Stadt Frankfurt stellt auch künftig einen Konzernabschluss auf

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Stadtkämmerer Bergerhoff: „Ein modernes und wichtiges Steuerungsinstrument“

ffm. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main wird auch weiterhin einen konsolidierten Gesamtabschluss aufstellen und durch das Revisionsamt prüfen lassen. Das hat die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am Donnerstag, 11. Dezember, beschlossen. „Der Gesamtabschluss dient dazu, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Kommune und ihrer Beteiligungsunternehmen einheitlich und umfassend abzubilden“, erläutert Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, der den Beschlussantrag initiiert hat. „Deshalb ist es gut und richtig, den Konzernabschluss weiterhin zu erarbeiten. Er ist ein modernes und wichtiges Informations-, Entscheidungs- und Steuerungsinstrument, da er die notwendige Transparenz schafft und hilft, Risiken im Blick zu behalten. Er beantwortet am besten die Frage, wie es der Konzern-Familie Stadt Frankfurt am Main in finanzieller Hinsicht geht.“

Der Gesamtabschluss ist somit ein wichtiges Hilfsmittel für die Stadtverordnetenversammlung und den Magistrat, aber auch für Kreditgeber, für Öffentlichkeit, die Kommunalaufsicht und den interkommunalen Vergleich. Die Pflicht zur Aufstellung des Gesamtabschlusses war mit Inkrafttreten der novellierten Hessischen Gemeindeordnung im vergangenen April entfallen. Eine Einstellung wäre aber nicht mit einer Kosteneinsparung verbunden, da sich der Personalaufwand nur marginal mindert. Zugleich müsste der Beteiligungsbericht zusätzliche Angaben enthalten. Zudem wird auf europäischer Ebene die Einführung einheitlicher Rechnungslegungsstandards diskutiert, um die Vergleichbarkeit von Kommunen in Europa zu gewährleisten. Sollten diese Standards verbindlich werden, so ist der konsolidierte Gesamtabschluss ein wesentlicher Teil der Rechnungslegung. „Auch vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, dass wir weiterhin den Gesamtabschluss aufstellen und zeigen, dass wir eine ehrliche, solide, verlässliche und transparente Finanzpolitik verfolgen“, sagt Bergerhoff.

Wie viele andere Städte hat Frankfurt in der Vergangenheit zahlreiche Aufgaben ausgegliedert. Gegenwärtig umfasst der Konzern Stadt Frankfurt am Main 714 Unternehmen, hat im Jahr 2024 einen deutlichen Überschuss erwirtschaftet und zum vierten Mal in Folge das Vorjahresergebnis übertroffen. Während der Jahresabschluss der Kernverwaltung allein kein vollständiges Bild liefert und der Beteiligungsbericht die einzelnen Beteiligungen darstellt, bildet nur der konsolidierte Gesamtabschluss das komplette kommunale Leistungsspektrum ab: Im Gesamtabschluss wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kernverwaltung und der Beteiligungsunternehmen als einheitliches Ganzes dargestellt.

„Die Konzern-Familie gewährleistet die kommunale Daseinsvorsorge und stellt die Funktionsfähigkeit unserer Stadt sicher“, fasst Bergerhoff zusammen. „Wie gut das funktioniert, lässt sich auch künftig im Gesamtabschluss nachlesen.“

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Mark Gellert, Pressesprecher, Dezernat für Finanzen, Beteiligungen und Personal, Telefon 069/212-46172 , E-Mail mark.gellert@stadt-frankfurt.de