Stadt Frankfurt erprobt neues Verfahren zur Gewässerpflege an zwei Weihern

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ffm. Der Klimawandel macht auch vor den städtischen Gewässern nicht halt. Die durch die Klimaerwärmung im Schnitt erhöhte Gewässertemperatur bringt zunehmend die natürliche Gewässerökologie aus dem Gleichgewicht. Die Stadt Frankfurt am Main startet deshalb in den kommenden Tagen am Rebstockweiher im Rebstockpark und am Försterwiesenweiher im Stadtwald ein Verfahren, um den natürlichen Abbau überschüssiger Nährstoffe und organischer Schlammanteile zu unterstützen. Dabei kommen natürliche Mikroorganismen zum Einsatz, zudem wird gezielt Sauerstoff zugeführt. Ziel der Maßnahme ist es, die natürlichen Prozesse im Gewässer zu unterstützen, so dass organische Ablagerungen und Nährstoffüberschüsse schrittweise reduziert und die Wasserqualität langfristig stabilisiert werden. Im Idealfall kann so langfristig der Pflegeaufwand für die Gewässer reduziert werden. Die Maßnahme ist für Flora und Fauna absolut unbedenklich. „Unsere städtischen Gewässer sind lebendige Systeme. Mit dieser Maßnahme unterstützen wir sie gezielt, damit ihr ökologisches Gleichgewicht trotz steigender Temperaturen stabil bleibt und sie sich selbst besser regenerieren können“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.

Ergänzend werden sogenannte „Nanobubbler“ eingesetzt. Diese bringen Sauerstoff in das Wasser ein und verbessern damit die Bedingungen für die biologischen Abbauprozesse. Am Rebstockweiher werden zwei stationäre Geräte installiert, am Försterwiesenweiher zwei solarbetriebene Stationen. Während des Behandlungsprozesses kann sich das Erscheinungsbild des Wassers zeitweise verändern. Dazu gehören Phasen, in denen sich das Wasser zunächst aufklart und anschließend wieder eintrübt. Solche Schwankungen sind Teil natürlicher biologischer Umsetzungsprozesse und werden im Rahmen des Monitorings fortlaufend beobachtet.

Begleitet wird die Maßnahme durch ein wissenschaftliches Monitoring. Dazu gehören regelmäßige Probenahmen und Untersuchungen, um fortlaufend Daten zur Gewässerentwicklung zu erhalten. Unter anderem wird auch der Fischbestand erfasst.

Für weitere Informationen kann das Grünflächenamt unter der Telefonnummer 069/212-30991  oder 069/212-33186  kontaktiert werden. An den Weihern werden zudem entsprechende Informationsschilder aufgestellt.