Take Care! – Festival des Frauenreferats geht bis bis 9. Oktober

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Künstlerische Projekte, solidarische Allianzen und kritischer Austausch in Zeiten von KI und Antifeminismus

ffm. „Take Care! – Festival of Solidarity and Resistance” ist ein dezentrales Festival, das Kunst und feministische Zukunftsfragen miteinander verbindet. Das Festival ist mit einem Warm-up-Programm gestartet, welches bis Mittwoch, 2. September dauert. Das Grand Opening findet am Donnerstag, 3. September, um 19 Uhr im AtelierFrankfurt statt.

Im Mittelpunkt von „Take Care!” stehen temporäre, performative, kollaborative künstlerische sowie aktivistische Projekte. Das Festival bietet Talks und solidarische Zusammenkünfte, die Care (Fürsorge) als ästhetische Haltung, soziale Infrastruktur und als politische Praxis begreifen. Es versteht sich als Netzwerk in Bewegung und als verbindende Plattform und bringt Orte und Menschen zusammen. Das Festival bindet verschiedene vom Frauenreferat geförderte Projekte als Satelliten in das Programm ein. So entsteht eine solidarische Struktur für Kooperation, Austausch und gemeinsames Handeln.

„Wie wollen wir miteinander leben, wenn sich unsere Gesellschaft so grundlegend verändert? ‚Take Care!‘ stellt diese Frage nicht abstrakt, sondern bringt Menschen zusammen, um sie aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und neue Formen des Miteinanders zu erproben”, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Kunst wird dabei zum Ausgangspunkt für gesellschaftliche Debatten und Care zur politischen Praxis: für Verantwortung und Solidarität in Zeiten, in denen demokratische Werte, Gleichstellung und gesellschaftlicher Zusammenhalt zunehmend unter Druck geraten.”

Wer die beste KI hat, hat die Macht. Was bedeutet das für unsere Zukunft?

Die Gegenwart ist geprägt von multiplen Krisen: Globaler Rechtsruck und Antifeminismus, Klimakrise und Ressourcenknappheit, militärische Konflikte, zunehmende soziale und strukturelle Ungleichheit, der rasante Einzug von KI-Technologien im Alltag sowie die zunehmende Konzentration digitaler Macht stellen Herausforderungen dar. Parallel sind viele Bürgerinnen und Bürger von Überlegenheitsdenken, Turbokapitalismus sowie Geschwindigkeit, Grenzüberschreitungen und Spaltung als politische Methoden überfordert

„Take Care!” fragt danach, wie Künstlerinnen und Künstler diese Herausforderungen aufgreifen, welche Möglichkeitsräume sie für eine andere, solidarische Zukunft imaginieren. Im Zentrum stehen der Körper als Ort des Widerstands, Care-Arbeit als politische Praxis und die Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf unser Zusammenleben. Das Festival ruft dazu auf, füreinander Sorge zu tragen und sich solidarisch und widerständig zu verbinden.

„Mit ‚Take Care!‘ knüpfen wir an die Fragen unseres Aktionsplans ‚FEMINIST FAIR FUTURE‘ an: Wie gestalten wir eine digitale Zukunft, die gerecht, solidarisch und demokratisch ist? Das Festival verbindet künstlerische Perspektiven mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und schafft Räume für Austausch, neue Allianzen und gemeinsames Handeln“, sagt Gabriele Wenner, Leiterin des Frauenreferats.

Das Festival „Take Care!” ist eine Kooperation des Frauenreferats mit verschiedenen Frankfurter Institutionen und Initiativen wie AtelierFrankfurt, Café Moya, Cornelia Goethe Centrum, Internationales Frauen*Theaterfestival, Kinothek Asta Nielsen, Künstler*innenhaus Mousonturm und Landungsbrücken. Es richtet sich an Kunst- und Kulturinteressierte sowie die gesamte Frankfurter Stadtgesellschaft.

Der Besuch des Festivals ist kostenfrei, wird zum Teil barrierearm gestaltet und von Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetschern begleitet.

Alle Informationen zum Projekt und zum Aktionsplan „FEMINIST FAIR FUTURE“ finden sich auf der Kampagnenseite des Frauenreferats unter feministfairfuture.de .

Das detaillierte Programm zum „Take Care!”-Festival steht als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung.

Download „Take Care!”-Programm 2026 

Foto

„Take Care!”-Visual, Copyright: dorit lecke, grapefruit-design.de 

Kontakt für die Medien Andrea Keppler, Referentin für Mädchen*politik und Kultur, Frauenreferat, E-Mail andrea.keppler@stadt-frankfurt.de 

Saba Afeworki, Referentin für Europäische Gleichstellungscharta, Frauenreferat, E-Mail saba.afeworki@stadt-frankfurt.de