Neue Rettungswache in der Blütenallee
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt
Mit dem geplanten Neubau einer Rettungswache in der Blütenallee verbessert die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Notfallversorgung in den Stadtteilen Arheilgen und Wixhausen und schafft gleichzeitig bessere Rahmenbedingungen für den Katastrophenschutz.Stadtrat Paul Georg Wandrey betont die Bedeutung der Maßnahme: „Mit der neuen Rettungswache stärken wir einerseits die rettungsdienstliche Versorgung in Arheilgen und Wixhausen, andererseits schaffen wir bessere Voraussetzungen für den Katastrophenschutz. Wenn der Rettungsdienst künftig von einem neuen Standort aus arbeitet, werden am bisherigen Standort dringend benötigte Flächen für das ehrenamtliche Engagement des DRK-Ortsvereins Arheilgen/ Wixhausen frei. Angesichts zunehmender Sonderlagen und wachsender Anforderungen an den Bevölkerungsschutz ist es entscheidend, dass unsere Einsatzkräfte ausreichend Platz, Infrastruktur und Entwicklungsmöglichkeiten haben.“Der Neubau ermöglicht es, die derzeit in der Messeler Straße stationierten Rettungsmittel künftig an einem geeigneteren Standort unterzubringen. Gleichzeitig werden am bisherigen Standort Flächen frei, die künftig stärker für Fahrzeuge sowie für mögliche künftige Landes- und Bundeszuweisungen im Katastrophenschutz genutzt werden können. Auch die bislang von den hauptamtlichen Besatzungen genutzten Diensträume können künftig als Umkleide- und Lagerflächen für ehrenamtliche Einsatzkräfte dienen.Auch aus einsatztaktischer Sicht bringt der neue Standort Vorteile: Die derzeitige Rettungswache liegt nicht optimal, um die Stadtteile Arheilgen und Wixhausen schnell erreichen zu können, da bei Alarmfahrten zunächst zentrale Hauptverbindungsstraßen erreicht werden müssen. Die Lage in der Blütenallee verbessert die Anbindung deutlich und unterstützt damit die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Hilfsfrist. Die Rettungswache wird über die bestehenden Straßen erschlossen, eine neue Anbindung an die B3 ist nicht vorgesehen. Der Bauantrag ist eingereicht und wird derzeit geprüft.Der Rettungsdienstbereich Darmstadt ist in drei Versorgungsbereiche mit insgesamt vier Rettungswachen sowie einem zusätzlichen Rettungsmittelstandort gegliedert. Der Versorgungsbereich Nord umfasst die Stadtteile Arheilgen und Wixhausen. Derzeit ist die Rettungswache Nord in der Messeler Straße 112b untergebracht. Die Verantwortung für die strategische Vorplanung der Notfallrettung und Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben liegt im Rahmen der sogenannten „Trägerschaft für den Rettungsdienst“ bei der Feuerwehr Darmstadt.Im Rahmen der regelmäßigen Fortschreibung des Rettungsdienstbereichsplans wurde der langfristige Bedarf für eine Verlegung der Rettungswache Nord festgestellt. In der Rettungswache Nord stehen täglich ein rund um die Uhr besetzter Rettungstransportwagen (RTW) sowie ein weiterer RTW im Zwölf-Stunden-Dienst zur rettungsdienstlichen Versorgung der Bevölkerung bereit. Als Unterkunft dient bislang die Liegenschaft des DRK-Ortsvereins Darmstadt-Arheilgen/Wixhausen, deren Räumlichkeiten bereits seit Jahren völlig überlastet sind.Die DRK Rettungs- und Sozialdienste Starkenburg gGmbH begrüßt die geplante Entwicklung ausdrücklich. „Die DRK Rettungs- und Sozialdienste Starkenburg gGmbH wurde durch die Stadt per Gremienbeschluss beauftragt, einen weiteren Rettungswagen für den Standort Arheilgen in Betrieb zu nehmen. Die bestehenden Räumlichkeiten in der Messeler Straße 112, die ursprünglich vor allem für die ehrenamtlichen Aktivitäten des Ortsvereins Arheilgen vorgesehen waren, bieten hierfür nicht ausreichend Platz – insbesondere vor dem Hintergrund der wachsenden Anforderungen im Katastrophenschutz. Daher begrüßen wir die Möglichkeit, eine neue Rettungswache an einem geeigneten Standort zu errichten, um den gesetzlich vorgegebenen Raumbedarf des Rettungsdienstes zu decken und gleichzeitig am bisherigen Standort mehr Raum für das ehrenamtliche Engagement im Katastrophenschutz zu schaffen“, so Simon Heberer, Geschäftsführer DRK Starkenburg gGmbH.Im Zuge der planungsrechtlichen Abstimmungen wurde zudem klargestellt, dass auf eine ursprünglich angedachte Nutzung als Jugendzentrum verzichtet wird. Dieser Bedarf wurde bereits an anderer Stelle in Arheilgen abgedeckt.