Stolpersteine erinnern

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Darmstadt

Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt Ausstellung „Darmstadt – Deine Stolpersteine“ der Martin-Behaim-Schule vom 27. bis 30. Oktober auf dem Ludwig-Metzger-Platz / Oberbürgermeister Benz: Die Stolpersteine sind ein wichtiger Beitrag unserer städtischen Erinnerungskultur. Die Schülerinnen und Schüler der Martin-Behaim-Schule haben dieser Form der Erinnerung ein neues Medienformat gegeben. Ein wichtiger Schritt bei der Transformation der Erinnerungsarbeit in einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeugen ihre Erfahrungen weitergeben können und das Wissen über den Holocaust, besonders bei Jugendlichen, verloren geht“Die Ausstellung „Darmstadt – Deine Stolpersteine“ ist von Dienstag, 27. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober, im Pavillon „Wissen für alle!“ auf dem Ludwig-Metzger-Platz zu sehen. Für die Ausstellung haben sich Schülerinnen und Schüler der Martin-Behaim-Schule mit Darmstädter Stolpersteinen, den dahinterliegenden Menschen und Geschichten auseinandergesetzt und in Podcasts vertont. Die Ausstellung wird von Oberbürgermeister Hanno Benz am 27. Oktober um 8.30 Uhr eröffnet.Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten aus 13 Klassen der Fachoberschule, der Berufsschule und der Fachschule der Martin-Behaim-Schule haben sich für das Projekt engagiert. In Darmstadt erinnern über 440 Stolpersteine an Menschen, die hier gelebt haben. Im Rahmen des Projekts haben sie ausgewählte Stolpersteine in fast 80 Podcasts vertont. Nach Recherchen und der Auswertung historischer Quellen haben sie Informationen akustisch aufbereitet, sie haben Biografien rekonstruiert, Orte besucht und Fragen gestellt: Wer waren diese Menschen? Wie lebten sie? Welche Träume hatten sie? Und was bedeuten ihre Schicksale für uns heute?„Die Stolpersteine sind ein wichtiger Beitrag unserer städtischen Erinnerungskultur. Jeder Stein steht für einen Menschen und macht sein individuelles Schicksal im Nationalsozialismus sichtbar. Die Schülerinnen und Schüler der Martin-Behaim-Schule haben dieser Form der Erinnerung ein neues Medienformat gegeben. Ein wichtiger Schritt bei der Transformation der Erinnerungsarbeit in einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeugen ihre Erfahrungen weitergeben können und das Wissen über den Holocaust, besonders bei Jugendlichen, verloren geht“, so Oberbürgermeister Benz.Dr. Gerald Hubacek ist froh darüber, dass so ein Projekt an seiner Schule durchgeführt wurde: „Ich bin den an diesem Projekt beteiligten jungen Menschen dankbar für ihre Offenheit, ihre Ernsthaftigkeit und ihre Haltung. Ebenso danke ich den Politiklehrkräften, die dieses Projekt mit fachlicher Tiefe, pädagogischem Gespür und großem persönlichen Einsatz ermöglicht haben.“Die Ausstellung bildet den Abschluss des Pavillons „Wissen für alle! Podium für Bildung und Partizipation“. Über vier Monate lang fanden hier kostenlose Veranstaltungen rund um das Thema Wissen und Partizipation im öffentlichen Raum statt. Der Pavillon ist ein Projekt im Rahmen des World Design Capital 2026. Planung und Aufbau des Pavillons erfolgten durch den Fachbereich Architektur der Hochschule Darmstadt.