Neuer Ausbildungsfonds gestartet: Stadt Frankfurt stärkt Ausbildung in Kindertageseinrichtungen

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

 

ffm. Die Stadt Frankfurt setzt ein deutliches Zeichen für die Stärkung der frühkindlichen Bildung und die Sicherung qualifizierter Fachkräfte: In den diesjährigen Finanzierungsverhandlungen wurde erstmals ein Ausbildungsfonds beschlossen, um die freien Träger von Kindertageseinrichtungen finanziell zu entlasten. Mit dem Frankfurter Ausbildungsfonds wird die Stadt in einem Projektzeitraum von drei Jahren die Ausbildungskosten bezuschussen und die Ausbildung im Bereich der Kinderbetreuung stärken.

Der Ausbildungsfonds ist Teil der umfassenden Maßnahmen der Stadt Frankfurt am Main zur Fachkräftegewinnung und -bindung im Bereich der Kinderbetreuung und eine wichtige Stellschraube, um dem kontinuierlich steigenden Bedarf an Fachkräften in der Kinderbetreuung zu begegnen. Die Maßnahmen zielen auf die Schaffung verbesserter Rahmenbedingungen ab, die den Ausbildungsstandort Frankfurt stärken und die Zahl der in Frankfurt ausgebildeten Fachkräfte erhöhen sollen.

„Wir benötigen qualifizierte Fachkräfte in der Kinderbetreuung mehr denn je. Bereits heute übersteigt die Nachfrage das Angebot bundesweit deutlich – Tendenz steigend. Um dem zu begegnen, brauchen wir kluge und innovative Ideen. Mit dem Ausbildungsfonds ist uns das rundum gelungen. Das Modell ist ein echter Gewinn für alle Beteiligten: für die Träger, die Auszubildenden und die Kinderbetreuung in Frankfurt. Wir schaffen Auszubildenden hier in Frankfurt ein attraktiveres Arbeits- und Lernumfeld“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.

Ein zentrales Qualitätsmerkmal des Frankfurter Ausbildungsfonds besteht darin, dass Auszubildende im Projektzeitraum als „Lernende“ gelten und nicht auf den Fachkräfteschlüssel angerechnet werden dürfen. „Dieses in Hessen einmalige Modell markiert einen wichtigen Durchbruch. Auszubildende und Fachkräfte werden entlastet. Davon profitiert die Kinderbetreuung sowie die Anleitung der Auszubildenden in den Einrichtungen. Das trägt zu einer deutlichen Qualitätssteigerung bei, denn für eine gute Ausbildung am Lernort spielt die Anleitung eine zentrale Rolle“, sagt Weber.

Die Zuschussgewährung für das Ausbildungsjahr 2025/2026 startete im August 2025. Bereits Mitte November liegen Anträge für 209 Auszubildende vor, sodass Trägern Fördergelder in Höhe von insgesamt über vier Millionen Euro bewilligt werden. Die Beantragung von Fördermitteln für die kommenden Ausbildungsjahre wird jeweils vom 1. Februar bis 31. August möglich sein. Förderfähig sind alle Ausbildungsformen, die zu einer Qualifikation nach § 25b Abs. 1 HKJGB führen, sowie die Ausbildung zur staatlich anerkannten Sozialassistenz.

Begleitet wird das Projekt durch eine jährliche Evaluation. Diese soll sowohl die Wirksamkeit des Förderverfahrens als auch mögliche Ausbildungsabbrüche beleuchten. Parallel prüft die Stadt Frankfurt, ob eine dauerhafte Ausbildungsförderung künftig als regulärer Bestandteil der kommunalen Förderung etabliert werden kann.