Stadt Frankfurt entwickelt Gründungsförderung weiter

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Zwei neue Standorte für Gründerinnen und Gründer

ffm. Mehr Vernetzung, mehr Sichtbarkeit und passgenaue Angebote für junge Unternehmen: Mit zwei neuen Standorten schafft die Stadt Frankfurt ab 2027 moderne Strukturen für Gründungen und Startups – und stärkt damit den Innovationsstandort Frankfurt nachhaltig.

Die Stadt Frankfurt entwickelt ihre Unterstützung für Gründerinnen, Gründer und Startups grundlegend weiter. Nach der Verdopplung der maximalen Kreditsumme des Frankfurter Gründerfonds auf 100.000 Euro je Gründung und der Neuaufstellung des Frankfurter Gründerpreises folgt nun der nächste Meilenstein: Die veralteten Räumlichkeiten des Frankfurter Gründerzentrums in der Hanauer Landstraße 521 werden aufgelöst und an zwei Standorten neue attraktive Räumlichkeiten für Gründerinnen und Gründer geschaffen. Einer davon ist am Bertramshof im Futury Startup Space, ein weiterer in der Nähe des Ostbahnhofs in der Jakob-Latscha-Straße. Damit rücken die Angebote der Frankfurter Gründungsförderung näher an die Akteure des Startup-Ökosystems heran, schaffen neue Synergien und verbessern die Unterstützung für Gründerinnen und Gründer. Die neuen Raumangebote sollen ab Januar 2027 zur Verfügung stehen.

„Frankfurt setzt konsequent auf Innovation, Unternehmergeist und Gründungen als Motoren für Wachstum, Beschäftigung und wirtschaftliche Dynamik. Deshalb schaffen wir nicht nur moderne Räume für Gründerinnen und Gründer, sondern stärken gezielt das gesamte Gründungsökosystem. Mit einer zentralen Anlaufstelle bringen wir Startups, Unternehmen, Investoren und Unterstützungsangebote enger zusammen, erleichtern den Zugang zu Netzwerken und erhöhen die Sichtbarkeit des Frankfurter Gründungsstandorts. Mit der Verortung bei Futury bringt sich die Stadt künftig noch stärker in dieses Ökosystem ein und ergänzt es am Bertramshof gezielt um die Schwerpunkte Games und digitale Kreativwirtschaft“, sagt Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing.

Zwei Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten – Games Hub und New Business Lab

Die Neuaufstellung folgt einer klaren Zielgruppenorientierung und schafft an beiden Standorten optimale Rahmenbedingungen. Mit der Schließung des bisherigen Standorts ziehen auch der 2025 ins Leben gerufene Games Hub Frankfurt sowie die Kompass – Zentrum für Existenzgründungen Frankfurt am Main als Tochterunternehmen der Wirtschaftsförderung in die neuen Räumlichkeiten.

Der Games Hub Frankfurt wird künftig im Futury Startup Space im Bertramshof beheimatet sein. Als Teil eines der wichtigsten Innovationsstandorte der Region profitiert der Games Hub von der unmittelbaren Nähe zu Startups, Wissenschaft, Unternehmen und Investorinnen und Investoren. Gemeinsam mit den Partnern von Futury – darunter Hochschulen und Unternehmen – entstehen neue Möglichkeiten für Kooperationen, Technologietransfer und Innovation. Themen wie Finanzierung, Zukunftstechnologien, Talente und unternehmerisches Know-how rücken dadurch noch enger zusammen.

Charlie Müller, Founder und Managing Director von Futury, sagt: „Die Technologien der Games-Branche prägen längst weit mehr als die Unterhaltungsindustrie. Ob Künstliche Intelligenz, immersive Anwendungen, Blockchain oder digitale Plattformen – die Anwendungsmöglichkeiten sind enorm. Der Games Hub ergänzt den Futury Startup Space daher um eine Branche, die Kreativität und Spitzentechnologie verbindet.“

„Wir sind überzeugt, dass durch den Einzug des Games Hub im Futury Startup Space neue Ideen, neue Geschäftsmodelle und Technologien mit echtem wirtschaftlichem Mehrwert entstehen. Genau das stärkt Frankfurt als führenden Innovations- und Gründungsstandort“, sagt Melissa Ott, Managing Director von Futury. 

In den Räumlichkeiten in der Jakob-Latscha-Straße entsteht mit der Bezeichnung New Business Lab ein moderner Gründungsort mit Beratungs-, Büro- und Veranstaltungsflächen, in welchem auch Kompass – Zentrum für Existenzgründungen angesiedelt sein wird. Die damit geschaffene räumliche Nähe von Wirtschaftsförderung Frankfurt und Kompass ermöglicht kurze Wege, eine noch bessere Abstimmung der Beratungsangebote sowie neue Formate für Austausch, Qualifizierung und Vernetzung. Gleichzeitig bietet der Standort durch seine Nähe zum Ostbahnhof ideale Voraussetzungen für junge Unternehmen und ist zudem in der Nähe weiterer Standorte für klein- und mittelständische Unternehmen wie zum Beispiel der Hafenfabrik oder Danzig am Platz.

Das neue Angebot richtet sich gezielt an Unternehmen in den ersten fünf Jahren nach ihrer Gründung. Damit orientiert sich die Vermietung künftig konsequent an den Bedürfnissen von Startups und jungen Unternehmen in ihrer frühen Wachstumsphase.

„Unser Ziel ist ein modernes, sichtbares und leistungsfähiges Angebot, das Gründerinnen und Gründer nicht nur mit Räumlichkeiten unterstützt, sondern sie noch besser mit Beratung, Netzwerken und Innovationspartnern verbindet – und zwar dort, wo sie sich ohnehin aufhalten. Die beiden neuen Standorte bieten dafür ideale Voraussetzungen und stärken Frankfurt als Gründungsstandort nachhaltig“, sagt Bernhard Grieb, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Wirtschaftsförderung unterstützt Mieter des alten Gründerzentrums

Das bisherige Frankfurter Gründerzentrum war seit über 25 Jahren in der Hanauer Landstraße 521 beheimatet und wird in seiner heutigen Form zum 31. Dezember 2026 aufgegeben. Das Gebäude befindet sich im Eigentum der Stadt Frankfurt, wird vom Amt für Bauen und Immobilien verwaltet und ist sanierungsbedürftig. Die Räumlichkeiten entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen, sind nicht barrierefrei und haben nur eingeschränkt Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Vernetzung zur Verfügung. Derzeit sind dort noch 27 Unternehmen ansässig. Davon können zwölf Unternehmen an die neuen Standorte umziehen, da ihre Gründung weniger als fünf Jahre zurückliegt.

Im Zuge der Neuausrichtung wurden alle betroffenen Unternehmen rechtzeitig persönlich über die Veränderungen informiert. Das Gründungsteam der Wirtschaftsförderung Frankfurt begleitet den Übergang mit persönlichen Gesprächen und berät die Unternehmen individuell bei der Suche nach geeigneten Anschlusslösungen. Explizites Ziel ist für alle Unternehmen alternative Flächen innerhalb des Frankfurter Stadtgebiets zu finden.

Foto Waren bei der Pressekonferenz zur Weiterentwicklung der Frankfurter Gründungsförderung (v.l.): Bernhard Grieb, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing, und Charlie Müller, Founder und Managing Director von Futury, Copyright: Wirtschaftsförderung Frankfurt 

Kontakt für die Medien Oliver Reul, Unternehmenskommunikation, Wirtschaftsförderung Frankfurt, Telefon 069/212-35075 , E-Mail or@frankfurt-business.net