Schritt für Schritt zu einer gesunden Stadt für alle

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Das Gesundheitsamt veröffentlicht neue Strategie zur Gesundheitsförderung

ffm. Gesundheit entsteht dort, wo Menschen leben, lernen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. „Gesundheit wird maßgeblich durch soziale, ökologische und strukturelle Bedingungen beeinflusst. Bildung, Einkommen, Stress, Mobilität, Ernährung oder der Schutz vor Hitze entscheiden mit darüber, wie gesund Menschen leben können“, betont Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit. „Deshalb ist Gesundheitsförderung eine stadtweite Aufgabe, die sektorenübergreifend angegangen wird. Die neue Strategie zur Gesundheitsförderung baut auf internationalen Vorbildern auf, etwa von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie trägt dazu bei, dass alle Frankfurter:innen unter möglichst guten und fairen Bedingungen gesund leben können“, sagt Voitl.

Gesundheit als gemeinsame Aufgabe

Die Vision ist klar: Frankfurt soll eine Stadt sein, in der alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Lebenslage, faire und gute Chancen auf ein gesundes Leben haben. Dafür arbeiten Stadtverwaltung, Politik, soziale Träger, Vereine, Bildungseinrichtungen und Bürgerschaft eng zusammen. Das Gesundheitsamt bringt hierbei seine langjährige Expertise in Prävention, Gesundheitsförderung und Bevölkerungsmedizin ein und übernimmt eine koordinierende Rolle.

Drei Säulen für ein gesundes Frankfurt

Die Strategie ruht auf drei Säulen: Vernetzung, Gesundheitskommunikation und universeller Zugang zu Gesundheitsangeboten.

Bereits heute vernetzt das Gesundheitsamt über das „GUT GEHT’S“-Netzwerk rund 400 gesundheitsbezogene Akteure. Stadtgesundheitskonferenzen, Vernetzungstreffen und der Ausbau ämterübergreifender Zusammenarbeit stärken Gesundheit als Querschnittsthema in allen Politikfeldern. Eine verständliche, mehrsprachige und kultursensible Gesundheitskommunikation über Gesundheitslotsinnen und -lotsen, digitale Formate sowie soziale Medien stärkt die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung – also das Wissen darüber, wie man gesund lebt und Angebote nutzt. Gleichzeitig baut die Stadt niedrigschwellige Angebote weiter aus: von den humanitären Sprechstunden für Menschen ohne Krankenversicherung über Beratungen zur psychischen Gesundheit bis hin zu Projekten für Kinder- und Zahngesundheit in Kitas und Schulen.

„Unser Gesundheitssystem ruht im Wesentlichen ebenfalls auf drei Säulen, wobei der Öffentliche Gesundheitsdienst neben der ambulanten und der stationären Versorgung eine tragende Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung spielt“, erklärt Prof. clin. assoc. Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes. „Die Gesundheit der Menschen geht einher mit gut aufgestellten Gesundheitsämtern, denn wir stellen sicher, dass Gesundheit kein Zufall ist. Als moderner Öffentlicher Gesundheitsdienst ist es unsere Aufgabe, die Bevölkerung zu schützen, zu beraten und uns für Chancengerechtigkeit einzusetzen“, ergänzt Tinnemann.

Datenbasiert, beteiligungsorientiert, wirksam

Grundlage aller Maßnahmen sind fundierte Daten. Ein zentrales digitales Gesundheitsdashboard, regelmäßige Gesundheitsberichte und Beteiligungsformate mit Fachkräften und Bürgerinnen und Bürgern werden dafür sorgen, dass Angebote bedarfsgerecht geplant und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Kontakt für die Medien Gesundheitsamt Frankfurt, Pressestelle, E-Mail presse.gesundheitsamt@stadt-frankfurt.de