„Satourday“: Freier Eintritt im Archäologischen Museum

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Am Samstag, 31. Januar, ist der sogenannte „Satourday“ in den Frankfurter Museen, das heißt: Immer am letzten Samstag im Monat ist der Eintritt frei für eine Tour durch die Museen. Auch das Archäologische Museum (AMF) ist Teil des Programms.

Im Haupthaus des Museums in der Karmelitergasse 1, geöffnet von 10 bis 18 Uhr, ist seit September die Sonderausstellung „Archäologie der Gedanken“ zu sehen. Das genreübergreifende Projekt verbindet das AMF mit dem südwestlichen Stadtraum, konkreten Stellen, Orten und Gebieten in Niederrad und dem Stadtwald. Die Umgebung von Frankfurt wird seit Jahrtausenden von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen durchquert und besiedelt. Es entstanden Handelsrouten, Pilgerwege, Verkehrs- und Kommunikationsknotenpunkte, welche die Stadt und ihre Geschichte bis heute prägen und einen Austausch von Gedanken ermöglicht haben. Der Begriff „Gedanke“ wird von der Künstlerin als sich verzweigendes Wegenetz definiert. Damit wird „Geschichte“ von ihr als Landschaft wahrgenommen.

Seit November ist zusätzlich die Sonderausstellung „Frankfurts römisches Erbe - Archäologie einer lebendigen Vergangenheit“ zu sehen. Archäologische Funde aus Frankfurt – viele davon zum ersten Mal zu sehen – veranschaulichende Rekonstruktionen und Karten zeigen, wie Menschen aus dem gesamten Römischen Reich und Einheimische am Main zusammenlebten, handelten und ihrem Glauben nachgingen. 

Die Dauerausstellung im Haupthaus zeigt außerdem Exponate zur Geschichte der Stadt Frankfurt und ihres Umlandes – vom Neolithikum bis zur frühen Neuzeit, zum Beispiel einen Faustkeil aus Harheim, eine Begräbnisstätte aus dem Stadtwald, die Funde aus den berühmten Mithräen sowie die Jupitergigantensäulen aus Nida, heute Heddernheim, und die Ausstellung zu den Ausgrabungen der Kirche St. Leonhard.

Seit dem 18. Dezember 2024 gibt es darüber hinaus ein neues Highlight im AMF: die Frankfurter Silberinschrift. Das Besondere ist das Alter des Fundes. Denn das Grab, in dem das Amulett gefunden wurde, wird auf den Zeitraum zwischen 230 und 260 nach Christus datiert.

Zusätzlich findet sich auf dem Domhügel in der neuen Altstadt Frankfurts eine Dependance des AMF: die Kaiserpfalz franconofurd, geöffnet von 11 bis 18 Uhr. Sie ist ein Schaufenster in die Ursprünge Frankfurts. Zu sehen sind ein römisches Bad, die Mauern des karolingischen Königshofes – Spuren aus rund 2000 Jahren Stadtgeschichte. Außerdem präsentiert das AMF dort Skulpturen von Friedhelm Welge unter dem Titel „Spuren der Steine. Steine, die eine Geschichte erzählen“.

Kontakt für die Medien Holger Kieburg, Archäologisches Museum Frankfurt, E-Mail holger.kieburg@stadt-frankfurt.de