Neuer Walddenkpfad im Darmstädter Westwald

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Darmstadt

Grünflächendezernent Michael Kolmer und Prof. Dr. Nina Janich von der TU Darmstadt (Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft) am Startpunkt A des Walddenkpfades. Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt Im Zuge einer Waldführung hat Grünflächendezernent Michael Kolmer den neuen Walddenkpfad im Darmstädter Westwald vorgestellt. Das Projekt, das in Kooperation mit der TU Darmstadt und lokalen Akteuren entstanden ist, lädt die Menschen ein, den Wald nicht nur als Ort der Erholung, sondern auch als Raum für Reflexion und Diskussion zu erleben.Der knapp drei Kilometer lange Rundweg bietet an zehn Stationen Anregungen, um sich mit den zahlreichen Facetten des Waldes auseinanderzusetzen. Dabei ist der Walddenkpfad kein klassischer Lehrpfad, sondern als interaktiver Denkraum konzipiert. Am Eingangsschild wird klar: Hier geht es um Reflexion und Austausch. Jede Station stellt Fragen und bietet mögliche Antworten, die mit fünf Symbolen versehen sind. Diese Symbole helfen am Ende, den eigenen „Waldtyp“ zu ermitteln und zu erfahren, was dabei in und was aus dem Blick gerät.Bei der heutigen Führung wurden die Stationen Holz, Waldnutzung und Energie aufgesucht. Die Stationen „Holz“ und „Waldnutzung“ sind dabei für Grünflächendezernent Kolmer besonders wichtig und interessant. Vor dem Hintergrund, dass die Wissenschaftsstadt Darmstadt seit über fünf Jahren mit der Umsetzung des Leitbildes Wald im Stadtwald eine eigene Strategie verfolgt, stellte Kolmer sich und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Frage: „Soll der Wald vorrangig der Holzproduktion, dem Naturschutz oder der Erholung dienen?“ Bei der Abschlussstation Energie wird die Rolle des Waldes als Energielieferant und sein Potenzial für die Energiewende thematisiert.Darüber hinaus umfasst der Walddenkpfad die Stationen „Erholung, Sport & Tourismus“, „Baumarten & Bestand“, „Wald & Wasser“, „Totholz im Wald“, „Freiflächen“, „Agroforst & Waldweide“ sowie „Wild & Jagd“.Erreichbar ist der Walddenkpfad am besten ab dem Parkplatz „Schirmschneise“ (RJV7+W3 an der Eschollbrücker Straße). Hier befindet sich der Startpunkt A. Westlich des Waldspielplatzes Heimstättensiedlung/Brücke BAB 5 (RJVC+9C Darmstadt) gibt es mit dem Startpunkt B eine weitere Möglichkeit, die Tour zu beginnen. Weiterführende Informationen können unter https://walddiskurs.de/stationen-darmstadt/ abgerufen werden.Grünflächendezernent Kolmer abschließend: „Ich finde es besonders wertvoll, dass der Walddenkpfad auch provokante Antworten und kontroverse Standpunkte zulässt. Denn nur wenn wir unterschiedliche Meinungen hören, zulassen und ernst nehmen, entsteht ein echter Austausch. Der Pfad ist für mich ein ideales Instrument, um in der Natur mit anderen ins Gespräch zu kommen. Hier dürfen und müssen alle ihre Meinung äußern, und genau das macht den Walddenkpfad so lebendig und wichtig.“Der Walddenkpfad wurde durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert und ist vergleichbar mit ähnlichen Projekten in der Region. „Der Wald als Diskursarena zwischen Klima- und Biodiversität“ – so der offizielle Titel des Projekts – soll zum eigenen Reflektieren und Austausch anregen.