„Sister Cities Dialogue“ Frankfurt – Krakau: Das Projekt endet, der Austausch geht weiter

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Zwei Wochen lang stand an der Hauptwache ein mobiler Begegnungsort im Zeichen der Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Krakau. Vom 9. bis 23. September brachte das Projekt „Sister Cities Dialogue – Frankfurt connects Europe“ Menschen, Ideen und Perspektiven aus beiden Städten mitten in den Frankfurter Alltag. In einem mit großem Bildschirm und Ton ausgestatteten Container konnten Frankfurterinnen und Frankfurter die Menschen in ihrer Partnerstadt kennenlernen, ganz ohne zu verreisen. Anlass war das 35-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft.

„Städtepartnerschaften leben von Menschen, die miteinander in Kontakt kommen, Ideen austauschen und daraus etwas Neues entstehen lassen. Genau das ist an der Hauptwache passiert. Besonders schön fand ich, wie junge Frankfurterinnen und Frankfurter mit Jugendlichen aus dem Krakauer Jugendparlament über politische Beteiligung diskutiert haben, und das war nur eine von vielen bereichernden Begegnungen“, sagt Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales. „Der ‚Sister Cities Dialogue‘ hat einen offenen Raum geschaffen für bestehende Verbindungen ebenso wie für neue Kontakte. Ich freue mich sehr über die positive Resonanz und darüber, dass viele Gruppen schon jetzt weitere Begegnungen verabredet haben.“

Über zehn moderierte Begegnungen zwischen unterschiedlichen Gruppen aus beiden Städten sowie über zehn kuratierte Programmpunkte und Veranstaltungen für die Öffentlichkeit machten das Portal zum lebendigen Treffpunkt der beiden Städte. Darüber hinaus stand das Portal täglich mehrere Stunden allen Frankfurterinnen und Frankfurtern offen für spontane Begegnungen und Gespräche. Dabei ging es um ganz unterschiedliche Themen – von Schule und Jugendbeteiligung über Kultur und gesellschaftliches Engagement bis zu Nachtleben, Kulinarik oder Abfallwirtschaft.

Bestehende Verbindungen wurden weitergeführt und neue Kontakte geknüpft. Die Sozialämter beider Städte setzten ihren langjährigen Fachaustausch in diesem Jahr digital fort. Der Geschichtsort Adlerwerke, eine Gedenk- und Bildungsstätte, die zum KZ-Außenlager Katzbach in den Adlerwerken und Zwangsarbeit in Frankfurt arbeitet, tauschte sich mit der Krakauer Gedenkstätte KL Plaszow aus. Der Frankfurter Nachtrat sprach mit dem Krakauer Nachtbürgermeister. Das Ensemble Modern und die Krakauer Spółdzielnia Muzyczna kamen zum Austausch zusammen, junge Frankfurterinnen und Frankfurter vom Projekt „JugendMachtFrankfurt“ diskutierten mit dem Krakauer Jugendparlament über politische Beteiligung. Beramí brachte junge politische Aktivistinnen und Aktivisten vom Projekt „Mehr Bock auf Politik“ mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Krakau zusammen, das Dialogmuseum lud zum Austausch über Frankfurts Lieblingsorte aus der Perspektive blinder und sehbehinderter Menschen ein. Mit dem Verein „Über den Tellerrand“ kamen Frankfurt und Krakau kulinarisch zusammen. Es gab Grüne Sauce und Krakauer Obwarzanek, zwei Gerichte, die für die kulinarische Identität beider Städte stehen.

Der Austausch endet nicht mit dem Abbau des Containers. Viele der Gruppen haben weitere Besuche und Austausche für 2027 vereinbart. Neue Kontakte wurden geknüpft, bestehende Verbindungen aufgefrischt und konkrete weitere Vorhaben angestoßen.

Krakau war die erste Station des Projektes „Sister Cities Dialogue – Frankfurt connects Europe“. Von Donnerstag, 22. Oktober, bis Mittwoch, 4. November, steht Frankfurts britische Partnerstadt Birmingham im Mittelpunkt. Im Frühsommer 2027 folgt eine Projektphase mit Frankfurts Partnerstadt Lviv.

Fotos Beramí mit dem Projekt „Mehr Bock auf Politik“ vor dem Container, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Referat für Internationale Angelegenheiten 

Besucherinnen und Besucher im Austausch vor dem Container bei der Eröffnungsveranstaltung von „Sister Cities Dialogue“, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Shared Studios 

Eine Besucherin beim Betreten des Containers von „Sister Cities Dialogue“, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Shared Studios