Stabile Nachfrage auf dem Frankfurter Wohnimmobilienmarkt
Weniger Transaktionen von Büros und Einzelhandelsflächen
ffm. Der Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Frankfurt am Main hat in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, die wichtigsten Entwicklungen auf dem Frankfurter Immobilienmarkt im Jahr 2025 vorgestellt.
Der Marktbereich Eigenheime zeigte 2025 sowohl bei den Transaktionszahlen wie auch bei den Kaufpreisen steigende Tendenzen. Die Zahlen liegen leicht unter dem Niveau von 2021. Dies belegt, dass die Nachfrage nach Eigenheimen weiterhin ungebrochen hoch ist. Eine aktuelle Untersuchung des Gutachterausschusses zeigt, dass in den letzten Jahren der Anteil der veräußerten Einfamilienhäuser mit einem Baujahr vor 1978 um rund 15 Prozent gestiegen ist und seit 2018 mehr als 70 Prozent der verkauften Immobilien umfasst. Der Neubauanteil liegt seit nunmehr zwölf Jahren unter 10 Prozent und ist im vergangenen Jahr auf den bisher tiefsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gesunken.
Die Preise von Reihenmittelhäusern im Bestand gaben 2025 leicht nach. Lediglich in der Baujahresklasse 1978 bis 1990 war ein Anstieg der durchschnittlichen Kaufpreise von rund 4,5 Prozent auf durchschnittlich 590.000 Euro zu beobachten. Reihenmittelhäuser der Baujahre vor 1949 konnten im Schnitt unter 400.000 Euro erworben werden, während der mittlere Preis für Häuser der Baujahre ab 1991 ohne Neubau bei rund 775.000 Euro lag.
Im Segment Mehrfamilienhäuser haben sowohl die Transaktionen wie auch der Geldumsatz 2025 erneut zugenommen. Der Ertragsfaktor liegt mit 22,6 auf dem Niveau von 2024. Die Entwicklung in den Baujahresklassen ist jedoch uneinheitlich: Während der Ertragsfaktor bei Gebäuden mit einem Baujahr vor 1919 leicht stieg, war er bei den Gebäuden der Baujahresklasse 1919 bis 1949 rückläufig.
Bei Gebäuden, bei denen eine Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen angestrebt wird, muss weiter beachtet werden, dass mit Inkrafttreten der Umwandlungsgenehmigungs- und Gebietsbestimmungsverordnung die Umwandlungs-möglichkeit eingeschränkt wurde. Wie schon 2023 und 2024 wurden auch 2025 stadtweit weniger als 150 Wohneinheiten in Eigentumswohnungen umgewandelt.
Außerdem kamen im vergangenen Jahr nur wenige neue Eigentumswohnungen („Jahr des Verkaufs“ – „Jahr der Baugenehmigung“ ist kleiner als 3) auf den Markt, da die wirtschaftliche Realisierung von neuen Bauprojekten weiterhin schwierig ist. Die in den letzten Jahren gesunkenen Preise haben die Vermarktungsphase bei einigen Projekten verlängert. Viele Investoren versuchten, die ursprünglich kalkulierten Kaufpreise zu halten, so dass nicht alle fertig gestellten Neubau-Eigentumswohnungen direkt auf den Markt gekommenen sind. Es ist zu beobachten, dass nun verstärkt diese Eigentumswohnungen verkauft werden, die aufgrund des Baubeginns nicht mehr zu den Neubauten gezählt werden.
Die Preise von neuen Eigentumswohnungen erreichten im Jahr 2025 wieder das Preisniveau von 2023 und liegen nun im Durchschnitt bei 7840 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, ein Plus von rund 6 Prozent gegenüber 2024. Die teuersten neuen Eigentumswohnungen wurden in Bornheim und Kalbach mit mittleren Preisen von rund 9600 beziehungsweise rund 9070 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verkauft. Im Gutleutviertel/Gallus lagen die Neubaupreise bei 8050 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Für Neubauwohnungen in anderen Lagen –beispielsweise in Oberrad, Rödelheim, Hausen, Praunheim und Fechenheim – wurden zwischen 7000 und 8000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Neue Eigentumswohnungen in Bergen-Enkheim erzielten einen mittleren Preis von rund 6750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
„Frankfurt ist eine wachsende Stadt, die in den kommenden Jahren auf den Zuzug neuer Fachkräfte angewiesen ist. Deshalb ist es notwendig, dass auch in Zukunft ausreichend Wohnbauflächen bereitgestellt und zugleich Gewerbeflächen gesichert werden. Die aktuellen Preisentwicklungen machen deutlich, dass der Fokus auf die Schaffung von mehr Mietwohnungsbau richtig gesetzt ist“, sagt Planungsdezernent Gwechenberger. „Denn der Kauf einer Eigentumswohnung ist aufgrund des hohen Eigenkapitalbedarfs und der deutlich gestiegenen Finanzierungskosten für viele Haushalte derzeit nicht leistbar.“
Im Jahr 2025 wurden knapp 2360 Wohnungen – ohne Sondertypen wie Penthouse oder Maisonette – im Bestand verkauft (2024: 2270 Wohnungen). Die Preise von Bestandswohnungen sanken innerhalb des letzten Jahres je nach Baualtersstufe um bis zu 4 Prozent. Während für Eigentumswohnungen in Altbauten rund 5810 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt wurde, lag der mittlere Preis in der Baualtersstufe 1919 bis 1948 bei 5030 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
In den Baujahresklassen 1950 bis 1977 und 1978 bis 1990 lagen die Preise bei durchschnittlich 4210 beziehungsweise 4110 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, während der mittlere Kaufpreis für Eigentumswohnungen der Baujahre ab 1991 ohne Neubau bei rund 7000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche lag.
Die Transaktionen im Bereich einfaches Gewerbe sowie bei gemischt genutzten Objekten mit einer überwiegend gewerblichen Nutzung sind 2025 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auch im Bereich Büro und Einzelhandel zeigt sich der Markt aktuell noch zurückhaltend, so dass in diesem Bereich ebenfalls weniger Objekte verkauft wurden. Die Transaktionen liegen auf dem Niveau von 2023. Der Umsatz ist gegenüber 2024 deutlich gesunken, da 2025 nur wenige Großtransaktionen abgeschlossen wurden. Asset-Deals mit Kaufpreisen über 50 Millionen Euro wurden 2025 nicht abgeschlossen.
Der Boom bei der KI-Nutzung schlägt sich aktuell nicht im Ankauf von weiteren Grundstücken für Rechenzentren nieder. Die Kapazität der in den letzten Jahren angekauften Gewerbeflächen für die Errichtung von Rechenzentren scheint derzeit ausreichend zu sein.
Sofern die geopolitischen Turbulenzen nicht weiter zunehmen, ist im Bereich der Wohnimmobilien auch 2026 mit stabilen bis leicht steigenden Preisen zu rechnen. Da kaum Neubau-Eigenheime auf den Markt kommen, müssen die Interessenten in diesem Segment künftig verstärkt auf den Bestand ausweichen. Trotzdem wird für viele der Erwerb von Eigentum aufgrund von fehlendem Eigenkapital schwieriger umsetzbar sein. Modernisierungen im Bestand sowie der Neubau von Bürogebäuden in der Innenstadt ermöglichen den Zuzug weiterer Geldinstitute, was die Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt sichert.
Die Präsentation über den Immobilienmarkt 2025 ist als PDF-Dokument beigefügt.
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Präsentation Immobilienmarkt 2025
ffm. Der Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Frankfurt am Main hat in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, die wichtigsten Entwicklungen auf dem Frankfurter Immobilienmarkt im Jahr 2025 vorgestellt.
Der Marktbereich Eigenheime zeigte 2025 sowohl bei den Transaktionszahlen wie auch bei den Kaufpreisen steigende Tendenzen. Die Zahlen liegen leicht unter dem Niveau von 2021. Dies belegt, dass die Nachfrage nach Eigenheimen weiterhin ungebrochen hoch ist. Eine aktuelle Untersuchung des Gutachterausschusses zeigt, dass in den letzten Jahren der Anteil der veräußerten Einfamilienhäuser mit einem Baujahr vor 1978 um rund 15 Prozent gestiegen ist und seit 2018 mehr als 70 Prozent der verkauften Immobilien umfasst. Der Neubauanteil liegt seit nunmehr zwölf Jahren unter 10 Prozent und ist im vergangenen Jahr auf den bisher tiefsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gesunken.
Die Preise von Reihenmittelhäusern im Bestand gaben 2025 leicht nach. Lediglich in der Baujahresklasse 1978 bis 1990 war ein Anstieg der durchschnittlichen Kaufpreise von rund 4,5 Prozent auf durchschnittlich 590.000 Euro zu beobachten. Reihenmittelhäuser der Baujahre vor 1949 konnten im Schnitt unter 400.000 Euro erworben werden, während der mittlere Preis für Häuser der Baujahre ab 1991 ohne Neubau bei rund 775.000 Euro lag.
Im Segment Mehrfamilienhäuser haben sowohl die Transaktionen wie auch der Geldumsatz 2025 erneut zugenommen. Der Ertragsfaktor liegt mit 22,6 auf dem Niveau von 2024. Die Entwicklung in den Baujahresklassen ist jedoch uneinheitlich: Während der Ertragsfaktor bei Gebäuden mit einem Baujahr vor 1919 leicht stieg, war er bei den Gebäuden der Baujahresklasse 1919 bis 1949 rückläufig.
Bei Gebäuden, bei denen eine Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen angestrebt wird, muss weiter beachtet werden, dass mit Inkrafttreten der Umwandlungsgenehmigungs- und Gebietsbestimmungsverordnung die Umwandlungs-möglichkeit eingeschränkt wurde. Wie schon 2023 und 2024 wurden auch 2025 stadtweit weniger als 150 Wohneinheiten in Eigentumswohnungen umgewandelt.
Außerdem kamen im vergangenen Jahr nur wenige neue Eigentumswohnungen („Jahr des Verkaufs“ – „Jahr der Baugenehmigung“ ist kleiner als 3) auf den Markt, da die wirtschaftliche Realisierung von neuen Bauprojekten weiterhin schwierig ist. Die in den letzten Jahren gesunkenen Preise haben die Vermarktungsphase bei einigen Projekten verlängert. Viele Investoren versuchten, die ursprünglich kalkulierten Kaufpreise zu halten, so dass nicht alle fertig gestellten Neubau-Eigentumswohnungen direkt auf den Markt gekommenen sind. Es ist zu beobachten, dass nun verstärkt diese Eigentumswohnungen verkauft werden, die aufgrund des Baubeginns nicht mehr zu den Neubauten gezählt werden.
Die Preise von neuen Eigentumswohnungen erreichten im Jahr 2025 wieder das Preisniveau von 2023 und liegen nun im Durchschnitt bei 7840 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, ein Plus von rund 6 Prozent gegenüber 2024. Die teuersten neuen Eigentumswohnungen wurden in Bornheim und Kalbach mit mittleren Preisen von rund 9600 beziehungsweise rund 9070 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verkauft. Im Gutleutviertel/Gallus lagen die Neubaupreise bei 8050 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Für Neubauwohnungen in anderen Lagen –beispielsweise in Oberrad, Rödelheim, Hausen, Praunheim und Fechenheim – wurden zwischen 7000 und 8000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Neue Eigentumswohnungen in Bergen-Enkheim erzielten einen mittleren Preis von rund 6750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
„Frankfurt ist eine wachsende Stadt, die in den kommenden Jahren auf den Zuzug neuer Fachkräfte angewiesen ist. Deshalb ist es notwendig, dass auch in Zukunft ausreichend Wohnbauflächen bereitgestellt und zugleich Gewerbeflächen gesichert werden. Die aktuellen Preisentwicklungen machen deutlich, dass der Fokus auf die Schaffung von mehr Mietwohnungsbau richtig gesetzt ist“, sagt Planungsdezernent Gwechenberger. „Denn der Kauf einer Eigentumswohnung ist aufgrund des hohen Eigenkapitalbedarfs und der deutlich gestiegenen Finanzierungskosten für viele Haushalte derzeit nicht leistbar.“
Im Jahr 2025 wurden knapp 2360 Wohnungen – ohne Sondertypen wie Penthouse oder Maisonette – im Bestand verkauft (2024: 2270 Wohnungen). Die Preise von Bestandswohnungen sanken innerhalb des letzten Jahres je nach Baualtersstufe um bis zu 4 Prozent. Während für Eigentumswohnungen in Altbauten rund 5810 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt wurde, lag der mittlere Preis in der Baualtersstufe 1919 bis 1948 bei 5030 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
In den Baujahresklassen 1950 bis 1977 und 1978 bis 1990 lagen die Preise bei durchschnittlich 4210 beziehungsweise 4110 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, während der mittlere Kaufpreis für Eigentumswohnungen der Baujahre ab 1991 ohne Neubau bei rund 7000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche lag.
Die Transaktionen im Bereich einfaches Gewerbe sowie bei gemischt genutzten Objekten mit einer überwiegend gewerblichen Nutzung sind 2025 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auch im Bereich Büro und Einzelhandel zeigt sich der Markt aktuell noch zurückhaltend, so dass in diesem Bereich ebenfalls weniger Objekte verkauft wurden. Die Transaktionen liegen auf dem Niveau von 2023. Der Umsatz ist gegenüber 2024 deutlich gesunken, da 2025 nur wenige Großtransaktionen abgeschlossen wurden. Asset-Deals mit Kaufpreisen über 50 Millionen Euro wurden 2025 nicht abgeschlossen.
Der Boom bei der KI-Nutzung schlägt sich aktuell nicht im Ankauf von weiteren Grundstücken für Rechenzentren nieder. Die Kapazität der in den letzten Jahren angekauften Gewerbeflächen für die Errichtung von Rechenzentren scheint derzeit ausreichend zu sein.
Sofern die geopolitischen Turbulenzen nicht weiter zunehmen, ist im Bereich der Wohnimmobilien auch 2026 mit stabilen bis leicht steigenden Preisen zu rechnen. Da kaum Neubau-Eigenheime auf den Markt kommen, müssen die Interessenten in diesem Segment künftig verstärkt auf den Bestand ausweichen. Trotzdem wird für viele der Erwerb von Eigentum aufgrund von fehlendem Eigenkapital schwieriger umsetzbar sein. Modernisierungen im Bestand sowie der Neubau von Bürogebäuden in der Innenstadt ermöglichen den Zuzug weiterer Geldinstitute, was die Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt sichert.
Die Präsentation über den Immobilienmarkt 2025 ist als PDF-Dokument beigefügt.
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Präsentation Immobilienmarkt 2025