Tschechien zu Gast auf der Buchmesse: Zehn Ausstellungen in Frankfurter Museen und Kulturinstitutionen begleiten den Ehrengastauftritt
ffm. Tschechien ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2026 – und
bringt seine kulturelle Vielfalt weit über das Messegelände hinaus in
die Stadt. Gleich zehn Museen und Kulturinstitutionen in Frankfurt und
Offenbach widmen sich im Herbst und Winter tschechischer Literatur,
Buchkunst und Illustration, Fotografie, Architektur, Kunst und
Archäologie. Sie zeigen, wie facettenreich das mitteleuropäische Land
zwischen Tradition und Gegenwart ist, und laden dazu ein, Tschechien aus
unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.
„Der Ehrengastauftritt Tschechiens bei der Frankfurter Buchmesse ist weit mehr als ein Ereignis für die Literatur. Die zahlreichen thematisch auf Tschechien gerichteten Ausstellungen in unseren Museen machen die ganze Vielfalt und den Reichtum der tschechischen Kultur sichtbar. Frankfurt und Offenbach werden so zu Orten der Begegnung mit unserem Nachbarland“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
Martin Krafl, Programmdirektor des Ehrengastes Tschechien, ergänzt: „Ich schätze das Vertrauen, das wir bei renommierten Kulturinstitutionen in Frankfurt und Offenbach gewonnen haben. Hinter jeder Ausstellung stehen Kuratorenreisen nach Tschechien und Dutzende Stunden gemeinsamer Arbeit tschechischer und deutscher Expert:innen und Künstler:innen. Ihre Kontakte für die weitere Zusammenarbeit werden auch nach der Buchmesse bestehen bleiben, und das ist eine vielversprechende Nachricht für die kommenden Jahre.“
Vom verbotenen Buch über Buchkunst und neue tschechische Architektur ...
Den Auftakt des Ausstellungsparcours macht die Ausstellung „Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939–1989“ im Museum für Kommunikation (bis 24. Januar 2027). Sie erzählt von verbotenen Texten, heimlich vervielfältigten Büchern und Zeitschriften und von Menschen, die sich in der Tschechoslowakei mit dem geschriebenen Wort gegen Zensur und politische Unterdrückung behaupteten.
Im Klingspor-Museum Offenbach steht mit „Aus der Mitte Europas. Tschechische Buchkunst von 1900 bis zur Gegenwart“ die besondere Verbindung von Inhalt und Gestaltung im Mittelpunkt (bis 29. November). Ausgewählte Werke aus dem Kunstgewerbemuseum Prag führen von Jugendstil und Avantgarde über die Buchkunst der sozialistischen Zeit bis zu aktuellen Positionen des Buchdesigns und der Illustration.
Wie weit sich das Bilderbuch vom klassischen Buchformat lösen kann, zeigt das Struwwelpeter Museum mit „Beyond Paper Plane. Mehr als flaches Papier. Außergewöhnliche Bilderbuchkunst aus Tschechien“ (vom 17. September bis 17. Januar 2027). Papierarchitekturen, textile Illustrationen, Pop-up-Welten und interaktive Bücher machen das Buch zum Kunstwerk, Spielobjekt und Erlebnisraum.
Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) richtet den Blick mit „MORE IS NOW! Neue tschechische Architektur“ auf eine junge Generation tschechischer Architektinnen und Architekten (vom 19. September bis 17. Januar 2027). Rund 30 ausgezeichnete Projekte zeigen aktuelle Antworten auf Fragen nach Nachhaltigkeit, neuen Materialien, Ressourcen und gesellschaftlichem Wandel.
… bis hin zu zeitgenössischer Kunst und einem spektakulären archäologischen Fund
Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert ab Donnerstag, 1. Oktober, mit „Anna Hulačová. Abundantia“ die erste Einzelausstellung der tschechischen Künstlerin in Deutschland (bis 10. Januar 2027). Ihre figurativen Skulpturen verbinden Einflüsse von Surrealismus, sozialistischem Realismus und tschechischer Volkskunst. Im Zentrum steht das Verhältnis von Mensch und Natur, das Hulačová aus einer ökofeministischen Perspektive untersucht.
„Freude und Zuflucht / Joie et refuge“ im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum (vom 4. Oktober bis 22. November) stellt vierzehn herausragende Positionen der zeitgenössischen tschechischen Fotografie vor, die einen repräsentativen Einblick in die aktuelle Fotografieszene des Landes geben.
Eine außergewöhnliche Zeitreise ermöglicht das Archäologische Museum Frankfurt mit „Die Bronzeschönheit aus Kladina – Das älteste Bieropfer in Mitteleuropa“ (vom 5. Oktober bis 31. Januar 2027). Im Mittelpunkt steht ein rund 3000 Jahre alter Bronzeeimer aus Ostböhmen. Der Fund im Jahr 2017 zählt zu den bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der vergangenen Jahre in Mitteleuropa.
Neben dem Museumsufer lohnen sich weitere Ausstellungsbesuche
Im Haus am Dom ist „Mich zwingt nichts als die Liebe (B.N.). Widerständige Literatur aus Tschechien von Božena Němcová bis Radka Denemarková“ zu sehen (vom 3. Oktober bis 27. November). Die Ausstellung verfolgt die Kontinuität der tschechischen Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart anhand von Autorinnen, die mit ihren Werken gesellschaftliche Normen, politischen Druck und kulturelle Stereotypen überwunden haben.
Auf dem Vorplatz der Deutschen Nationalbibliothek und somit rund um die Uhr würdigt „Ich habe die tschechische Sprache geheiratet: Reiner Kunze und die tschechische Poesie“ das Werk des Lyrikers, Übersetzers und Schriftstellers Reiner Kunze im deutsch-tschechischen Kontext (vom 29. September bis 30. Oktober). Im Mittelpunkt stehen seine literarischen und persönlichen Verbindungen zu bedeutenden tschechischen Dichterfreunden.
Zu einem Rundgang durch reale und imaginierte Landschaften lädt der Palmengarten mit „GartenUtopien“ ein, in denen sich mögliche Zukünfte spiegeln (vom 1. Oktober bis 7. Februar 2027). Die tschechische Künstlerin Veronika Richterová verwandelt den Abfallstoff Plastik, der die Natur auf Jahrtausende belastet, in zarte Kunstwerke, die als Recyclingobjekte die Landschaften schmücken.
„Der Palmengarten ist der ideale Ort für diese Ausstellung: Hier begegnen sich Natur, Kultur und die Frage, wie unsere Zukunft aussehen kann. Unsere Städte stehen vor großen Veränderungen – klimatisch und gesellschaftlich. Dafür brauchen wir neue Ideen, Mut zum Wandel und die Offenheit für unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration.
Ein vielseitiges Rahmenprogramm und Vermittlungsangebote begleiten sämtliche Ausstellungen, die zu einem Ausflug nach Tschechien vor der eigenen Haustür einladen. Weitere Informationen rund um das Kulturprogramm und um den Ehrengast Tschechien finden sich unter Programm – Czechia2026.
Tipp: Mit der MuseumsuferCard lassen sich die meisten der genannten Ausstellungen entdecken. Die MUF-Card, regulär für 89 Euro erhältlich, ermöglicht ein ganzes Jahr lang freien Eintritt in 39 Museen und Ausstellungshäuser in Frankfurt und Umgebung. Für Paare und Familien gibt es eine eigene MuseumsuferCard, die für 150 Euro erhältlich ist und für zwei Erwachsene und alle eigenen Kinder oder Enkelkinder unter 18 Jahren gilt. Eine Übersicht weiterer aktueller und kommender Ausstellungen am Museumsufer findet sich unter museumsufer.de.
Kontakt für die Medien Hanna Immich, Pressesprecherin, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Telefon 069/212-49232, Mobil
0171/1769719 , E-Mail
hanna.immich@stadt-frankfurt.de
„Der Ehrengastauftritt Tschechiens bei der Frankfurter Buchmesse ist weit mehr als ein Ereignis für die Literatur. Die zahlreichen thematisch auf Tschechien gerichteten Ausstellungen in unseren Museen machen die ganze Vielfalt und den Reichtum der tschechischen Kultur sichtbar. Frankfurt und Offenbach werden so zu Orten der Begegnung mit unserem Nachbarland“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
Martin Krafl, Programmdirektor des Ehrengastes Tschechien, ergänzt: „Ich schätze das Vertrauen, das wir bei renommierten Kulturinstitutionen in Frankfurt und Offenbach gewonnen haben. Hinter jeder Ausstellung stehen Kuratorenreisen nach Tschechien und Dutzende Stunden gemeinsamer Arbeit tschechischer und deutscher Expert:innen und Künstler:innen. Ihre Kontakte für die weitere Zusammenarbeit werden auch nach der Buchmesse bestehen bleiben, und das ist eine vielversprechende Nachricht für die kommenden Jahre.“
Vom verbotenen Buch über Buchkunst und neue tschechische Architektur ...
Den Auftakt des Ausstellungsparcours macht die Ausstellung „Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939–1989“ im Museum für Kommunikation (bis 24. Januar 2027). Sie erzählt von verbotenen Texten, heimlich vervielfältigten Büchern und Zeitschriften und von Menschen, die sich in der Tschechoslowakei mit dem geschriebenen Wort gegen Zensur und politische Unterdrückung behaupteten.
Im Klingspor-Museum Offenbach steht mit „Aus der Mitte Europas. Tschechische Buchkunst von 1900 bis zur Gegenwart“ die besondere Verbindung von Inhalt und Gestaltung im Mittelpunkt (bis 29. November). Ausgewählte Werke aus dem Kunstgewerbemuseum Prag führen von Jugendstil und Avantgarde über die Buchkunst der sozialistischen Zeit bis zu aktuellen Positionen des Buchdesigns und der Illustration.
Wie weit sich das Bilderbuch vom klassischen Buchformat lösen kann, zeigt das Struwwelpeter Museum mit „Beyond Paper Plane. Mehr als flaches Papier. Außergewöhnliche Bilderbuchkunst aus Tschechien“ (vom 17. September bis 17. Januar 2027). Papierarchitekturen, textile Illustrationen, Pop-up-Welten und interaktive Bücher machen das Buch zum Kunstwerk, Spielobjekt und Erlebnisraum.
Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) richtet den Blick mit „MORE IS NOW! Neue tschechische Architektur“ auf eine junge Generation tschechischer Architektinnen und Architekten (vom 19. September bis 17. Januar 2027). Rund 30 ausgezeichnete Projekte zeigen aktuelle Antworten auf Fragen nach Nachhaltigkeit, neuen Materialien, Ressourcen und gesellschaftlichem Wandel.
… bis hin zu zeitgenössischer Kunst und einem spektakulären archäologischen Fund
Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert ab Donnerstag, 1. Oktober, mit „Anna Hulačová. Abundantia“ die erste Einzelausstellung der tschechischen Künstlerin in Deutschland (bis 10. Januar 2027). Ihre figurativen Skulpturen verbinden Einflüsse von Surrealismus, sozialistischem Realismus und tschechischer Volkskunst. Im Zentrum steht das Verhältnis von Mensch und Natur, das Hulačová aus einer ökofeministischen Perspektive untersucht.
„Freude und Zuflucht / Joie et refuge“ im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum (vom 4. Oktober bis 22. November) stellt vierzehn herausragende Positionen der zeitgenössischen tschechischen Fotografie vor, die einen repräsentativen Einblick in die aktuelle Fotografieszene des Landes geben.
Eine außergewöhnliche Zeitreise ermöglicht das Archäologische Museum Frankfurt mit „Die Bronzeschönheit aus Kladina – Das älteste Bieropfer in Mitteleuropa“ (vom 5. Oktober bis 31. Januar 2027). Im Mittelpunkt steht ein rund 3000 Jahre alter Bronzeeimer aus Ostböhmen. Der Fund im Jahr 2017 zählt zu den bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der vergangenen Jahre in Mitteleuropa.
Neben dem Museumsufer lohnen sich weitere Ausstellungsbesuche
Im Haus am Dom ist „Mich zwingt nichts als die Liebe (B.N.). Widerständige Literatur aus Tschechien von Božena Němcová bis Radka Denemarková“ zu sehen (vom 3. Oktober bis 27. November). Die Ausstellung verfolgt die Kontinuität der tschechischen Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart anhand von Autorinnen, die mit ihren Werken gesellschaftliche Normen, politischen Druck und kulturelle Stereotypen überwunden haben.
Auf dem Vorplatz der Deutschen Nationalbibliothek und somit rund um die Uhr würdigt „Ich habe die tschechische Sprache geheiratet: Reiner Kunze und die tschechische Poesie“ das Werk des Lyrikers, Übersetzers und Schriftstellers Reiner Kunze im deutsch-tschechischen Kontext (vom 29. September bis 30. Oktober). Im Mittelpunkt stehen seine literarischen und persönlichen Verbindungen zu bedeutenden tschechischen Dichterfreunden.
Zu einem Rundgang durch reale und imaginierte Landschaften lädt der Palmengarten mit „GartenUtopien“ ein, in denen sich mögliche Zukünfte spiegeln (vom 1. Oktober bis 7. Februar 2027). Die tschechische Künstlerin Veronika Richterová verwandelt den Abfallstoff Plastik, der die Natur auf Jahrtausende belastet, in zarte Kunstwerke, die als Recyclingobjekte die Landschaften schmücken.
„Der Palmengarten ist der ideale Ort für diese Ausstellung: Hier begegnen sich Natur, Kultur und die Frage, wie unsere Zukunft aussehen kann. Unsere Städte stehen vor großen Veränderungen – klimatisch und gesellschaftlich. Dafür brauchen wir neue Ideen, Mut zum Wandel und die Offenheit für unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration.
Ein vielseitiges Rahmenprogramm und Vermittlungsangebote begleiten sämtliche Ausstellungen, die zu einem Ausflug nach Tschechien vor der eigenen Haustür einladen. Weitere Informationen rund um das Kulturprogramm und um den Ehrengast Tschechien finden sich unter Programm – Czechia2026
Tipp: Mit der MuseumsuferCard lassen sich die meisten der genannten Ausstellungen entdecken. Die MUF-Card, regulär für 89 Euro erhältlich, ermöglicht ein ganzes Jahr lang freien Eintritt in 39 Museen und Ausstellungshäuser in Frankfurt und Umgebung. Für Paare und Familien gibt es eine eigene MuseumsuferCard, die für 150 Euro erhältlich ist und für zwei Erwachsene und alle eigenen Kinder oder Enkelkinder unter 18 Jahren gilt. Eine Übersicht weiterer aktueller und kommender Ausstellungen am Museumsufer findet sich unter museumsufer.de
Kontakt für die Medien Hanna Immich, Pressesprecherin, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Telefon 069/212-49232