Startchancen-Programm: Investition in räumliche Ausstattung, Unterrichtsentwicklung und Personal
Bildungsdezernentin Weber: „Gute Lern- und Arbeitsbedingungen in
Schulen sind die Voraussetzung für mehr Bildungsgerechtigkeit“
ffm. Das Startchancen-Programm der Bundesregierung kommt in die Umsetzung. Dafür bildet das Stadtschulamt Frankfurt nun gemeinsam mit teilnehmenden Schulen Projektgruppen, die das individuelle Vorgehen für die einzelnen Schulen ausarbeiten. Der Ablauf wurde den Schulleitungen der ersten zwei Tranchen bereits vorgestellt und gemeinsam besprochen. Insgesamt sieht das Programm drei Tranchen vor – die erste startete zum Schuljahr 2024/2025, die zweite zum aktuellen Schuljahr und die dritte Tranche wird kommendes Schuljahr an den Start gehen.
Es handelt sich beim Startchancen-Programm um das größte Bildungsprogramm, das es in Deutschland bisher gab. Es hat ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 20 Milliarden Euro, die innerhalb von zehn Jahren bundesweit investiert werden. Ziel des Programms ist es, die Chancengleichheit in der schulischen Bildung zu verbessern.
„Bildungserfolg hängt immer noch stark vom Elternhaus ab. Dieser Missstand ist zwar bekannt – aber bisher wurde zu wenig unternommen. Mit dem groß angelegten Startchancen-Programm haben wir nun die Möglichkeit, in vielen Schulen gleichzeitig etwas zu verändern und die Lernumgebung zu verbessern. Dies ist vor allem für Schüler:innen wichtig, die zu Hause nicht die Unterstützung bekommen oder die räumlichen Bedingungen vorfinden, die sie benötigen. Die Lernumgebungen zu verbessern, ist dabei nur der erste Schritt. Daher ist es gut, dass das Programm auch in Schul- und Unterrichtsentwicklung und die Stärkung multiprofessioneller Teams investiert“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.
Für die Teilnahme wurden insbesondere Schulen ausgewählt, die einen hohen Anteil sozioökonomisch benachteiligter Schülerinnen und Schüler aufweisen. Die Auswahl der Schulen erfolgte für Frankfurt, sowie für alle weiteren hessischen Städte und Kommunen, über das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen. Die Stadt Frankfurt als Schulträger wurde im Auswahlverfahren gehört.
Das Programm ist in drei Säulen gegliedert: Investitionen in eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung (Säule I), Chancenbudgets für bedarfsgerechte Lösungen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung (Säule II) sowie Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams (Säule III). Chancenbudget und Personal liegen in der Zuständigkeit des Landes. Hier gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte an die sozialpädagogischen Förderprogramme des Stadtschulamtes. Die Stadt Frankfurt als Schulträgerin ist verantwortlich für die Umsetzung des Investitionsprogramms (Säule I).
Seit dem vergangenen Schuljahr 2024/2025 läuft das Programm in den ersten ausgewählten Schulen. Zwölf Frankfurter Schulen, unterschiedlicher Schulformen und aus unterschiedlichen Bildungsregionen, wurden dafür zunächst ausgewählt. Weitere 33 Schulen nehmen in der zweiten und dritten Tranche am Startchancen-Programm teil, sodass insgesamt 45 Schulen aus Frankfurt profitieren. Knapp 66 Millionen Euro sollen innerhalb eines Jahrzehnts in diese Schulen für Investitionen in eine moderne und nachhaltige Lernumgebung fließen. Das bedeutet, dass für jeden Schulstandort rund 1,47 Millionen Euro in der Säule I des Programms zur Verfügung stehen. Der kommunale Eigenanteil hiervon beträgt 30 Prozent.
Die finanziellen Mittel sollen bedarfsgerecht in Umbau, Erweiterung und Modernisierung von Schulgebäuden, Schulanlagen und Schulgeländen fließen. Zudem sollen auch räumliche Voraussetzungen für die Vernetzung in den Sozialraum ausgebaut werden.
So können beispielsweise Kreativ- und Lernlabore, Multifunktionsräume, Werkstätten, Ateliers sowie Räumlichkeiten für inklusives Lernen an den Schulen etabliert und ausgebaut werden. In Schulbibliotheken können Einzel- und Gemeinschaftsarbeitsplätze sowie Ruheecken für ungestörtes Lernen entstehen. Auch die Außenbereiche der Schulen können bedacht werden, indem Bewegungs- und Sportmöglichkeiten sowie Erholungs- und Rückzugsbereiche hergestellt werden. Zudem kann über das Budget des Programms auch flexibles Mobiliar für modulare, multifunktionale Raumnutzungen beschafft werden.
Die Schulen entscheiden selbst, an welchen Stellen sie ansetzen möchten. Unterstützt werden sie dabei von den standortbezogenen Projektgruppen aus Schulträger und Schule, die gemeinsam die Prozessgestaltung ausarbeiten. Das Stadtschulamt und das Amt für Bau und Immobilien tragen dabei die Verantwortung dafür, dass die Maßnahmen des Investitionsprogramms an die bauliche Bestandssituation der Schulen anknüpfen und diese fundiert verbessern. Bei Bedarf kann aus dem Programm auch eine externe fachliche Prozessbegleitung finanziert werden, die zusätzliche Expertise an der Schnittstelle von Pädagogik und Architektur einbringt.
Kontakt für die Medien
Christina Čurin, Pressesprecherin, Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Telefon 069/212-43334, E-Mail
christina.curin@stadt-frankfurt.de
ffm. Das Startchancen-Programm der Bundesregierung kommt in die Umsetzung. Dafür bildet das Stadtschulamt Frankfurt nun gemeinsam mit teilnehmenden Schulen Projektgruppen, die das individuelle Vorgehen für die einzelnen Schulen ausarbeiten. Der Ablauf wurde den Schulleitungen der ersten zwei Tranchen bereits vorgestellt und gemeinsam besprochen. Insgesamt sieht das Programm drei Tranchen vor – die erste startete zum Schuljahr 2024/2025, die zweite zum aktuellen Schuljahr und die dritte Tranche wird kommendes Schuljahr an den Start gehen.
Es handelt sich beim Startchancen-Programm um das größte Bildungsprogramm, das es in Deutschland bisher gab. Es hat ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 20 Milliarden Euro, die innerhalb von zehn Jahren bundesweit investiert werden. Ziel des Programms ist es, die Chancengleichheit in der schulischen Bildung zu verbessern.
„Bildungserfolg hängt immer noch stark vom Elternhaus ab. Dieser Missstand ist zwar bekannt – aber bisher wurde zu wenig unternommen. Mit dem groß angelegten Startchancen-Programm haben wir nun die Möglichkeit, in vielen Schulen gleichzeitig etwas zu verändern und die Lernumgebung zu verbessern. Dies ist vor allem für Schüler:innen wichtig, die zu Hause nicht die Unterstützung bekommen oder die räumlichen Bedingungen vorfinden, die sie benötigen. Die Lernumgebungen zu verbessern, ist dabei nur der erste Schritt. Daher ist es gut, dass das Programm auch in Schul- und Unterrichtsentwicklung und die Stärkung multiprofessioneller Teams investiert“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.
Für die Teilnahme wurden insbesondere Schulen ausgewählt, die einen hohen Anteil sozioökonomisch benachteiligter Schülerinnen und Schüler aufweisen. Die Auswahl der Schulen erfolgte für Frankfurt, sowie für alle weiteren hessischen Städte und Kommunen, über das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen. Die Stadt Frankfurt als Schulträger wurde im Auswahlverfahren gehört.
Das Programm ist in drei Säulen gegliedert: Investitionen in eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung (Säule I), Chancenbudgets für bedarfsgerechte Lösungen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung (Säule II) sowie Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams (Säule III). Chancenbudget und Personal liegen in der Zuständigkeit des Landes. Hier gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte an die sozialpädagogischen Förderprogramme des Stadtschulamtes. Die Stadt Frankfurt als Schulträgerin ist verantwortlich für die Umsetzung des Investitionsprogramms (Säule I).
Seit dem vergangenen Schuljahr 2024/2025 läuft das Programm in den ersten ausgewählten Schulen. Zwölf Frankfurter Schulen, unterschiedlicher Schulformen und aus unterschiedlichen Bildungsregionen, wurden dafür zunächst ausgewählt. Weitere 33 Schulen nehmen in der zweiten und dritten Tranche am Startchancen-Programm teil, sodass insgesamt 45 Schulen aus Frankfurt profitieren. Knapp 66 Millionen Euro sollen innerhalb eines Jahrzehnts in diese Schulen für Investitionen in eine moderne und nachhaltige Lernumgebung fließen. Das bedeutet, dass für jeden Schulstandort rund 1,47 Millionen Euro in der Säule I des Programms zur Verfügung stehen. Der kommunale Eigenanteil hiervon beträgt 30 Prozent.
Die finanziellen Mittel sollen bedarfsgerecht in Umbau, Erweiterung und Modernisierung von Schulgebäuden, Schulanlagen und Schulgeländen fließen. Zudem sollen auch räumliche Voraussetzungen für die Vernetzung in den Sozialraum ausgebaut werden.
So können beispielsweise Kreativ- und Lernlabore, Multifunktionsräume, Werkstätten, Ateliers sowie Räumlichkeiten für inklusives Lernen an den Schulen etabliert und ausgebaut werden. In Schulbibliotheken können Einzel- und Gemeinschaftsarbeitsplätze sowie Ruheecken für ungestörtes Lernen entstehen. Auch die Außenbereiche der Schulen können bedacht werden, indem Bewegungs- und Sportmöglichkeiten sowie Erholungs- und Rückzugsbereiche hergestellt werden. Zudem kann über das Budget des Programms auch flexibles Mobiliar für modulare, multifunktionale Raumnutzungen beschafft werden.
Die Schulen entscheiden selbst, an welchen Stellen sie ansetzen möchten. Unterstützt werden sie dabei von den standortbezogenen Projektgruppen aus Schulträger und Schule, die gemeinsam die Prozessgestaltung ausarbeiten. Das Stadtschulamt und das Amt für Bau und Immobilien tragen dabei die Verantwortung dafür, dass die Maßnahmen des Investitionsprogramms an die bauliche Bestandssituation der Schulen anknüpfen und diese fundiert verbessern. Bei Bedarf kann aus dem Programm auch eine externe fachliche Prozessbegleitung finanziert werden, die zusätzliche Expertise an der Schnittstelle von Pädagogik und Architektur einbringt.
Kontakt für die Medien
Christina Čurin, Pressesprecherin, Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Telefon 069/212-43334