Symposium „Wie geht Kulturpalast?“ im Historischen Museum

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Vorstellung weltweit erfolgreicher Modelle von Kulturorten

ffm. Wie können Kulturinstitutionen heute und in Zukunft Orte für Begegnung, Teilhabe und gesellschaftlichen Austausch schaffen? Dieser Frage widmete sich am 17. und 18. September das internationale Symposium „Wie geht Kulturpalast? Rückblick – Praxis – Vision“ im Historischen Museum Frankfurt (HMF) und im Bolongaropalast in Höchst. Gäste aus Brasilien, Mexiko, Südkorea, Frankreich, Österreich und verschiedenen Orten Deutschlands tauschten sich über Konzepte, Erfahrungen und die Praxis zukunftsorientierter Kulturinstitutionen aus.

Anlass des Symposiums, das Teil des Rahmenprogramms der Sonderausstellung „Höchst erzählt! Über das Museum im Bolongaropalast“ war, ist die geplante Eröffnung des neuen Kulturortes im kommenden Jahr. Im internationalen Austausch wurde der Bolongaropalast weitergedacht. Ziel war es, von Kulturinstitutionen zu lernen, die vergleichbare Konzepte bereits erfolgreich umgesetzt haben.

„Kultur ist das Fundament einer resilienten, demokratischen Gesellschaft. 250 Jahre nach seiner Nutzung als Privatresidenz, Tabaklager, Militärstandort, Polizeistation, Gefängnis und Rathaus wird der restaurierte und umgestaltete Bolongaropalast ein neues Zentrum für den Frankfurter Westen, ein öffentlicher Ort, der den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt gewidmet ist“, sagte Oberbürgermeister Mike Josef zur Eröffnung des Symposiums.

Auch Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, begrüßte den künftigen Kulturpalast: „Kultur braucht Raum. Doch damit sie wachsen und ihre Wirkung entfalten kann, braucht sie gute Hände, die sich um sie kümmern. Gute Köpfe, die sie weiterdenken. Gute Stimmen, die sie weitertragen. Und gute Orte. Frankfurt-Höchst mit seinem Bolongaropalast ist ein solcher Ort.“

Mit der Eröffnung im kommenden Jahr soll der Bolongaropalast ein vielfältig nutzbarer Kulturort für Höchst und darüber hinaus werden. Neben dem Museum werden dort unter anderem die Musikschule Frankfurt, ein von der Frankfurter Volkshochschule betriebenes Kino, eine Projekt-KiTa des KiTa Bildungswerks, Räume für das Jugend- und Kulturzentrum Höchst (JuKuZ), eine Gastronomie sowie Archivräume ihren Platz finden. Ein großer Veranstaltungssaal mit Garderoben, Probebühne und Catering-Küche soll zudem Raum für Aufführungen, Veranstaltungen und Begegnungen bieten.

Einen internationalen Blick auf ein seit Jahrzehnten etabliertes Modell boten insbesondere Serviço-Social-do-Comércio-Zentren (SESC) in São Paulo. Heloisa Pisani und Adriano Alves stellten das Konzept und den Alltag der brasilianischen Kultur- und Gemeinschaftszentren vor. Allein im Bundesstaat São Paulo betreibt SESC 45 Einrichtungen, die täglich Angebote aus Kultur, Sport, Bildung, Gesundheit und Gemeinschaft miteinander verbinden.

„Beispiele wie aus São Paulo oder das Centquatre in Paris zeigen, wie viel wir voneinander lernen können, wenn es darum geht, zukunftsfähige Orte für Kultur zu schaffen. Gerade bei der Öffnung des Bolongaropalasts wollen wir die Möglichkeiten für Teilhabe konsequent weiterdenken“, sagte Konstantin Lannert, leitender Kurator der künftigen Außenstelle des HMF im Bolongaropalast.

Das Symposium ist eine Veranstaltung vom HMF im Rahmen der World Design Capital (WDC) 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Die Recherche- und Austauschaufenthalte in Brasilien und Deutschland sind gefördert im Programm WAYS – Faire und nachhaltige internationale Partnerschaften der Kulturstiftung des Bundes, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Fotos Führung mit Konstantin Lannert, leitender Kurator der künftigen Außenstelle des HMF, durch den Bolongaropalast (1), Copyright: Ding Musa 

Führung mit Konstantin Lannert, leitender Kurator der künftigen Außenstelle des HMF, durch den Bolongaropalast (2), Copyright: Ding Musa 

Gruppe internationaler Gäste vor dem Bolongaropalast anlässlich des Symposiums „Wie geht Kulturpalast? Rückblick – Praxis – Vision“, Copyright: Ding Musa 

Kontakt für die Medien Karin Berrío, Museumskommunikation, Historisches Museum Frankfurt, Telefon 069/212-37776 , E-Mail presse@historisches-museum-frankfurt.de