Stadt Frankfurt gedenkt der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau
Gedenkstunde und Kranzniederlegung anlässlich des sechsten Jahrestages
des Attentats
ffm. Zum sechsten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau hat die Stadt Frankfurt am Donnerstag, 19. Februar, der neun Opfer des Attentats gedacht. Oberbürgermeister Mike Josef, Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg legten einen Kranz vor dem Graffito unter der Friedensbrücke nieder. Das Graffito zeigt die Gesichter der Opfer: Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.
„Bis heute empfinde ich Wut über die Anmaßung des Täters von Hanau, Menschen in zugehörig und nicht zugehörig aufzuteilen“, sagte Arslaner. Und weiter: „Leider müssen wir feststellen, dass diese Sichtweise von einem nicht mehr nur kleinen Teil der Gesellschaft in Deutschland offenbar geteilt wird. Das ist Rassismus. Aus Rassismus erwächst immer Gewalt, egal aus welchem kruden Weltbild heraus.“
Auch in Frankfurt seien Migrantinnen und Migranten verunsichert, erklärte Arslaner. „Sie haben Angst um ihre Zukunft hier, in einer Stadt, zu der sie doch gehören. So wie die Opfer von Hanau zu ihrer Stadt gehörten. Wir haben kein anderes Zuhause.“ Man müsse miteinander, in der Gemeinschaft der Menschen, dem Hass, der Ausgrenzung und den gewalttätigen Ideologien gemeinsam entgegentreten. [Bild: Das Graffito zeigt die Gesichter der neun Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos]
„Mit ‚Say their Names‘ haben die Angehörigen des
rechtsterroristischen Attentats von Hanau ein kraftvolles Zeichen
gesetzt. Sie haben dafür gesorgt, dass wir am 19. Februar 2020 nicht an
den Täter denken, sondern an die neun Menschen, die seinem
rassistischen Hass zum Opfer gefallen sind. Wir sagen ihre Namen: Ferhat
Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes
Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun und Fatih
Saraçoğlu“, sagte Josef und ergänzt: „Sie mahnen uns, dass Hass
und Hetze keinen Platz in unserer Gesellschaft haben dürfen. Es ist
unsere gemeinsame Verantwortung, entschieden gegen Rassismus einzutreten
und alles dafür zu tun, dass sich ein solches Verbrechen niemals
wiederholt.“
„Hass und Hetze erzeugen Gewalt. Wenn Migration als Bedrohung dargestellt wird, schafft das ein Klima, in dem sich Rechtsextremisten legitimiert fühlen, Gewalt auszuüben. Dagegen müssen wir aufstehen“, sagte Eskandari-Grünberg. „Niemals werden wir der mörderischen Ideologie des Rassismus gleichgültig gegenüberstehen. Und niemals werden wir diejenigen vergessen, deren Leben uns geraubt wurde. Die Erinnerung an die Opfer strahlt heller als der Hass. Ihre Namen und ihre Gesichter tragen wir für immer in unseren Herzen. Die Solidarität triumphiert über den Hass.“
Bereits am Abend zuvor, am Mittwoch, 18. Februar, sprachen Arslaner, Eskandari-Grünberg und Nura Froemel, Vorsitzende des Rats der Religionen, bei einer Gedenkstunde vor der Paulskirche. Auch die Eltern des ermordeten Sedat Gürbüz waren dabei, die Mutter Emiş Gürbüz sprach ein Grußwort. Im Anschluss wurde die Paulskirche mit den Namen der Opfer von Hanau und dem Spruch „Say Their Names“ angestrahlt. Diese Illumination geht auf die Initiative 19. Februar zurück, die den Hashtag #saytheirnames kreiert hat.
Fotos Zum sechsten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau hat die Stadt Frankfurt der neun Opfer des Attentats gedacht (v.l.): Oberbürgermeister Mike Josef, Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg legten einen Kranz vor dem Graffito unter der Friedensbrücke nieder, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Zum sechsten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau hat die Stadt Frankfurt der neun Opfer des Attentats gedacht, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Das Graffito zeigt die Gesichter der neun Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg begrüßte die Gäste bei der Gedenkstunde an der Paulskirche, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler
Say their names: Die Namen der Opfer des Hanauer Anschlags wurden an die Fassade der Paulskirche projiziert, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler
ffm. Zum sechsten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau hat die Stadt Frankfurt am Donnerstag, 19. Februar, der neun Opfer des Attentats gedacht. Oberbürgermeister Mike Josef, Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg legten einen Kranz vor dem Graffito unter der Friedensbrücke nieder. Das Graffito zeigt die Gesichter der Opfer: Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.
„Bis heute empfinde ich Wut über die Anmaßung des Täters von Hanau, Menschen in zugehörig und nicht zugehörig aufzuteilen“, sagte Arslaner. Und weiter: „Leider müssen wir feststellen, dass diese Sichtweise von einem nicht mehr nur kleinen Teil der Gesellschaft in Deutschland offenbar geteilt wird. Das ist Rassismus. Aus Rassismus erwächst immer Gewalt, egal aus welchem kruden Weltbild heraus.“
Auch in Frankfurt seien Migrantinnen und Migranten verunsichert, erklärte Arslaner. „Sie haben Angst um ihre Zukunft hier, in einer Stadt, zu der sie doch gehören. So wie die Opfer von Hanau zu ihrer Stadt gehörten. Wir haben kein anderes Zuhause.“ Man müsse miteinander, in der Gemeinschaft der Menschen, dem Hass, der Ausgrenzung und den gewalttätigen Ideologien gemeinsam entgegentreten. [Bild: Das Graffito zeigt die Gesichter der neun Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
„Hass und Hetze erzeugen Gewalt. Wenn Migration als Bedrohung dargestellt wird, schafft das ein Klima, in dem sich Rechtsextremisten legitimiert fühlen, Gewalt auszuüben. Dagegen müssen wir aufstehen“, sagte Eskandari-Grünberg. „Niemals werden wir der mörderischen Ideologie des Rassismus gleichgültig gegenüberstehen. Und niemals werden wir diejenigen vergessen, deren Leben uns geraubt wurde. Die Erinnerung an die Opfer strahlt heller als der Hass. Ihre Namen und ihre Gesichter tragen wir für immer in unseren Herzen. Die Solidarität triumphiert über den Hass.“
Bereits am Abend zuvor, am Mittwoch, 18. Februar, sprachen Arslaner, Eskandari-Grünberg und Nura Froemel, Vorsitzende des Rats der Religionen, bei einer Gedenkstunde vor der Paulskirche. Auch die Eltern des ermordeten Sedat Gürbüz waren dabei, die Mutter Emiş Gürbüz sprach ein Grußwort. Im Anschluss wurde die Paulskirche mit den Namen der Opfer von Hanau und dem Spruch „Say Their Names“ angestrahlt. Diese Illumination geht auf die Initiative 19. Februar zurück, die den Hashtag #saytheirnames kreiert hat.
Fotos Zum sechsten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau hat die Stadt Frankfurt der neun Opfer des Attentats gedacht (v.l.): Oberbürgermeister Mike Josef, Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg legten einen Kranz vor dem Graffito unter der Friedensbrücke nieder, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Zum sechsten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau hat die Stadt Frankfurt der neun Opfer des Attentats gedacht, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Das Graffito zeigt die Gesichter der neun Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg begrüßte die Gäste bei der Gedenkstunde an der Paulskirche, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler
Say their names: Die Namen der Opfer des Hanauer Anschlags wurden an die Fassade der Paulskirche projiziert, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler