Stadt Frankfurt pflanzt 145 Kirsch- und Pflaumenbäume auf dem Heiligenstock
ffm. Die Raritäten heißen „Tilgeners Rote Herzkirsche“ oder
„Flamentiner“, sind rund drei Meter hoch und haben wertvolle Zweige,
aufgepfropft auf stabile Unterlagen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Grünflächenamts setzen sie Stück für Stück in den Boden – ein
Großeinsatz auf dem Heiligenstock. Die Kirsch- und Pflaumenbäume
stammen aus Edelreisern alter, teils vom Aussterben bedrohter Sorten,
die im Jahr 2023 im Gebiet identifiziert wurden. Zum Start der Pflanzung
ist Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen,
gekommen und erklärt: „Damit gelingt es uns, diese einzigartigen
genetischen Schätze für die Zukunft zu sichern. Viele der alten
Kirsch- und Pflaumensorten auf dem Heiligenstock existieren heute nur
noch an einzelnen überalterten Bäumen – einige sogar ausschließlich
hier in Frankfurt. Jetzt können wir die Raritäten für kommende
Generationen retten und stärken damit die außergewöhnliche genetische
Vielfalt des Heiligenstocks.“
Historische Sorten wieder in der Landschaft – wichtiger Beitrag zur Biodiversität
Das Gebiet „Heiligenstock“ ist ein echter Hotspot der Frankfurter Biodiversität und hat laut Arten- und Biotopschutzkonzept eine „sehr hohe Bedeutung“. Die Streuobstwiesen dort zählen zu den wertvollsten und artenreichsten Kulturlandschaften Frankfurts. Bei der Erfassung 2023 wurden über 280 Kirsch- und Pflaumenbäume dokumentiert – viele von ihnen über 60, manche über 100 Jahre alt, ein Exemplar eines alten Kirschbaums sogar schätzungsweise 150 bis 200 Jahre alt. Die Untersuchung brachte eine erstaunliche Vielfalt an regionalen Raritäten zutage – sogar unbekannte Sorten wurden gefunden. Zahlreiche von ihnen sind stark gefährdet oder existieren nur noch an einzelnen Exemplaren.
Um die wertvollen Sorten zu bewahren, wurden im Winter 2023/2024 Edelreiser geschnitten und in einer spezialisierten Baumschule veredelt. Die jetzt gepflanzten Jungbäume sorgen dafür, dass diese historischen Sorten wieder dauerhaft im Gebiet verankert werden.
Begleitend zur Pflanzung werden die Streuobstwiesen schrittweise gepflegt und durch Entbuschung offengehalten. Seit Sommer 2025 werden die Wiesen wieder mit Schafen beweidet, um den Lebensraum für Obstbäume wie auch für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.
Das Kooperationsprojekt von Umweltamt und Grünflächenamt ist von hoher Bedeutung für die Erhaltung von Streuobstwiesen: Mit den neuen Pflanzungen stärkt Frankfurt eines seiner wichtigsten Kerngebiete für alte Obstsorten – und setzt ein deutliches Zeichen für den Erhalt historischer Kulturlandschaften und regionaler Biodiversität.
Das Projekt wird im Rahmen der Umsetzung des Arten- und Biotopschutzkonzepts der Stadt Frankfurt am Main auf Grundlage des Etatantrags 192 vom 6. Juni 2024 durchgeführt.
Hintergrund
Ablauf
2021: Arten- und Biotopschutzkonzept bestätigt hohe Bedeutung des Gebiets Sommer 2023: Obstsortenkartierung durch Pomologin Dr. Annette Braun-Lüllemann Winter 2023/24: Reiserschnitt an seltenen Altbäumen 2024 bis 2025: Veredelung und Aufzucht in Spezial-Baumschule Dezember 2025: Pflanzung von rund 140 Jungbäumen (11 Kirsch-, 4 Pflaumensorten)
Ergebnisse der Sortenkartierung Kirschen
123 Bäume, viele sehr alt (15 Prozent über 100 Jahre) 21 Süß- und eine Sauerkirschsorte Rund 80 Prozent gefährdet Vier Sorten erstmals nachgewiesen; mehrere deutschlandweit stark bedroht
Pflaumen
159 Bäume, überwiegend über 60 Jahre 18 Sorten, davon acht bislang unbekannt Funde mehrerer besonderer Lokalsorten und der gefährdeten Erntepflaume
Fotos
Eine lokale alte Süßkirsche gepfropft auf einen Jungbaum wird auf dem Heiligenstock gesetzt (v.l.): Volker Rothenburger, Leiter Abteilung Naturschutz und Biodiversität Umweltamt, Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, und Christian Dienst, Abteilungsleiter Grünflächenamt, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eckhard Krumpholz
Beim Pressetermin wird erklärt, wie wichtig das Gebiet für den Arten- und Biotopschutz ist (v.l.): Christian Dienst, Abteilungsleiter Grünflächenunterhaltung, Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, und Volker Rothenburger, Leiter Abteilung Naturschutz und Biodiversität Umweltamt, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eckhard Krumpholz
Die ersten von 145 neuen Bäumen stehen bereits (v.l.): Volker Rothenburger, Leiter Abteilung Naturschutz und Biodiversität Umweltamt, Christian Dienst, Abteilungsleiter Grünflächenamt, und Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eckhard Krumpholz
Kontakt für die Medien Volker Rothenburger, Abteilungsleiter Naturschutz und Biodiversität, Umweltamt, Telefon 069/212-39156, E-Mail
volker.rothenburger@stadt-frankfurt.de
Julia Hurtzig, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Umweltamt, Telefon 069/212-39109,
E-Mail presse.umweltamt@stadt-frankfurt.de
Historische Sorten wieder in der Landschaft – wichtiger Beitrag zur Biodiversität
Das Gebiet „Heiligenstock“ ist ein echter Hotspot der Frankfurter Biodiversität und hat laut Arten- und Biotopschutzkonzept eine „sehr hohe Bedeutung“. Die Streuobstwiesen dort zählen zu den wertvollsten und artenreichsten Kulturlandschaften Frankfurts. Bei der Erfassung 2023 wurden über 280 Kirsch- und Pflaumenbäume dokumentiert – viele von ihnen über 60, manche über 100 Jahre alt, ein Exemplar eines alten Kirschbaums sogar schätzungsweise 150 bis 200 Jahre alt. Die Untersuchung brachte eine erstaunliche Vielfalt an regionalen Raritäten zutage – sogar unbekannte Sorten wurden gefunden. Zahlreiche von ihnen sind stark gefährdet oder existieren nur noch an einzelnen Exemplaren.
Um die wertvollen Sorten zu bewahren, wurden im Winter 2023/2024 Edelreiser geschnitten und in einer spezialisierten Baumschule veredelt. Die jetzt gepflanzten Jungbäume sorgen dafür, dass diese historischen Sorten wieder dauerhaft im Gebiet verankert werden.
Begleitend zur Pflanzung werden die Streuobstwiesen schrittweise gepflegt und durch Entbuschung offengehalten. Seit Sommer 2025 werden die Wiesen wieder mit Schafen beweidet, um den Lebensraum für Obstbäume wie auch für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.
Das Kooperationsprojekt von Umweltamt und Grünflächenamt ist von hoher Bedeutung für die Erhaltung von Streuobstwiesen: Mit den neuen Pflanzungen stärkt Frankfurt eines seiner wichtigsten Kerngebiete für alte Obstsorten – und setzt ein deutliches Zeichen für den Erhalt historischer Kulturlandschaften und regionaler Biodiversität.
Das Projekt wird im Rahmen der Umsetzung des Arten- und Biotopschutzkonzepts der Stadt Frankfurt am Main auf Grundlage des Etatantrags 192 vom 6. Juni 2024 durchgeführt.
Hintergrund
Ablauf
2021: Arten- und Biotopschutzkonzept bestätigt hohe Bedeutung des Gebiets Sommer 2023: Obstsortenkartierung durch Pomologin Dr. Annette Braun-Lüllemann Winter 2023/24: Reiserschnitt an seltenen Altbäumen 2024 bis 2025: Veredelung und Aufzucht in Spezial-Baumschule Dezember 2025: Pflanzung von rund 140 Jungbäumen (11 Kirsch-, 4 Pflaumensorten)
Ergebnisse der Sortenkartierung Kirschen
123 Bäume, viele sehr alt (15 Prozent über 100 Jahre) 21 Süß- und eine Sauerkirschsorte Rund 80 Prozent gefährdet Vier Sorten erstmals nachgewiesen; mehrere deutschlandweit stark bedroht
Pflaumen
159 Bäume, überwiegend über 60 Jahre 18 Sorten, davon acht bislang unbekannt Funde mehrerer besonderer Lokalsorten und der gefährdeten Erntepflaume
Fotos
Eine lokale alte Süßkirsche gepfropft auf einen Jungbaum wird auf dem Heiligenstock gesetzt (v.l.): Volker Rothenburger, Leiter Abteilung Naturschutz und Biodiversität Umweltamt, Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, und Christian Dienst, Abteilungsleiter Grünflächenamt, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eckhard Krumpholz
Beim Pressetermin wird erklärt, wie wichtig das Gebiet für den Arten- und Biotopschutz ist (v.l.): Christian Dienst, Abteilungsleiter Grünflächenunterhaltung, Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, und Volker Rothenburger, Leiter Abteilung Naturschutz und Biodiversität Umweltamt, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eckhard Krumpholz
Die ersten von 145 neuen Bäumen stehen bereits (v.l.): Volker Rothenburger, Leiter Abteilung Naturschutz und Biodiversität Umweltamt, Christian Dienst, Abteilungsleiter Grünflächenamt, und Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Eckhard Krumpholz
Kontakt für die Medien Volker Rothenburger, Abteilungsleiter Naturschutz und Biodiversität, Umweltamt, Telefon 069/212-39156
Julia Hurtzig, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Umweltamt, Telefon 069/212-39109