Stadtkämmerer Bergerhoff nimmt Plakette für St. Leonhard entgegen
Bronzetafel weist auf Unterstützung der Deutschen Stiftung
Denkmalschutz hin
ffm. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hat sich vor drei Jahren an der Sanierung der Hängegewölbe in der St. Leonhardkirche in Frankfurt am Main mit einem Betrag von 142.275 Euro beteiligt. Jetzt haben Werner Völler und Gabriele Gillner, der aktuelle Ortskurator und die frühere Ortskuratorin Frankfurt der DSD, eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff und an Dombaumeisterin Julia Lienemeyer vom Amt für Bau und Immobilien übergeben. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren.
„Wir sind der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für ihre Engagement und ihren Beitrag zum Erhalt dieses wertvollen Denkmals sehr dankbar“, sagte Bergerhoff, der im Magistrat auch für die Dotationskirchen Verantwortung trägt. „Die mittelalterliche Kirche St. Leonhard und insbesondere das Hängegewölbe sind von extrem hoher kunsthistorischer Bedeutung. Deshalb ist uns die Erhaltung dieses einzigartigen Kirchenbauwerks ein großes Anliegen.“ St. Leonhard gehört zu den über 300 Projekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte. Fördernehmer der DSD sind dazu verpflichtet, auf die von der Stiftung geförderten Arbeiten hinzuweisen. Dazu zählt die Montage einer von außen sichtbaren Bronzetafel im Backsteinformat am Denkmal.
Die Fördermittel wurden für die statische Ertüchtigung und die restauratorischen Arbeiten am hängenden Gewölbe im Salvatorchor, östlich der nördlichen Vorhalle, verwendet. Die Arbeiten erfolgten im Rahmen des zweiten Bauabschnitts der Innenrestaurierung der St. Leonhardskirche; die Kosten des zweiten Bauabschnitts liegen voraussichtlich bei rund 4.250.000 Euro.
St. Leonhard hat eine lange und wechselvolle Geschichte: Bereits im Jahr 1219 stiftete Kaiser Friedrich II. eine Kapelle St. Maria und Georg in Frankfurt, die ab 1317 als Kollegiatstiftskirche diente. Mit dem Erwerb der Reliquien des Heiligen Leonhard wechselte 1323 das Patrozinium und damit auch der Name. Von der spätromanischen flachgedeckten Basilika mit ihrem quadratischen Chor und zwei runden Osttürmen ist der untere Teil des Westgiebels erhalten. Ab 1425 wurde der Chor neu gebaut, um 1455 erfolgte nördlich des Chores der Anbau einer Kapelle. Zwischen 1500 und 1520 wurde das Langhaus zu einer breitgelagerten fünfschiffigen Halle mit Emporen und außen angegliederten Schiffen umgebaut.
An der Nordostecke befindet sich seit dem 16. Jahrhundert eine runde Kapelle. Im Chor haben sich Wandmalereien aus dem Jahr 1536 erhalten, sie stellen das Glaubensbekenntnis in Form der aus einem Baum herauswachsenden Apostel dar. Über dem Chorbogen befindet sich ein Jüngstes Gericht. In den Chorfenstern sind große Reste von Glasmalereien aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Altäre von 1480 und um 1500 ergänzen die hohe kunsthistorische Bedeutung dieses wichtigen mittelalterlichen Kirchenbaus.
Fotos Das berühmte hängende Gewölbe zählt zu den wertvollsten Bauteilen von St. Leonhard, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Werner Völler, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übergab die Bronzetafel an Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Die Bronzetafel im Backsteinformat weist auf das Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bei der Sanierung der St. Leonhardskirche hin, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Nahmen an der Übergabe teil (v.l.): Gabriele Gillner und Werner Völler von der DSD, Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, Beate Schultz von der DSD, Lidija Esch, Sabine Guttmann und Eberhard Merckel von der DSD, sowie Sabine Schaaf und Julia Lienemeyer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
ffm. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hat sich vor drei Jahren an der Sanierung der Hängegewölbe in der St. Leonhardkirche in Frankfurt am Main mit einem Betrag von 142.275 Euro beteiligt. Jetzt haben Werner Völler und Gabriele Gillner, der aktuelle Ortskurator und die frühere Ortskuratorin Frankfurt der DSD, eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff und an Dombaumeisterin Julia Lienemeyer vom Amt für Bau und Immobilien übergeben. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren.
„Wir sind der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für ihre Engagement und ihren Beitrag zum Erhalt dieses wertvollen Denkmals sehr dankbar“, sagte Bergerhoff, der im Magistrat auch für die Dotationskirchen Verantwortung trägt. „Die mittelalterliche Kirche St. Leonhard und insbesondere das Hängegewölbe sind von extrem hoher kunsthistorischer Bedeutung. Deshalb ist uns die Erhaltung dieses einzigartigen Kirchenbauwerks ein großes Anliegen.“ St. Leonhard gehört zu den über 300 Projekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte. Fördernehmer der DSD sind dazu verpflichtet, auf die von der Stiftung geförderten Arbeiten hinzuweisen. Dazu zählt die Montage einer von außen sichtbaren Bronzetafel im Backsteinformat am Denkmal.
Die Fördermittel wurden für die statische Ertüchtigung und die restauratorischen Arbeiten am hängenden Gewölbe im Salvatorchor, östlich der nördlichen Vorhalle, verwendet. Die Arbeiten erfolgten im Rahmen des zweiten Bauabschnitts der Innenrestaurierung der St. Leonhardskirche; die Kosten des zweiten Bauabschnitts liegen voraussichtlich bei rund 4.250.000 Euro.
St. Leonhard hat eine lange und wechselvolle Geschichte: Bereits im Jahr 1219 stiftete Kaiser Friedrich II. eine Kapelle St. Maria und Georg in Frankfurt, die ab 1317 als Kollegiatstiftskirche diente. Mit dem Erwerb der Reliquien des Heiligen Leonhard wechselte 1323 das Patrozinium und damit auch der Name. Von der spätromanischen flachgedeckten Basilika mit ihrem quadratischen Chor und zwei runden Osttürmen ist der untere Teil des Westgiebels erhalten. Ab 1425 wurde der Chor neu gebaut, um 1455 erfolgte nördlich des Chores der Anbau einer Kapelle. Zwischen 1500 und 1520 wurde das Langhaus zu einer breitgelagerten fünfschiffigen Halle mit Emporen und außen angegliederten Schiffen umgebaut.
An der Nordostecke befindet sich seit dem 16. Jahrhundert eine runde Kapelle. Im Chor haben sich Wandmalereien aus dem Jahr 1536 erhalten, sie stellen das Glaubensbekenntnis in Form der aus einem Baum herauswachsenden Apostel dar. Über dem Chorbogen befindet sich ein Jüngstes Gericht. In den Chorfenstern sind große Reste von Glasmalereien aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Altäre von 1480 und um 1500 ergänzen die hohe kunsthistorische Bedeutung dieses wichtigen mittelalterlichen Kirchenbaus.
Fotos Das berühmte hängende Gewölbe zählt zu den wertvollsten Bauteilen von St. Leonhard, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Werner Völler, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übergab die Bronzetafel an Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Die Bronzetafel im Backsteinformat weist auf das Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bei der Sanierung der St. Leonhardskirche hin, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos
Nahmen an der Übergabe teil (v.l.): Gabriele Gillner und Werner Völler von der DSD, Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, Beate Schultz von der DSD, Lidija Esch, Sabine Guttmann und Eberhard Merckel von der DSD, sowie Sabine Schaaf und Julia Lienemeyer, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos