lebendigen Vergangenheit“ zu sehen. Die Ausstellung läuft bis zum 26. April 2026. Weitere Informationen gibt es unter Frankfurts römisches Erbe – Archäologie einer lebendigen Vergangenheit .

Bildmaterial findet sich unter ebox21 .   Kontakt für die Medien Holger Kieburg, Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation, Archäologisches Museum Frankfurt, Telefon 069/212-36747 , E-Mail holger.kieburg@stadt-frankfurt.de