Schulen noch schneller bauen, sanieren und erweitern: Bildungsbaugesellschaft geht an den Start

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Die Bildungsbaugesellschaft Frankfurt (BBG) ist gegründet und hat am Mittwoch, 1. Juli, offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Die Stadtverordneten hatten die Gründung bereits im Dezember 2025 beschlossen – nun ist dieser Beschluss umgesetzt.

Die neue Gesellschaft soll das Amt für Bau und Immobilien (ABI) entlasten und ein weiterer Baustein sein, um Schulen noch schneller bauen, sanieren und erweitern zu können. Ausgewählt wurden dafür 14 Liegenschaften, deren Betreuung sukzessiv von der Bildungsbaugesellschaft übernommen wird. Es handelt sich dabei um Schulen unterschiedlicher Schulformen und aus verschiedenen Bildungsregionen. Geschäftsführerin wird Architektin Michaela Grell, die bisher als Referentin im Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen und zuvor als stellvertretende Amtsleiterin im Amt für Bau und Immobilien beschäftigt war.

„Durch die neue Bildungsbaugesellschaft haben wir nun zusätzliche Kapazitäten, um noch mehr Schulbauprojekte parallel bearbeiten zu können. Mit den bereits angelaufenen Maßnahmen – der Schulbauoffensive und dem Rahmenvertrag mit der ABG Frankfurt Holding – haben wir bereits viel erreicht. Dennoch bleiben nach wie vor Themen offen, die nicht bearbeitet werden können. Mit dem ABI, der ABG und der BBG können wir nun 64 Schulen gleichzeitig sanieren und so den Sanierungsstau noch schneller abbauen. Gemeinsam werden wir die Situation im Schulbau maßgeblich verbessern. Mit Michaela Grell haben wir zudem eine erfahrene Architektin, die als Geschäftsführerin die vorhandenen Kapazitäten optimal steuern und einsetzen wird“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.

„Wir haben eine Verpflichtung sowohl den Schüler:innen als auch allen Bürger:innen gegenüber, unsere städtische Bildungsinfrastruktur in Schuss zu halten. Deshalb stellen wir für den Neubau und die Sanierung unserer Schulen im Haushalt regelmäßig sehr hohe Budgets zur Verfügung“, führt Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff aus. „Leider zieht sich die Realisierung zu oft zu lange hin. Daher hoffe ich sehr, dass die neue Bildungsbaugesellschaft es ermöglichen wird, diese wichtigen Investitionen in die Schulgebäude zügiger und effizienter umzusetzen. Schließlich wollen wir den Schüler:innen die besten Voraussetzungen zum Lernen und damit für ihre Zukunft bieten.“

Grell, Geschäftsführerin der Bildungsbaugesellschaft, sagt: „Wir wollen dazu beitragen, dass Gebäude, die der Stadt Frankfurt gehören, durch Instandsetzung und Sanierung für die Schulgemeinden in einem besseren baulichen Zustand gebracht und damit bessere Bildungsorte für die Schülerinnen und Schüler werden. Dies ist eine mittelfristige Perspektive, die wir ab heute angehen. Mit einem geplanten Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bearbeiten wir ab morgen die sehr unterschiedlichen Einzelmaßnahmen. Bis zum Jahresende setzen wir Maßnahmen um, die keinen großen Planungssaufwand haben. Für größere Maßnahmen sind Planungen und Vorabstimmungen teilweise schon angelaufen. Auch wir können nicht zaubern, aber durch einen flache Hierarchie und kurze Abstimmungsprozesse werden wir zukünftig deutlich schneller Ergebnisse sehen.“

Im ersten Schritt wird die Georg-Büchner-Schule, die Boehleschule, die Astrid-Lindgren-Schule, die Liebigschule, die Heinrich-Seliger-Schule, die Viktor-Frankl-Schule und die Albert-Schweitzer-Schule zur Sanierung und Betrieb an die BBG übergehen. Im Oktober 2026 folgen die Niddaschule, die Engelbert-Humperdinck-Schule und die Paul-Ehrlich-Schule. Ab 2027 werden dann auch die Eichendorffschule, die Steffi-Jones-Schule, die Riedhofschule und die Ludwig-Erhard-Schule von der BBG betreut. 

Die ausgewählten Liegenschaften haben überwiegend einen mittleren Instandhaltungsbedarf, der meist bei laufendem Schulbetrieb bearbeitet werden kann. Konkret ist vorgesehen, an der Georg-Büchner-Schule das Dienstwohngebäude mit drei Wohnungen zu sanieren, zudem eine Brandschutzsanierung durchzuführen und Hitzeschutzmaßnahmen zu installieren. Auch an der Liebigschule wird das Dienstwohngebäude instandgesetzt und Brandschutz sowie Elektronik erneuert. In der Boehleschule werden zunächst Feuchtigkeitsschäden im Keller untersucht. Auch hier stehen Brandschutzsanierung sowie Hitzeschutzmaßnahmen an. Zudem wird die Schule um eine Mensa und Klassenräume erweitert, damit der Ganztag gut abgebildet werden kann. Für die Heinrich-Seliger-Schule ist ebenfalls eine Erweiterung vorgesehen. Zudem stehen die Sanierung der Turnhalle sowie Hitzeschutzmaßnahmen auf dem Plan. Die Astrid-Lindgren-Schule erhält eine Dach- und Fassadensanierung, zudem werden Putz- und Feuchtigkeitsschäden beseitigt. Auch an der Viktor-Frankl-Schule muss das Dach saniert und die Elektrosicherheit überarbeitet werden. An der Albert-Schweitzer-Schule werden Feuchtigkeitsschäden im Keller beseitigt, die Elektrik und das Dach werden erneuert.

Auch investive Maßnahmen, sprich größere Baumaßnahmen, können zukünftig von der Bildungsbaugesellschaft bearbeitet werden. So wird die BBG etwa die zwei noch leerstehenden Büroliegenschaften im Ben-Gurion-Ring übernehmen und sie zu Schulstandorten umbauen.

Mehr Informationen zur Bildungsbaugesellschaft gibt es unter Startseite | Bildungsbaugesellschaft Frankfurt .

Fotos

Waren beim Start der Bildungsbaugesellschaft dabei (v.l.): Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Michaela Grell, Geschäftsführerin der BBG, sowie Stefanie Bauscher, Franz Kraft und René Pahl von der BBG, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Felix Wachendörfer 

Gruppenfoto zum Start der Bildungsbaugesellschaft (v.l.): René Pahl von der BBG, Michaela Grell, Geschäftsführerin der BBG, Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, sowie Franz Kraft und Stefanie Bauscher von der BBG, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Felix Wachendörfer 

Haben heute den Start der Bildungsbaugesellschaft eingeläutet (v.l.): Michaela Grell, Geschäftsführerin der BBG, Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Franz Kraft und Stefanie Bauscher von der BBG, Rolf Oechsler, Schulleiter der Liebigschule, und René Pahl von der BBG, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Felix Wachendörfer 

Kontakt für die Medien

Christina Čurin, Pressesprecherin, Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Telefon 069/212-43334 , E-Mail christina.curin@stadt-frankfurt.de