Stadt Frankfurt trauert um Dr. Hans-Erhard Haverkampf
Ehemaliger Baudezernent ist im Alter von 85 Jahren gestorben
ffm. Die Stadt Frankfurt am Main trauert um ihren ehemaligen Planungs- und Baudezernenten Hans-Erhard Haverkampf. Er ist am 30. Juni im Alter von 85 Jahren gestorben. Mit seinem Tod verliert Frankfurt einen prägenden Stadtplaner und Gestalter, dessen Wirken die Entwicklung der Mainmetropole über viele Jahre nachhaltig beeinflusst hat. In seinen 14 Jahren als Mitglied des Magistrats stellte er wichtige Weichen für die städtebauliche Entwicklung Frankfurts und setzte Impulse, die das Stadtbild bis heute prägen.
„Politikerpersönlichkeiten wie Hans-Erhard Haverkampf haben Frankfurt über lange Zeit geprägt. Haverkampf brachte viele Projekte mit großem Durchsetzungswillen voran“, sagt Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke. Er sei immer an der Sache, nicht an der Partei orientiert gewesen, habe symbiotisch und ideologiefrei gearbeitet, besonders an großen Projekten wie dem Museumsufer. Konflikte habe er nie gescheut. „Sein Tod ist ein großer Verlust für unsere Stadt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“
Oberbürgermeister Mike Josef sagt: „Als Planungs- und später Baudezernent hat Hans-Erhard Haverkampf unsere Stadt Frankfurt geprägt wie nur wenige. Er war meinungsstark, sachorientiert und konfliktbereit. Sein Einfluss war immens in einer Zeit, in der sehr viel gebaut wurde. Ich denke da insbesondere an das Museumsufer, aber auch viele andere Projekte. Er war, wie man heute sagen würde, ein sehr erfolgreicher Macher. Frankfurt wäre nicht so, wie wir es heute kennen, ohne ihn.“
Hans-Erhard Haverkampf, 1940 in Mühlhausen/Thüringen geboren, gehörte von 1975 bis 1989 dem Magistrat der Stadt Frankfurt am Main an – zunächst als Planungsdezernent, anschließend als Baudezernent. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Entwicklung des Museumsufers, der Wiederaufbau der Alten Oper, die Fertigstellung des Flächennutzungsplans, die Sanierung der Paulskirche sowie der Ausbau des innerstädtischen U-Bahn-Netzes. Mit seinem Anspruch, Stadtentwicklung funktional und zugleich gestalterisch anspruchsvoll zu denken, hat Frankfurt nachhaltig geprägt.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Magistrat war der Sozialdemokrat bundesweit an zahlreichen bedeutenden Bauprojekten beteiligt, unter anderem am Neubau des Bundeskanzleramts in Berlin sowie am Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas neben dem Brandenburger Tor. 2010 kehrte er nach Frankfurt zurück und brachte seine Erfahrung erneut in das kulturelle und städtebauliche Leben der Stadt ein. So beriet er beim Umbau des Filmmuseums 2011 und bei der Durchsetzung des neuen Romantik-Museums 2014.
Die Stadt Frankfurt wird Hans-Erhard Haverkampf ein ehrendes Andenken bewahren. Ihr Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden sowie allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.
Fotos Hans-Erhard Haverkampf als Planungsdezernent, Porträt 1975, Copyright: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt, Foto: Willi Klar
Hans-Erhard Haverkampf im Gespräch 1997, Copyright: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt, Foto: Luigi Ungarisch
Hans-Erhard Haverkampf als Baudezernent bei einer PK, Juli 1987, Copyright: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt, Foto: Horst Winkler
ffm. Die Stadt Frankfurt am Main trauert um ihren ehemaligen Planungs- und Baudezernenten Hans-Erhard Haverkampf. Er ist am 30. Juni im Alter von 85 Jahren gestorben. Mit seinem Tod verliert Frankfurt einen prägenden Stadtplaner und Gestalter, dessen Wirken die Entwicklung der Mainmetropole über viele Jahre nachhaltig beeinflusst hat. In seinen 14 Jahren als Mitglied des Magistrats stellte er wichtige Weichen für die städtebauliche Entwicklung Frankfurts und setzte Impulse, die das Stadtbild bis heute prägen.
„Politikerpersönlichkeiten wie Hans-Erhard Haverkampf haben Frankfurt über lange Zeit geprägt. Haverkampf brachte viele Projekte mit großem Durchsetzungswillen voran“, sagt Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke. Er sei immer an der Sache, nicht an der Partei orientiert gewesen, habe symbiotisch und ideologiefrei gearbeitet, besonders an großen Projekten wie dem Museumsufer. Konflikte habe er nie gescheut. „Sein Tod ist ein großer Verlust für unsere Stadt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“
Oberbürgermeister Mike Josef sagt: „Als Planungs- und später Baudezernent hat Hans-Erhard Haverkampf unsere Stadt Frankfurt geprägt wie nur wenige. Er war meinungsstark, sachorientiert und konfliktbereit. Sein Einfluss war immens in einer Zeit, in der sehr viel gebaut wurde. Ich denke da insbesondere an das Museumsufer, aber auch viele andere Projekte. Er war, wie man heute sagen würde, ein sehr erfolgreicher Macher. Frankfurt wäre nicht so, wie wir es heute kennen, ohne ihn.“
Hans-Erhard Haverkampf, 1940 in Mühlhausen/Thüringen geboren, gehörte von 1975 bis 1989 dem Magistrat der Stadt Frankfurt am Main an – zunächst als Planungsdezernent, anschließend als Baudezernent. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Entwicklung des Museumsufers, der Wiederaufbau der Alten Oper, die Fertigstellung des Flächennutzungsplans, die Sanierung der Paulskirche sowie der Ausbau des innerstädtischen U-Bahn-Netzes. Mit seinem Anspruch, Stadtentwicklung funktional und zugleich gestalterisch anspruchsvoll zu denken, hat Frankfurt nachhaltig geprägt.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Magistrat war der Sozialdemokrat bundesweit an zahlreichen bedeutenden Bauprojekten beteiligt, unter anderem am Neubau des Bundeskanzleramts in Berlin sowie am Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas neben dem Brandenburger Tor. 2010 kehrte er nach Frankfurt zurück und brachte seine Erfahrung erneut in das kulturelle und städtebauliche Leben der Stadt ein. So beriet er beim Umbau des Filmmuseums 2011 und bei der Durchsetzung des neuen Romantik-Museums 2014.
Die Stadt Frankfurt wird Hans-Erhard Haverkampf ein ehrendes Andenken bewahren. Ihr Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden sowie allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.
Fotos Hans-Erhard Haverkampf als Planungsdezernent, Porträt 1975, Copyright: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt, Foto: Willi Klar
Hans-Erhard Haverkampf im Gespräch 1997, Copyright: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt, Foto: Luigi Ungarisch
Hans-Erhard Haverkampf als Baudezernent bei einer PK, Juli 1987, Copyright: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt, Foto: Horst Winkler