„OHNE GEDÖNS“: Wanderausstellung zeigt Alternativen zu Plastik

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Interaktive Ausstellung im Secondhand-Warenhaus Neufundland – ab November kann sie ausgeliehen werden

ffm. Wie lässt sich Plastik im Alltag vermeiden und welche Alternativen gibt es? Die neue Frankfurter Wanderausstellung „OHNE GEDÖNS“ liefert Antworten. Mit Alltagsprodukten zum Anfassen, überraschenden Zahlen und interaktiven Angeboten zeigt sie, wie sich Plastikverbrauch reduzieren und Ressourcen schonen lassen. Die zweisprachige Ausstellung ist von Mittwoch, 23. September, bis Mittwoch, 21. Oktober, im Secondhand-Warenhaus Neufundland in Griesheim zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Rund 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke werden in Deutschland jedes Jahr verbraucht. Zahlen wie diese zeigen, wie viel Abfall durch alltägliche Gewohnheiten entsteht. „OHNE GEDÖNS“ macht solche Zusammenhänge sichtbar und lädt dazu ein, Alternativen zu entdecken und auszuprobieren.

Die Wanderausstellung entstand im Rahmen des „Zero Waste Lab“, einem Experimentierraum der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und des Umweltamtes Frankfurt. Es fördert innovative Projekt- und Produktideen, die helfen, Abfall im Alltag zu vermeiden.

„Wer weniger Plastik verbraucht, schont Ressourcen und vermeidet Abfall. Die Ausstellung zeigt, wie das im Alltag gelingen kann – ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Denn Veränderung beginnt auch damit, dass wir unseren eigenen Umgang mit Ressourcen hinterfragen“, erklärt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration. „‚OHNE GEDÖNS‘ ist ein guter Anlass, genau darüber ins Gespräch zu kommen.“

Entwickelt wurde „OHNE GEDÖNS“ von Petra Kreß, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema Plastikvermeidung beschäftigt. Sie verantwortet die Konzeption, die Inhalte und die gestalterische Umsetzung der Ausstellung. „OHNE GEDÖNS“ soll raus aus der Theorie und mitten hinein in die Stadtgesellschaft“, sagt Initiatorin Kreß. „Ich möchte Menschen neugierig machen, Gespräche anstoßen und zeigen, dass Veränderung im Alltag oft überraschend einfach sein kann.“

Die Realisierung der Ausstellung wird durch das Umweltamt gefördert. „Mit unserer ‚Zero Waste‘-Kampagne wollen wir dazu beitragen, dass Abfall gar nicht erst entsteht“, betont Michael Eickenboom, Abteilungsleiter Abfallwirtschaft im Umweltamt. „Die Ausstellung macht Ressourcenschutz anschaulich und gibt konkrete Anregungen, den eigenen Plastikverbrauch zu reduzieren.“

„Ein bewusster Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Eine Wanderausstellung zu diesem Thema schafft Aufmerksamkeit und liefert Denkanstöße, das eigene Verhalten zu hinterfragen“, sagt Benjamin Scheffler, Geschäftsführer der FES. „Abfallvermeidung ist ein Thema für alle, nicht nur für einzelne.“

Frankfurter Handwerk und Kunst gestalten mit

Die Schreinerei spacewood setzte die Ausstellung zum Selbstkostenpreis um und brachte ihre handwerkliche Erfahrung und praktische Lösungen ein. Auch Kunst ist Teil von „OHNE GEDÖNS“: Die Frankfurterin Monika Agethen sammelte auf ihren Spaziergängen durch die Stadt ausrangierte Plastikgegenstände und schuf daraus ein eigenes Ausstellungsobjekt.

Erste Station: Neufundland Frankfurt

Ihre erste Station hat die neue Wanderausstellung „OHNE GEDÖNS“ im Secondhand-Warenhaus Neufundland in Griesheim. Der Ort ist ein passender Auftakt: Das Secondhand-Warenhaus verlängert durch die Wiederverwendung von Möbeln, Haushaltswaren und anderen Produkten deren Lebensdauer. „OHNE GEDÖNS“ ergänzt diesen Ansatz und eröffnet einen weiteren Blick auf den bewussten Umgang mit Ressourcen und Plastik. Beides zeigt, wie nachhaltiges Handeln ganz praktisch im Alltag beginnen kann.

Ab November geht „OHNE GEDÖNS“ auf Reisen

Die interaktive, zweisprachige (deutsch/englisch) Wanderausstellung kann von Unternehmen, Kommunen und öffentlichen Einrichtungen ausgeliehen werden. Informationen zu Voraussetzungen, Ausleihdauer und Kosten gibt es unter Plastiksparen/Ohne Gedöns  zu finden. 

Unterstützung für gemeinnützige Einrichtungen

Damit die Ausstellung auch gemeinnützige Orte mit begrenztem Budget erreichen kann, unterstützt die FES die Ausleihe: Fehlen die finanziellen Mittel für Auf- und Abbau, können diese Kosten auf Anfrage über Frau Kreß übernommen werden.

Weitere Informationen finden sich unter Zero Waste Lab – Frankfurt . Das Secondhand Warenhaus Neufundland, Lärchenstraße 135, ist von Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr, und jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Mehr Informationen gibt es unter neufundland-frankfurt.de . 

Fachliche Fragen beantwortet Michael Eickenboom, Leiter Abfallwirtschaft im Umweltamt, telefonisch unter 069/212-39153  oder per E-Mail an michael.eickenboom@stadt-frankfurt.de . 

Fotos Ein Kunstwerk der Frankfurterin Monika Agethen aus weggeworfenen Plastikgegenständen ist Teil der Wanderausstellung, Copyright: Petra Kreß 

Tipps und Hinweise zum Plastik sparen in der Ausstellung zum Anfassen von Petra Kreß, Copyright: Petra Kreß 

Kontakt für die Medien Julia Hurtzig, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Umweltamt, Telefon 069/212-39109 , E-Mail presse.umweltamt@stadt-frankfurt.de